Wirtschaftsnotizen
IWH-Industrieumfrage im November 2011: Schere zwischen Geschäftslage und Erwartungen öffnet sich
IWH-Pressemitteilung 51/2011 - Halle (Saale): 06.12.2011
In der IWH-Industrieumfrage vom November unter rund 300 Unternehmen zeigen die beiden Stimmungsindikatoren „Lage“ und „Aussichten“ kein einheitliches Bild: Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage ist seit der Septemberumfrage um sechs Punkte gestiegen, die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monaten sind hingegen um neun Punkte gefallen. Zwar überwiegen die optimistischen Urteile deutlich, doch die Unternehmen sind vorsichtiger geworden. Der Anteil, der die Lage und die Aussichten mit „gut“ bewertet, ist seit der letzten Umfrage geringer geworden, und im Gegenzug hat sich der Anteil der „eher guten“ Bewertungen erhöht. ...mehr
Wirtschaft wächst laut Konjunkturforschern im Sommer weiter
TLZ - Dietmar Grosser: 28.7.2011
Die Konjunkturforscher rechnen für 2011 insgesamt mit einer noch höheren Dynamik als im vergangenen Jahr. Die deutsche Wirtschaft gewinnt trotz erster Dämpfer weiter an Fahrt und erweist sich inmitten der stürmischen Krisenszenarien am Rand des Euro-Raumes weiter als Fels in der Brandung.
Berlin. Auch im Sommer dürfte die wirtschaftliche Dynamik der deutschen Unternehmen noch einmal zulegen, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Das Bruttoinlandsprodukt soll sich nach Berechnungen der Konjunkturexperten zwischen Juli und September um 0,5 Prozent verbessern. "Aufgrund positiver Signale vom Wohnungsbau und auch aus Teilen des Dienstleistungssektors besteht die Chance, dass das Wachstum im dritten Quartal höher ausfällt, als erwartet", sagte DIW-Konjunkturexperte Simon Junker.
Aus Sicht des auf die neuen Länder spezialisierten Hallenser Institutes für Wirtschaftsforschung (IWH) hält der Aufschwung auch im Osten an.
Die ostdeutsche Wirtschaft schlage in diesem Jahr ein höheres Wachstumstempo als im Jahr nach der Krise an. Treibende Kraft bleibe die Industrie, die bereits 2010 dank der Integration in die gesamtdeutschen Wertschöpfungsketten fast so kräftig zulegte wie in Westdeutschland. Im Gefolge des Produktionswachstums wird sich auch die Lage auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt weiter verbessern, erwartet das IWH.
Die Zahl der Erwerbstätigen wird - wie im Jahr zuvor - um 0,6 Prozent zunehmen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen wird mit 58.000 - gemessen am Beschäftigungsaufbau - sogar überproportional abnehmen. Heute gibt die Bundesagentur für Arbeit (BA) die aktuellen Arbeitslosenzahlen für Juli bekannt.
Eisenacher Industrie knackte die 2 Milliarden-Marke
IHK RSC-Eisenach PM - Eisenach: 24.2.2011
Die Industrie ist weiter auf der Erfolgsspur. Die Stadt Eisenach erwirtschaf-tete 2010 einen Industrieumsatz von 2.090 Mio. €, 17,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Vorkrisenniveau von 2008 wurde fast wieder erreicht.
Eisenach belegt damit hinter dem Landkreis Gotha den 2. Platz im Regio-nalranking des Kammerbezirkes Erfurt. Auf Platz 2 folgt der Wartburgkreis. Die Industrie des Kreises steigerte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17,4 Prozent auf 1.894 Mio. €.
„Als Motor der konjunkturellen Entwicklung punktet inzwischen nicht mehr nur das Auslandsgeschäft, auch die Inlandsnachfrage konnte zulegen“, informiert Stefan Fricke, Leiter des Regionalen Service-Centers Eisenach der IHK Erfurt.
