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Plakate des Grafikers Günther Kieser
Das Thüringer Museum Eisenach präsentiert in Kooperation mit der Lippmann+Rau-Stiftung im Stadtschloss am Markt ab 29. August eine neue Sonderausstellung mit dem Titel „Günther Kieser: Der vielfarbige Einzelgänger – Plakate aus fünfzig Jahren“. Eröffnet wird die Exposition am Samstag, 28. August, 17 Uhr von Bürgermeisterin Ute Lieske. Der international hochgeachtete Künstler wird anwesend sein, ebenso der legendäre Konzertveranstalter Fritz Rau.
In einer Retrospektive werden vorrangig musikbezogene Arbeiten des Grafikers Günther Kieser gezeigt, die er in fünfzig Jahren geschaffen hat. Kieser, 1930 in Kronberg/Taunus geboren, gehört zu den maßgeblichen Grafikdesignern, die sich mit der Gestaltung von Musikplakaten beschäftigen. Seit über fünfzig Jahren prägt er das Erscheinungsbild im Rock-, Pop-, Blues- und Jazz-Umfeld mit ausgefeilten visuellen Kompositionen. Bekannt wurde Kieser vor allem mit Plakaten, auf denen von ihm gestaltete Plastiken oder Objekte zu sehen sind.
Nach einem Studium an der Werkkunstschule in Offenbach am Main arbeitete Kieser seit 1949 als freiberuflicher Grafiker, davon die ersten zehn Jahre in einer Ateliergemeinschaft mit Hans Michel. Ab den 1960er Jahren wirkte er als Partner der Frankfurter Konzertagentur Lippmann+Rau, für die er fast alle Plakate gestaltete. Von 1981 bis 1992 war Kieser Professor für Visuelle Kommunikation an der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal. Seine Arbeiten finden weltweit Anerkennung und wurden beispielsweise auf der „Documenta“ in Kassel oder im „Museum of Modern Art“ in New York ausgestellt.
Nach dem Mauerfall 1989 engagierte sich Günther Kieser im „Eisenacher Kulturkreis“ und ist heute Kuratoriumsmitglied der Lippmann+Rau-Stiftung mit Sitz in Eisenach.
Die Ausstellung „Günther Kieser: Der vielfarbige Einzelgänger – Plakate aus fünfzig Jahren“ wird bis zum 14. November im Stadtschloss des Thüringer Museums präsentiert und ist geöffnet: montags bis freitags – 10 Uhr bis 18 Uhr, samstags, sonn- und feiertags – 10 Uhr bis 17 Uhr.
Sonderausstellungen im Stadtschloss
"Thüringer Künstler zu Bach & Kant“
Unter dem Titel „Thüringer Künstler zu Bach & Kant: Zwei Mappenwerke des D 206. THÜRINGER SEZESSION“ präsentiert das Thüringer Museum Eisenach ab Pfingstsonntag, 23. Mai, eine neue Sonderausstellung im Stadtschloss. Eröffnet wird die Exposition am Samstag, 22. Mai, 15 Uhr.
In der neuen Sonderausstellung im Stadtschloss zeigt die Künstlervereinigung „D 206. THÜRINGER SEZESSION“ Grafikmappen zu Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) und Immanuel Kant (1724 - 1804).
Der aus Eisenach stammende Musiker, dessen Todestag sich zum 260. Male jährt, und der bedeutende Philosoph aus Königsberg, ein Vertreter der europäischen Aufklärung, sind sich zeitlebens nie begegnet. Beiden ist jedoch gemein: sie übten maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung in der Musik respektive in der Philosophie aus. Mitglieder und Gäste der Thüringer Künstlervereinigung setzten sich mit dem musikalischen Werk Bachs und der Philosophie Kants auseinander und äußerten sich künstlerisch dazu. Die Ergebnisse fassten sie kaleidoskopartig in Mappen zusammen.
Die Arbeiten in den Grafikmappen „Bach“ und „Kant“ lassen individuelle Handschriften erkennen. Jeder Künstler deutet in der ihm eigenen Weise die Themen „Bach“ und „Kant“. Einige der Künstler wählten fast einen persönlichen Zugang an die Geistesgrößen aus dem 18. Jahrhundert: Nimmt in dem Farbholzschnitt „Magnificat, D-Dur, BWV 243“ Petra Albrecht auf eines der herausragenden Werke des Komponisten konkret Bezug - nähert sich Friedrich Rittweger der Deutung von „Philosophie“ in seiner Zeichnung „Sofie und der Filosof“ fast schon narrativ.
Dem Betrachter obliegt es selbst, sich dem geistesgeschichtlichen Phänomen, das sich hinter „Bach“ respektive „Kant“ verbirgt, zuzuwenden und dessen Bedeutung und Nachhaltigkeit in eigener Rezeptionsarbeit herauszufinden.
Die Künstlergemeinschaft D 206. THÜRINGER SEZESSION wurde vor 20 Jahren gegründet. Gemeinsame Ausstellungen an wechselnden Orten zu ausgewählten Themen sowie individuell gestaltete Arbeiten für ein gemeinschaftlich editiertes Mappenwerk kennzeichnen die Arbeitsweise der Gruppe. Die entstandenen Kassetten bestechen durch eine technische Vielfalt. Das übergeordnete Thema findet sich in Aspekten wieder als Radierung, Holz- oder Linolschnitt, Lithografie, Algrafie, Blindprägung oder im Pappdruck.
Die Sonderausstellung „Thüringer Künstler zu Bach & Kant: Zwei Mappenwerke des D 206. THÜRINGER SEZESSION“ wird bis zum 29. August 2010 im Stadtschloss des Thüringer Museums präsentiert. Sie ist geöffnet: Montag bis Freitag - 10 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag - 10 bis 17 Uhr.
Pressemitteilungen
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Veranstaltungen von: Freitag, 03.09.2010 - Mittwoch, 03.11.2010
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50 plus - Stadtrundfahrt / Stadtführung mit dem Kleinbus
Freitag, 03.09.201010:00 - 11:45Kategorie: EISENACH, TOURISMUSVeranstaltungsort: Lutherhaus50 plus - Stadtrundfahrt / Stadtführung mit dem Kleinbus durch die Eisenacher Villenviertel und die Altstadt, Preis pro Person 13 €, Telefon - Nr. 036925/ 25758, Weitere Informationen unter www.eisenachtours.de
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Freitag, 03.09.201010:00 - 18:00Kategorie: EISENACH, TOURISMUSVeranstaltungsort: Thüringer Museum, Stadtschloß-MarstallDas Thüringer Museum Eisenach präsentiert in Kooperation mit der Lippmann+Rau-Stiftung im Stadtschloss am Markt ab 29. August eine neue Sonderausstellung mit dem Titel »Günther Kieser: Der vielfarbige Einzelgänger - Plakate aus fünfzig Jahren”.
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