Alte Posthalterei

"Alte Posthalterei" - heute städtisches Kinder- und Jugendzentrum

Ein für das frühe 19. Jahrhundert typische Gebäude ist das Haus Georgenstraße 52, besser bekannt als "Alte Posthalterei". Es ist eines der wenigen rein klassizistischen Bauwerke in Eisenach.

Der Mittelteil der Fassade wird vom Haupteingang geprägt, der von dorischen Säulen umrahmt ist. Innenarchitektonisch bedeutsam sind die Stuckdecken sowie das Treppengeländer aus schmalen Holzstäben, die von Palmetten bekrönt werden.

1819 hatten die Poststallmeister Jungherr und Pfennig das Haus unmittelbar an der Stadtmauer neben dem Georgentor errichtet. Zuvor befand sich an diesem Platz der "Hessenhof". Er hatte zunächst dem Kloster Hersfeld, dann den hessischen Landgrafen gehört.

Im Jahr 1908 erwarb die Stadt Eisenach das Haus und brachte hier die Realschule unter. Allerdings wurde der östliche Flügel des Gebäudes verkürzt, um mehr Verkehrsraum zur Hospitalstraße hin zu gewinnen. Seit Mitte 1920er Jahre war in dem Gebäude die städtische Mädchenberufsschule beheimatet. Nach dem Krieg waren Teile der städtischen Berufsschule in der "Alten Posthalterei" untergebracht, ehe im Jahr 1951 die Hilfsschule "Pestalozzi" hier ihr Domizil fand. Als sie im März 1981 in ein neues Gebäude im Palmental zog, fanden verschiedene Behörden hier Aufnahme.

Nach 1990 kamen zunächst Parteien und Organisationen, beispielsweise die AWO, hier unter. Auch die Eisenacher Zeichenschule war kurzzeitig hier beheimatet. Diskutiert wurde dann der Ausbau zu einem städtischen Kulturzentrum.

Seit November 1995 schließlich beherbergt der klassizistische Bau das städtische Kinder- und Jugendzentrum, das in seinem Namen die alte Gebäudebezeichnung wieder aufgenommen hat. Verschiedene Vereine und Einrichtungen nutzen ebenfalls die Räume der "Alten Posthalterei".

 

Anfahrtsskizze/Lageplan

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