In Eisenach findet am 6. Oktober, von 16 Uhr bis 18 Uhr, bereits zum 4. Mal der „Marktplatz für Gemeinnützige und Unternehmen“ statt. Bei dieser Veranstaltung treffen sich gemeinnützige Vereine, Einrichtungen und Initiativen mit Unternehmen, um Sach- und Dienstleistungen auszutauschen. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Wartburg-Radio 96,5 in der Georgenstraße 43.
Wie in den vergangenen drei Jahren bietet die „Marktplatz“-Veranstaltung erneut den Organisationen und Vereinen die Gelegenheit, mit Unternehmen Dienst- und Sachleistungen anzubieten und zu tauschen. Dabei geht es keinesfalls um Bitten für Geldspenden, sondern es werden ausschließlich Leistungen vereinbart – Geld ist tabu. Ein Beispiel: Ein Kinder- und Jugendverein organisiert ein Kinderfest für ein Unternehmensjubiläum – im Gegenzug übernimmt das Unternehmen den Fahrtransport für eine Ferienfreizeit des Vereines.
Über die ausgehandelten Leistungen schließen die jeweiligen Partner schriftliche Vereinbarungen ab. Dafür steht ein Expertenteam zur Beratung zur Verfügung. Auf die Umsetzung und Einhaltung der Vereinbarung wird geachtet.
In den beiden vergangenen Jahren fand der „Marktplatz“ jeweils große Resonanz.
Die Initiative „Marktplatz für gemeinnützige Organisationen und Unternehmen“ kommt aus den Niederlanden, wird von der Bertelsmann-Stiftung und Thüringer Ehrenamtsstiftung gefördert. In Eisenach wird die Veranstaltung von der Freiwilligen-Agentur der Diako Westthüringen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem städtischen Sozialamt vorbereitet und umgesetzt.
Weitere Auskünfte erteilen Heike Apel von der Freiwilligen-Agentur (03691 / 670 249; E-Mail: Freiwilligenagentur.esa(at)diako-thueringen.de) oder Nicole Päsler vom städtischen Sozialamt (03691 / 670 432; E.Mail: Nicole.paesler(at)eisenach.de)
Marktplatz - was wird gesucht?
Marktplatz - was wird angeboten?
Anmeldeformular für Unternehmen
Anmeldeformular für gemeinnützig Tätige
Bereits zum 4. Mal engagierten sich Schülerinnen und Schüler ehrenamtlich einen ganzen Tag lang. In diesem Jahr waren es in Eisenach knapp 250 engagierte Helfer. In unterschiedlichen Einrichten – beispielsweise Pflegeheime, Kindergärten, Museen, Horte, Schwimmbad, Stadion, Wartburg-Radio und vielen mehr - zeigten Schüler, dass sie Spaß am Ehrenamt haben und auch weiterhin ehrenamtlich tätig sein möchten.
Oberbürgermeister Doht (SPD) begrüßte die Schülerinnen und Schüler auf dem Eisenacher Marktplatz und war überwältigt von der Schüleranzahl und sagte: „Ein tolles Bild, soviel Engagierte zu sehen.“
Heike Apel von der Freiwilligenagentur in Trägerschaft der Diako Westthüringen gGmbH organisierte den Schülerfreiwilligentag und war wirklich sehr froh, dass alle Schülerinnen und Schüler untergekommen sind, denn dies war wirklich ein großer Kraftakt.
Der Schülerfreiwilligentag wurde vom Wartburg-Radio, dem Kulturmagazin der Wartburgstadt Eisenach sowie von der örtlichen Presse begleitet und dokumentiert, was man sehr schön aus den unterschiedlichsten Berichten entnehmen konnte.
Natürlich hab es eine Abschlussveranstaltung als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit, das Wartburg-Radio 96,5 machte Interviews mit den freiwilligen Helfern und jeder konnte so noch einmal einen kleinen Einblick in seine Arbeit geben.
An der großen Abschlussveranstaltung nahmen teil Bürgermeisterin Ute Lieske, Schulamtsleiter Gerhard Lorenz, die Seniorenbeauftragte der Stadt Eisenach, Schwester Helga Schöller, Oberin Phieler vom Diakonissenmutterhaus sowie Vertreter der Einsatzorte und Schulen, politische Vertreter und auch Eltern. So konnten die Schülerinnen und Schüler auch erkennen, dass die Arbeit von allen Seiten gewürdigt wurde.
Ein großer Dank gilt den ehrenamtlichen Begleitern und Helfern vor Ort, insbesondere dem Seniorenbeirat, welche beim Aufbau und Abbau sowie bei der Durchführung der Abschlussveranstaltung mit tätig waren. Besonderer Dank geht auch an den Bikerstammtsich Hoferbertaue an Frank Hermanns und Guido Höding.
Es war ein sehr gelungener Tag!
Rückblick auf den Schülerfreiwilligentag 2011 - Dokumentation aller Teilnehmer
An dieser Stelle sei schon gesagt , das der 5. Thüringer Schülerfreiwilligentag am 7. Juni 2012 stattfinden wird.
Unter dem Motto „Wie wollen wir morgen in Eisenach leben?“ fand im April ein Fachtag mit Bürgerforum statt. Die Stadtverwaltung Eisenach hatte gemeinsam mit verschiedenen Trägern der Seniorenarbeit im Rahmen des Modellprogramms „Aktiv im Alter“ dazu eingeladen. Rund 90 Teilnehmer und Gäste waren in das Haus des CVJM – Christlicher Verein junger Menschen e. V. - gekommen. Nicht nur Ältere, auch jüngere Teilnehmer interessierte die Frage „Wie wollen wir morgen in Eisenach leben?“
Zwei Fachvorträge regten zum Nachdenken an: Was sind Altersleitbilder? Wie haben diese sich gewandelt? Kann man Jungbleiben lernen? Sind es nicht nur biologische Prozesse, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen, die alt machen?