2010 dominierten bei den Wirtschaftszweigen die Hersteller von Kraftwa-gen und Kraftwagenteilen, vor der Nahrungsmittelindustrie und der Her-stellung von Metallerzeugnissen.
In der Wartburgregion gibt es 88 Industriebetriebe mit über 50 Beschäftig-ten. In diesen Unternehmen waren 2010 insgesamt 17.169 Personen beschäftigt.
„Die aktuellen Konjunkturdaten stimmen auch für die kommenden Monate optimistisch. Vieles spricht dafür, dass die Wirtschaft auch nach der zwi-schenzeitlichen Aufholjagd weiter deutlich wächst“, zeigt sich der RSC-Leiter zuversichtlich.
Sowohl die gute Arbeitsmarktlage als auch die rege Investitionstätigkeit der Unternehmen werden der Binnenwirtschaft entsprechenden Auftrieb geben.
Industrie und unternehmensnahe Dienstleistungen haben laut aktueller Konjunkturumfrage gut gefüllte Auftragsbücher und weitgehend ausgelas-tete Kapazitäten.
„Allerdings sind die Risiken für die Konjunktur in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen“, gibt Stefan Fricke zu bedenken. Zu ihnen gehören ein möglicher Super-GAU in Japan, anhaltende Unruhen in den Ölstaaten Nordafrikas und des Nahen Ostens sowie eine höhere Inflation. Mittler-weile hat die Inflationsrate bereits die Stabilitätsschwelle von zwei Prozent überschritten. Das kostet Kaufkraft und dämpft die Konjunktur, kann sie aber nicht abwürgen.
IWH-Industrieumfrage in Ostdeutschland zum Jahresauftakt 2011: Anhaltender, robuster Aufschwung
IWH-Pressemitteilung 7/2011 - Halle (Saale): 24.2.2011
Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands erwärmte sich im Jahr 2010 spürbar – in der ersten Jahreshälfte sehr dynamisch, in der zweiten etwas verhaltener. Vor allem die vom IWH befragten mittleren und großen Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten berichten über ein gutes Geschäftsjahr. Eine deutliche Mehrheit dieser Unternehmen ist im Exportgeschäft tätig und hat von der erstarkten Auslandsnachfrage profitiert. ...mehr
IWH-Industrieumfrage im Januar 2011: Optimistischer Start ins neue Jahr
IWH-Pressemitteilung 4/2011 - Halle (Saale): 3.2.2011
Im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands herrscht weiterhin gute Stimmung. Das zeigen die Ergebnisse der IWH-Industrieumfrage vom Januar unter rund 300 Unternehmen. Die aktuelle Geschäftslage wird zwar geringfügig schlechter beurteilt als im vergangenen November (drei Saldenpunkte weniger). Doch der Saldo der Geschäftserwartungen ist gegenüber der Novemberumfrage deutlich um 15 Punkte angestiegen ... mehr
Wirtschaftswachstum beeinflusst Wanderungssaldo zwischen Ost- und Westdeutschland
IWH-Pressemitteilung 2/2011 - Halle (Saale): 13.01.2011
Die„Maueröffnung" vor 21 Jahren und der Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft begründeten zu Beginn der deutschen Vereinigung eine Welle der Übersiedlung von Ost- nach Westdeutschland, die in den Jahren 1989 bis 1991 Massencharakter annahm.
Nach dem Neustart der Wirtschaft in Ostdeutschland unter marktwirtschaftlichen Verhältnissen ebbte die Abwanderung bei vergleichsweise stabiler Zuwanderung deutlich ab. Die wirtschaftliche Aktivität stieg von einem niedrigen Niveau ausgehend kräftig und übertraf die des Westens deutlich an Dynamik. Erst als die ostdeutsche Wirtschaft ihren Wachstumsvorsprung gegenüber dem Westen in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre verlor, nahm die Abwanderung wieder sichtlich zu. Die Aussichten auf eine durchgreifende und anhaltende Verbesserung der Einkommens- und Arbeitsplatzverhältnisse hatten sich eingetrübt, und der wirtschaftliche Aufholprozess geriet ins Stocken. Bis zum Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 verharrte die Abwanderung auf einem doppelt so hohen Niveau wie in den wirtschaftlichen Aufholjahren Mitte der 1990er.
