Aufbruch in die Moderne – Richard Wagner in Eisenach

Das kultur-touristische Jahresthema 2013 beschäftigt sich mit dem Thema Aufbruch in die Moderne und speziell für Eisenach mit Richard Wagner. Anlass ist sein Geburtstag, der sich 2013 zum 200. Mal jährt.

 

Die musik- und theaterinteressierte Öffentlichkeit denkt bei Richard Wagner natürlich gleich an die Bayreuther Festspiele, aber auch Eisenach wird im Fokus liegen. Immerhin besitzt die Stadt nach Bayreuth die zweitgrößte Wagner-Sammlung, die es gibt.

 

Zahlreiche weitere Veranstaltungen – von Ausstellungen über Stadtführungen bis hin zu Theatervorstellungen – locken Wagner-Fans und solche, die es werden wollen, nach Eisenach.

Eisenacher Stadtschloss am Markt

Das Thüringer Museum im Eisenacher Stadtschloss zeigt vom 18. Mai bis 3. November die Ausstellung „Wagneriana in Eisenach" - "Werner Weirich: Der Bayreuther Bühnenfotograf aus Eisenach" und "Ein Blick in die Sammlungen von Nikolaus Oesterlein und Rüdiger Pohl".

Ein Hauch des Spektakulären liegt über dem fotografischen Vermächtnis Werner Weirichs, das mehr als sechs Jahrzehnte vergessen schien. Nahezu 1000 historische Glasnegative und – zur Überraschung der weltweiten Wagner-Liebhaber – Farbablichtungen vom Beginn der 1930er Jahre wurden anlässlich des Wagner-Jubiläums 2013 erstmals gesichtet, dokumentiert und reproduziert. Rund einhundert Motive wurden für die Eisenacher Ausstellung ausgewählt und erstmals öffentlich präsentiert. Zu sehen sein werden vorrangig Bühnenbilder, Probenszenen und Künstler-Porträts von Solisten wie Frida Leider, Max Lorenz und Margarete Klose, aber auch "Randszenen" des "Grünen Hügels" sind fotografisch festgehalten, wie die des Festspiel-Besuchs von Herbert von Karajan (wahrscheinlich 1939) oder Wilhelm Furtwängler hoch zu Ross.

 

Neben den mit Spannung erwarteten Fotografien präsentiert die Ausstellung des Thüringer Museums Eisenach weitere hochkarätige Exponate: Aufwändig restauriert kehrte erst kürzlich das einstige Tafelklavier des Leipziger Thomaskantors Christian Theodor Weinlig aus Wien – wo es 1810 von der Firma Rausch gebaut wurde - an seinen Standort Eisenach zurück. Auf diesem Instrument unterrichtete Weinlig den knapp 21-jährigen Richard Wagner in Kompositionslehre. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Nikolaus Oesterlein, dem legendären Sammler, erworben, stellt dieses Tafelklavier als eines der raren Wagneriana aus der frühen Lebenszeit Richard Wagners ein Zeugnis von hohem kulturhistorischem Wert dar. Die Sammlung von Nikolaus Oesterlein wurde 1895 von der Stadt Eisenach angekauft und bildet aktuell ergänzt durch die Sammlungen des Berliner Wagner-Experten Rüdiger Pohl bzw. der Deutschen Richard-Wagner-Gesellschaft ein einzigartiges Konvolut zum Thema Richard Wagner. Auch dahingehend bietet diese Ausstellung erstaunliche Einblicke, so auf Teile des "Kundry"-Schmuckes aus der "Parsifal"-Uraufführung von 1882.

 

Ergänzt wird die Ausstellung durch grafische Darstellungen und historische Fotos aus dem Stadtarchiv. Sie zeigen ein Stadtbild Eisenachs, wie es Richard Wagner bei seinen Besuchen selbst kennen gelernt hat. "Wagner und Eisenach: Wahrnehmung und Wirkung" lautet der Titel.

 

Ausstellungsdauer:

19. Mai 2013 bis 03. November 2013

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

Festsaal der Wartburg

Zu einem einzigartigen und unverwechselbaren Erlebnis werden die Aufführungen der Wagner-Oper „Tannhäuser“ am Originalschauplatz. Los geht es ab 29. März im Festsaal der Wartburg.

 

Die geplante Sonderausstellung „Wie der Tannhäuser zum Sängerkrieg kam“ – zu sehen ab
18. Mai auf der Wartburg - stellt die Oper vor, geht ihrer Entstehungsgeschichte nach und endet mit einem Blick auf die Aufführungen der Gegenwart. Die Ausstellung ist vom 18. Mai 2013 bis 31. März 2014 auf der Wartburg zu sehen.

 

Am Abend des 18. Mai treffen sich der renommierte deutsche Schauspieler Michael Mendl und der Pianist und Dirigent István Dénés, zu einem literarisch-musikalisches Gipfeltreffen auf der Wartburg. Mit sagenumwobenen Texten und Geschichten von und um Richard Wagner und die Wartburg in ihrem Programm: "Wenn der Traum die Nacht verläßt", ist dies eines von zwei Wagner Programmen im Rahmen des Wartburg Festivals.

 

Die Wartburg  ist ebenso Kulisse für weitere hochkarätige Konzerte –  denn auch der „mdr Musiksommer“ als bekanntestes Musikfestival Mitteldeutschlands (ab 20. Juli) und die wohl europaweit traditionsreichste Konzertreihe der „Wartburgkonzerte von Deutschlandradio“ (ab 11. Mai) haben im 56. Jahrgang Wagner im Programm – aber nicht nur Wagner.

 

Rockige Töne sind beim „Wagnis Wagner“ im Festsaal am 13. September zu hören. Hier treffen deutsche Rockmusiker auf den Klassiker Richard Wagner. Die Veranstaltung ist eine Koproduktion der Lippmann+Rau-Stiftung für Musikforschung und Kunst, der Wartburg-Stiftung Eisenach und dem Kulturamt der Stadt.

 

Am 3. Oktober gehen Otto Sauter & Ten of the Best, zehn der führenden Trompeter der Welt, auf dem Wartburg Festival, mit ihrem "Wagner Project“ auf Weltreise. „Tristan Meets Isolde in Harlem – Parzifal goes la Habana“ sind nur einige der Stationen, an denen Soul, Blues, Salsa, Samba und Flamenco auf „Lohengrin“, „Siegfried“, den „Fliegenden Holländer“ u.v.m. treffen. 

Zum Jahresprogramm 2013 gehören weitere hochkarätige Veranstaltungen.
Darunter die Sonderausstellung „Britten, Britain & Bach“ des Bachhauses, die sich dem Komponisten Benjamin Britten widmet.

 

Das Eisenacher Lutherhaus setzt seinen Schwerpunkt unter das kirchliche Jahresthema „Reformation und Toleranz“. Drei Sonderausstellungen werden präsentiert: „Wandlungen“ – Bilder und Texte der Eisenacher Künstler Heiner und Peter Schwanz, „Gratwanderungen – Das ‚Entjudungsinstitut‘ in Eisenach“ sowie „Leben“ – Holzskulpturen von Hardy Raub.

 

Weitere Angebote – unter anderem die Uraufführung „Luther! Rebell wider Willen“ im Eisenacher Landestheater oder die Thüringer Bachwochen machen Eisenach zu einem attraktiven Ziel.


Weitere Auskünfte gibt die Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH, Tel. 03691/7923-0, E-Mail: info(at)eisenach.info, Internet: www.eisenach.info

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