Reuter-Wagner-Museum - Rundgang

Fritz Reuter, der große niederdeutsche Dichter, hat sich seine Villa im Stil der Neorenaissance in den Jahren 1866 - 1868 erbauen lassen und hier seinen Lebensabend verbracht. Der Verfasser von "Läuschen und Rimels", "Ut mine Stromtid", "Kein Hüsung", um nur einige seiner Werke zu nennen, war während seiner Jenaer Studentenzeit der Burschenschaftsbewegung beigetreten und wurde wegen seiner politischen Haltung sieben Jahre in verschiedenen Festungen gefangengehalten.

 

Sein schriftstellerisches Können, sein urwüchsiger Humor machten ihn in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zu einem der bekanntesten Schriftsteller. 1863 wurde der zum Ehrendoktor der Universität Rostock ernannt und lebte seit dieser Zeit bis zu seinem Tode in Eisenach. Er kaufte am Fuße der Wartburg ein Grundstück und beauftragte den Architekten Ludwig Bohnstedt mit dem Bau des Hauses, das der Literaturhistoriker Herman Grimm als Abbild einer echt römischen Villa bezeichnete.

 

Am 15. Juli 1874 wurde Fritz Reuter unter großer Anteilnahme der Eisenacher Bevölkerung auf dem Eisenacher Friedhof beigesetzt. Als im Jahre 1894 Reuters Frau Luise starb, fiel die Villa laut Testament der Schiller-Stiftung zu.

Ein Jahr später kaufte sie die Stadt Eisenach und richtete ein Museum für den niederdeutschen Dichter ein.

 

Fritz Reuter Gesellschaft

Richard-Wagner-Sammlung in der Reutervilla

Die Geschichte der Richard-Wagner-Sammlung beginnt in Österreich.
Nikolaus Oesterlein, ein Österreicher (1841—1898) gehört zu der Gruppe unbedingtester Verehrer des Bayreuther Meisters. Er glaubte an die Zukunft der Wagnerischen Kunst und trug schon zu Lebzeiten Richard Wagners mit großer Energie Bilder, und Büsten, Briefe und Schriften, Theaterzettel, eine umfangreiche Bibliothek mit etwa 5000 Bänden zusammen.
1887 eröffnete er ein Privatmuseum in Wien, sah sich aber bald gezwungen, die Sammlung mit etwa 20.000 Objekten zum Verkauf anzubieten. Der Eisenacher Bürger Prof. Josef Kürschner, bekannt durch die von ihm herausgegebenen Lexika und Literaturkataloge, setzte sich für den Kauf der Sammlung durch die Stadt Eisenach ein. 1895 wurde die Oesterlein-Sammlung gekauft, in der Villa Fritz Reuters untergebracht und 1897 der Öffentlichkeit als Reuter-Wagner-Museum übergeben.


Seit 1997 ist die Oesterleinsche Wagner-Sammlung in einer neugestalteten Ausstellung zu sehen.

 

Weitere Informationen über Richard Wagner:

- Richard Wagner Museum Bayreuth
- Richard Wagner Verband



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