Marburg

  

Herr Oberbürgermeister
Egon Vaupel
Universitätsstadt Marburg


35037 Marburg
Rathaus / Markt
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Partnerstadt seit: 10. Juni 1988

Marburg an der Lahn entstand um 1200. Es ist heute Kreisstadt des Landkreises Marburg-Biedenkopf und zählt ca. 77.000 Einwohner. Die altehrwürdige Philipps-Universität wurde 1527 gegründet. Seitdem ist Marburg ein Zentrum von Forschung und Lehre, denn überdies befinden sich hier die Fachhochschule für Archivwesen, das Johann-Gottfried-Herder-Institut, ein Staatsarchiv sowie verschiedene Museen. Die wirtschaftliche Struktur wird geprägt zum einen durch die Universität, zum anderen durch chemisch-pharmazeutische Industrie, die Herstellung von Blech- und Metallwaren sowie von Fernsprechgeräten.

Die historischen Verbindungen zwischen Eisenach und Marburg reichen bis weit in das Mittelalter und sind wiederum geprägt durch das Wirken einer bedeutenden Persönlichkeit.
Die ungarische Königstochter und spätere thüringische Landgräfin Elisabeth verbrachte einen Teil ihres kurzen Lebens, sie wurde nur 24 Jahre alt, in Eisenach, ehe sie, von hier vertrieben, 1231 in Marburg starb.
Symbolhafter Ausdruck dieser Verbindung sind die Elisabethkirchen in beiden Städten, die bauliche Ähnlichkeiten aufweisen.

Auf die "800 Jahre alten engen freundschaftlichen Verbindungen" berief sich auch das Marburger Stadtparlament, als es am 18. April 1986 den Magistrat beauftragte, die Bemühungen um die Wiederherstellung dieser Verbindungen zu verstärken. Die Beziehungen zwischen beiden Städten hatten jahrelang brachgelegen; gegenseitige Einladungen blieben ohne Beachtung, Briefe wurden zumeist nicht beantwortet. Erst zu Beginn des Jahres 1986 nahmen die diesbezüglichen Aktivitäten wieder zu. Doch war es noch ein langer, teils steiniger Weg, ehe am 10. Juni 1988 im Palas der Wartburg die Partnerschaftsverbindungen zwischen Eisenach und Marburg durch die Eisenacher Stadtverordnetenversammlung ratifiziert wurden.

Entscheidend mit Leben erfüllt wurde die Städtepartnerschaft zwischen Eisenach und Marburg erst gut zwei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrages, als mit der Öffnung der Grenzen auch die Menschen beider Städte zusammenkommen konnten. Alte Traditionen wurden wiederbelebt, wie die gegenseitigen Besuche zu den beiden Stadtfesten, dem Sommergewinn in Eisenach und dem Oberstadtfest in Marburg.
Auch manche konkrete Hilfe erhielt die im Aufbruch befindliche Stadt Eisenach von ihrer Partnerstadt, so als Marburg zu Beginn des Jahres 1991 für sechs Monate eine Beratungsstelle in der Wartburgstadt einrichtete oder als im März 1991 der Marburger Oberbürgermeister eine nicht unerhebliche Geldspende zur Erhaltung wertvoller historischer Bausubstanz in Eisenach übergab.
Seitdem ist die Partnerschaft fast Normalität geworden: Bürger beider Städte besuchen einander, Vereine treffen sich und auch die politischen Repräsentanten pflegen den regelmäßigen Kontakt miteinander.

Weitere Informationen: Verein Eisenacher Städtepartnerschaften e.V.

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