In der Wirtschafts- und Finanzkrise, die im Jahr 2009 die ostdeutsche Wirtschaft nicht ganz so kräftig traf wie die westdeutsche, verringerte sich auch die Abwanderungsneigung. Allerdings halbierte sich 20 Jahre nach dem starken Geburtenknick in Ostdeutschland auch das Abwanderungspotenzial zahlenmäßig. Die Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften trug ein Übriges zur gesunkenen Abwanderungsneigung bei. Diese Tatsachen legen die Vermutung nahe, dass sich die wirtschaftlich prosperierenden Gebiete in Ostdeutschland von Auswanderungs- in Zuwanderungsregionen wandeln. Um eine qualifizierte Zuwanderung zu attrahieren, muss jedoch das Arbeitsplatzangebot attraktiv genug sein.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Udo Ludwig
Tel.: +49 (0) 345/7753-754, E-Mail: Udo.Ludwig(at)iwh-halle.de
Pressekontakt:
Tobias Henning
Tel.: +49 (0) 345/7753-720, E-Mail: presse(at)iwh-halle.de
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) widmet sich der Erforschung der Entwicklungen „Von der Transformation zur europäischen Integration". Dieses Forschungsprofil ist auf zwei Bereiche konzentriert: Programmbereich I befasst sich mit Wachstum und wirtschaftlicher Integration, Programmbereich II mit der Analyse von Transformationsprozessen. Unter dem allgemeinen Forschungsthema genießt die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands besondere Aufmerksamkeit. Das IWH ist in drei wissenschaftlichen Abteilungen organisiert: Makroökonomik, Strukturökonomik und Stadtökonomik. Die Forschung wird in inhaltlich definierten Forschungsschwerpunkten durchgeführt, die auf mittlere Frist eingerichtet sind und abteilungsübergreifend spezifische Kompetenzen bündeln. Diese Forschungsschwerpunkte sind als Ort der Einheit von wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftspolitischer Beratung zu verstehen. Das IWH ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Thüringer Industrie auch im Oktober mit Umsatzwachstum zum Vorjahr
EA: 20.12.2010
Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im Oktober 2010 einen Umsatz in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Oktober des Jahres 2009 wurden 214 Millionen Euro bzw. 10,6 Prozent mehr erzielt.
Kumulativ, d.h. von Januar bis Oktober 2010, stiegen die Umsätze (bei gleicher Anzahl von Arbeitstagen) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 2,5 Milliarden Euro bzw. 13,9 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro.
Ende Oktober 2010 waren in den Thüringer Industriebetrieben 128 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 2 877 Beschäftigte bzw. 2,3 Prozent mehr als Ende Oktober 2009.
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Die 854 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten in der Thüringer Industrie (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erzielten im Oktober 2010 einen Umsatz in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Damit sanken nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Umsätze zum Vormonat um 3,8 Prozent bzw. 89 Millionen Euro. Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 214 Millionen Euro bzw. 10,6 Prozent (bei einem Arbeitstag weniger).
Von Januar bis Oktober 2010 stiegen die Umsätze (bei gleicher Anzahl von Arbeitstagen) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 2,5 Milliarden Euro bzw. 13,9 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro.
Umsatzstarke Wirtschaftszweige mit einem hohen Umsatzwachstum im Oktober 2010 zum Vorjahresmonat waren
- die Hersteller von chemischen Erzeugnissen (+ 26,4 Prozent)
- der Maschinenbau (+ 24,5 Prozent)
- die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+ 18,4 Prozent)
- Metallerzeugung und -bearbeitung (+ 17,7 Prozent)
- die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen (+ 13,1 Prozent)
- die Hersteller Sonstiger Waren (+ 11,7 Prozent)
- die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+ 10,4 Prozent)
- die Hersteller von Möbeln (+ 9,6 Prozent).
Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (- 22,1 Prozent) wiesen auch im Oktober 2010 einen Umsatzrückgang aus.
Beim Geschäft mit den inländischen Abnehmern wurde im Oktober 2010 zum Vorjahresmonat ein Umsatzanstieg um 126 Millionen Euro bzw. 8,8 Prozent ermittelt.
Von Januar bis Oktober 2010 betrug der Inlandsumsatz 14,3 Milliarden Euro, 12,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Auslandsumsätze erhöhten sich im Oktober 2010 zum Vorjahresmonat um 14,8 Prozent bzw. 89 Millionen Euro.
Von Januar bis Oktober 2010 lagen die Ausfuhren bei 6,5 Milliarden Euro, 16,7 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Von Januar bis Oktober 2010 stiegen die Exporte Thüringens in die Länder der Eurozone um 12,1 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. In die Länder außerhalb der Eurozone erhöhten sich die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,5 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Die Exportquote lag von Januar bis Oktober 2010 bei 31,3 Prozent und war damit um 0,7 Prozentpunkte höher als im gleichen Zeitraum 2009.
Ende Oktober 2010 waren in den Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten 128 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 2 877 Beschäftigte (+ 2,3 Prozent) mehr als Ende Oktober 2009.
Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) erhöhte sich von Januar bis Oktober 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 15,3 Prozent auf 166 Tausend Euro.
Quelle: pm/tls 14.12.2010 Nr. 385
Die Thüringer Industrie im deutschlandweiten Vergleich
EA: 30.09.2010
Der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigen stieg im Juli 2010 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat um 9,5 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. In der Summe der neuen Bundesländer wurde mit 9,9 Prozent ein höherer Anstieg erreicht. Deutschlandweit war der Umsatzzuwachs mit 11,3 Prozent ebenfalls höher.
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Der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigen stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Juli 2010 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat um 9,5 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. In der Summe der neuen Bundesländer wurde mit 9,9 Prozent ein höherer Anstieg erreicht. Deutschlandweit war der Umsatzzuwachs mit 11,3 Prozent ebenfalls höher. Im bundesweiten Ländervergleich erreichte Thüringen den 9. Platz bei der Umsatzentwicklung.
Der Thüringer Absatz auf den inländischen Markt stieg im Juli 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,8 Prozent. In den Industriebetrieben aller neuen Bundesländer und in Deutschland wurden mit 9,0 bzw. 9,3 Prozent höhere Zuwächse beim Inlandsumsatz erzielt. Mit seinem Umsatzanstieg im Geschäft mit dem Inland rangierte Thüringen auf dem 7. Platz.
Der Auslandsumsatz Thüringens erhöhte sich im Juli 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,0 Prozent. In den Industriebetrieben der neuen Bundesländer erhöhte sich dieser um 11,7 Prozent. Deutschlandweit stieg er um 13,8 Prozent und damit deutlicher als in Thüringen. Bei der Entwicklung des Auslandsgeschäftes rangierte Thüringen auf dem 8. Platz der Bundesländer.
Die Exportquote, d.h. der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, betrug in Thüringen 31,1 Prozent. Damit war sie um 2,2 Prozentpunkte niedriger als die der neuen Bundesländer und lag um 14,3 Prozentpunkte unter dem deutschlandweiten Wert.
Bei der Entwicklung der Beschäftigten lag Thüringen im Juli 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einen leichtem Plus von 0,1 Prozent über der Entwicklung in den neuen Bundesländern. Hier wurde ein Rückgang um 0,3 Prozent ermittelt. In Deutschland sank die Beschäftigtenzahl etwas stärker um 2,0 Prozent. Thüringen lag an 4. Stelle aller Bundesländer.
Der Umsatz je Beschäftigten stieg in Thüringen langsamer als im Durchschnitt der neuen Bundesländer und als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer rangierte Thüringen auf Platz 10.
