Der Eisenacher Zentralfriedhof am Wartenberg ist 118.119 m² groß.
Die Friedhöfe in den Ortsteilen umfassen ein Gebiet von 21.101 m².
Die Friedhöfe dienen vorrangig der Andacht an die Verstorbenen.
Auf Grund der umfangreichen Bestandes an Bäumen und Sträuchern sowie der gärtnerischen Gestaltung erfüllen die Friedhöfe gleichzeitig allgemeine Grünflächenfunktionen.
Deshalb hat jeder das Recht, die Friedhöfe als Ort der Ruhe und Besinnung auch zur Erholung zu besuchen solange dabei die Würde des Ortes bewahrt wird.
Der neue Eisenacher Hauptfriedhof am Wartenberg wurde am 19. Juni 1868 eingeweiht.
Im Jahr 1896 wurde der Friedhof durch Otto Scell nach gartenbau-künstlerischen Gesichtspunkten gestaltet.
Der Friedhof am Wartenberg ist ein achsensymmetrischer Waldfriedhof von rationaler Planungsstruktur und geometrischer Wegeführung. Er stellt somit ein Zeugnis deutscher Sepulkralkultur des 19. Jahrhunderts dar. Ein großer Teilbereich des Hauptfriedhofs steht aus diesem Grund und wegen des Anteils wertvoller Grabanlagen und Grabmale unter Denkmalschutz.
Auf dem Friedhof erinnern heute mehrere Ehrengräber an das Wirken bekannter Persönlichkeiten für die Wartburgstadt - unter anderen die Grabanlagen für den niederdeutschen Dichter Fritz Reuter, den Verleger Philipp Kühner oder die Familie von Eichel-Streiber, die der Stadt das Theater stiftete.
Die Eisenacher Friedhofsanlage einschließlich der Kapelle und der historischen Grabmale wurde 1993 unter Denkmalschutz gestellt.