Alt werden und sich wohl fühlen kommt nicht von allein, jeder einzelne muss das wollen. Mit Begriffen wie „passives und aktives Alter“, „traurige und junge Alte“, „erfolgreiches Alter“…spannte die Soziologin Anna Richter von der Uni Jena in ihren theoretischen Ausführungen einen großen Bogen.
Im zweiten Vortrag wertete Marcel Schmidt, ebenfalls von der Uni Jena, die Fragebögen aus. Im vergangenen Jahr waren die Eisenacher um Mithilfe gebeten worden und so konnten etwa 70 Fragebögen zu subjektiven Einschätzungen und Wünschen sowie ehrenamtlichen Engagements ausgewertet werden.
Für viele ist beispielsweise die Wohnform wichtig. Mit dem Wohnen waren die meisten Befragten auch zufrieden. Am schlechtesten fiel die Einschätzung der jeweiligen finanziellen Situation aus. Männer mögen sich eher in Kultur und Umwelt einbringen. Für viele wichtig sind Sommerfeste, Gesprächsrunden und Busreisen. 35,8 Prozent der Befragten arbeiten bereits ehrenamtlich, 27,1 Prozent zeigten Interesse. Frauen würden sich z. B. als Ersatzoma, bei der Hausaufgabenhilfe oder Hilfsangeboten für Alleinstehende engagieren. Sogar ein Pendeltaxi zum Theater war unter den Vorschlägen. Männer boten sich als Wanderführer an, auch in der Stadt oder als Frühjahrsputzorganisator, was Heike Apel von der Freiwilligen-Agentur freute.
Eines hatten aber alle Aussagen gemeinsam: Keiner möchte im Alter allein bleiben.
Die Stadt Eisenach gehört zu den Kommunen, die für das Bundesprogramm „Aktiv im Alter“ ausgewählt wurden. Bundesweit hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend 100 Kommunen aus 400 Bewerbern ausgewählt.
Die Stadt Eisenach erhält für die Umsetzung des Programms 10.000 Euro Fördermittel vom Bundesministerium. Das städtische Sozialamt wird sich in nächster Zeit mit Trägern der Seniorenarbeit in Eisenach in Verbindung setzen und beraten, wie das Programm mit Leben erfüllt werden kann.
Ziel des Programmes „Aktiv im Alter“ ist es, verbesserte Rahmenbedingungen für das Engagement von Seniorinnen und Senioren zu schaffen und älteren Menschen mehr Möglichkeiten zum Mitgestalten und zur Mitentscheidung zu geben. Neben einer Bedarfsplanung, Angeboten zum Mitmachen und Bürgerforen sollen aktive Beteiligungsformen dazu dienen, ein Leitbild für unsere Kommune unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ zu entwerfen. In einem nächsten Schritt sollen konkrete Projekte entwickelt und aufgebaut werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Programmes ist die Gewinnung neuer ehrenamtlicher Senioren, die sich für eine lebens- und liebenswerte Stadt engagieren und ihre langjährigen Erfahrungen einbringen. Dieser Ansatz sollte auch über den Förderzeitraum hinaus Bestandteil von aktiver Seniorenarbeit in Eisenach sein.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aktiv-im-alter.de .
In Eisenach ist das Modellprojekt „Aktiv im Alter“ – unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) - gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, die Interessen und Bedürfnisse gerade älterer Bürgerinnen und Bürger einzufangen, da diese entscheidend für die zukünftige Entwicklung in Eisenach sind. Die Gruppe der älteren Menschen wird in Zukunft immer wichtiger werden. Deshalb müssen die Wünsche für ein altersgerechtes Leben kennengelernt und die Potentiale der älteren Bürgerinnen und Bürger zur Stadtgestaltung in Erfahrung gebracht werden.
Die zentrale Frage lautet dabei: „Wie wollen wir morgen leben?“ und richtet sich an alle Altersgruppen, da es vor allem um das Leben miteinander geht. Deshalb werden alle Bürgerinnen und Bürger von Eisenach gebeten, sich Gedanken zu machen, wie sich ältere Menschen bei Bedarf bürgerschaftlich engagieren können und wie ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert werden kann. Erkannt werden soll dabei, welche Bedürfnisse man beim Älterwerden hat, aber auch, welche Kräfte und Fähigkeiten die älteren Menschen zur Verfügung stellen können, um sich für die Stadt und ihre Bewohner zu engagieren.
Die Stadt Eisenach hat zu diesem Zweck einen Fragebogen entwickeln lassen.Interessierte aller Altersklassen – besonders diejenigen, die bald in den Ruhestand treten werden – waren aufgerufen, diesen Fragebogen (anonym) auszufüllen und im Bürgerbüro bis zum 30. September 2009 abzugeben. Ansprechpartnerin ist Nicole Päsler beim städtischen Sozialamt (Tel.: 03691/ 670432).
Während der diesjährigen Seniorenwoche im September fand außerdem ein Aktionstag auf dem Eisenacher Marktplatz statt, zu dem auch die Fragebögen ausgefüllt werden konnten. Zusätzlich war eine „1000-Wünsche-Box“ aufgestellt, in die kleine Wunschkarten eingeworfen werden konnten.