Quelle: pm/tls 28.09.2010 Nr. 293
Die Thüringer Industrie im Mai 2010
EA: 13.07.2010
Thüringer Industrie auch im Mai mit zweistelligem Umsatzwachstum zum Vorjahr
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Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im Mai 2010 einen Umsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Damit erhöhten sich die Umsätze zum Vormonat um 0,9 Prozent bzw. 19 Millionen Euro. Die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr stiegen weiter an. Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 334 Millionen Euro bzw. 19,4 Prozent (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen).
In den ersten fünf Monaten 2010 stiegen die Umsätze (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 1,2 Milliarden Euro bzw. 13,5 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.
Ende Mai 2010 waren in den Thüringer Industriebetrieben 124 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 2 321 Beschäftigte bzw. 1,8 Prozent weniger als Ende Mai 2009.
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Die 854 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten in der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erzielten im Mai 2010 einen Umsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Damit erhöhten sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Umsätze zum Vormonat um 0,9 Prozent bzw. 19 Millionen Euro. Die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr stiegen weiter an.
Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 334 Millionen Euro bzw. 19,4 Prozent (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen).
In den ersten fünf Monaten 2010 stiegen die Umsätze (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 1,2 Milliarden Euro bzw. 13,5 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.
Umsatzstarke Wirtschaftszweige mit einem hohem Umsatzwachstum im Mai 2010 zum Vorjahresmonat waren die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+ 39,9 Prozent), die Metallerzeugung und -bearbeitung (+ 31,2 Prozent), die Hersteller von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (+ 24,3 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (+ 22,3 Prozent), die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 22,0 Prozent), die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+ 20,9 Prozent) und die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 19,9 Prozent).
Nur die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen und die Getränkeherstellung wiesen im Mai 2010 Umsatzrückstände zum Vorjahresmonat um 17,7 bzw. 0,2 Prozent aus.
Beim Geschäft mit den inländischen Abnehmern wurde im Mai 2010 zum Vorjahresmonat ein Umsatzanstieg um 222 Millionen Euro bzw. 18,7 Prozent ermittelt.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres betrug der Inlandsumsatz 6,7 Milliarden Euro, 11,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Auslandsumsätze erhöhten sich im Mai 2010 zum Vorjahresmonat um 20,9 Prozent bzw. 112 Millionen Euro. Von Januar bis Mai lagen die Ausfuhren bei 3,1 Milliarden Euro, 17,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
In den ersten fünf Monaten 2010 stiegen die Exporte Thüringens in die Länder der Eurozone um 10,1 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. In die Länder außerhalb der Eurozone erhöhten sich die Ausfuhren sogar um 31,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
Die Exportquote lag von Januar bis Mai 2010 bei 31,7 Prozent und war damit um 1,1 Prozentpunkte höher als in den ersten fünf Monaten 2009.
Ende Mai 2010 waren in den Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten 124 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 2 321 Beschäftigte (- 1,8 Prozent) weniger als Ende Mai 2009.
Bei gesunkener Beschäftigtenzahl und gleichzeitigem Umsatzanstieg erhöhte sich die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) von Januar bis Mai 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 17,3 Prozent auf 79 Tausend Euro.
Quelle: pm/tls 13.07.2010 Nr. 207
Die Thüringer Industrie im April 2010
EA: 11.06.2010
Thüringer Industrie weiterhin mit zweistelligem Umsatzwachstum zum Vorjahr
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Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im April 2010 einen Umsatz in Höhe von 2,0 Milliarden Euro. Obwohl sich die Umsätze zum Vormonat um 9,6 Prozent bzw. 217 Millionen Euro verringerten, blieben die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr stabil: Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 307 Millionen Euro bzw. 17,7 Prozent (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen).
In den ersten vier Monaten 2010 stiegen die Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen) um 837 Millionen Euro bzw. 12,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.
Ende April 2010 waren in den Thüringer Industriebetrieben 124 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 3 361 Beschäftigte bzw. 2,6 Prozent weniger als Ende April 2009.
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Die 854 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten in der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im April 2010 einen Umsatz in Höhe von 2,0 Milliarden Euro. Obwohl die Umsätze zum Vormonat um 9,6 Prozent bzw. 217 Millionen Euro zurückgegangen sind, blieben die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr stabil: Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 307 Millionen Euro bzw. 17,7 Prozent (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen). In den ersten vier Monaten 2010 stiegen die Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 (bei gleicher Zahl an Arbeitstagen) um 837 Millionen Euro bzw. 12,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.
Umsatzstarke Wirtschaftszweige mit einem hohem Umsatzwachstum im April 2010 zum Vorjahresmonat waren die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+ 35,1 Prozent), die Metallerzeugung und -bearbeitung (+ 31,6 Prozent), die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+ 30,5 Prozent), die Hersteller von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (+ 28,5 Prozent), die Hersteller von chemischen Erzeugnissen (+ 27,3 Prozent), die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 24,4 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (+ 24,1 Prozent) und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen (+ 23,1 Prozent).
Nur der Wirtschaftszweig Getränkeherstellung wies im April 2010 einen Umsatzrückgang zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent aus.
Beim Geschäft mit den inländischen Abnehmern wurde im April 2010 zum Vorjahresmonat ein Umsatzanstieg um 178 Millionen Euro bzw. 14,4 Prozent ermittelt.
In den ersten vier Monaten dieses Jahres betrug der Inlandsumsatz 5,3 Milliarden Euro, 10,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Auslandsumsätze erhöhten sich im April 2010 zum Vorjahresmonat um 26,2 Prozent bzw. 129 Millionen Euro.
Von Januar bis April lagen die Ausfuhren bei 2,5 Milliarden Euro, 16,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
In den ersten vier Monaten 2010 stiegen die Exporte Thüringens in die Länder der Eurozone um 7,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. In die Länder außerhalb der Eurozone erhöhten sich die Ausfuhren sogar um 34,5 Prozent auf 1,0 Milliarde Euro.
Die Exportquote lag von Januar bis April 2010 bei 31,8 Prozent und war damit um 1,3 Prozentpunkte höher als in den ersten vier Monaten 2009.
Ende April 2010 waren in den Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten 124 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 3 361 Beschäftigte (- 2,6 Prozent) weniger als Ende April 2009.
Bei gesunkener Beschäftigtenzahl und gleichzeitigem Umsatzanstieg erhöhte sich die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) von Januar bis April 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16,2 Prozent auf 63 Tausend Euro.
Quelle: pm/tls 11.06.2010 Nr. 171
Die Thüringer Industrie im deutschlandweiten Vergleich
EA: 26.05.2010
Umsatzsteigerung in Thüringen höher als in den neuen Bundesländern und nahezu gleich wie in Deutschland
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Der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigen stieg im März 2010 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat um 14,8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. In der Summe der neuen Bundesländer wurde mit 11,7 Prozent ein geringerer Anstieg erreicht. Deutschlandweit fiel der Umsatzzuwachs mit 14,9 Prozent geringfügig höher aus. Im bundesweiten Ländervergleich erreichte Thüringen den 8. Platz bei der Umsatzentwicklung.
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Der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigen stieg im März 2010 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat um 14,8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. In der Summe der neuen Bundesländer wurde mit 11,7 Prozent ein geringerer Anstieg erreicht. Deutschlandweit war der Umsatzzuwachs mit 14,9 Prozent geringfügig höher. Im bundesweiten Ländervergleich erreichte Thüringen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik den 8. Platz bei der Umsatzentwicklung.
Der Thüringer Absatz auf dem inländischen Markt stieg im März 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. In den Industriebetrieben aller neuen Bundesländer und in Deutschland wurde mit 8,9 bzw. 11,0 Prozent ein geringerer Zuwachs beim Inlandsumsatz erzielt. Mit seinem Anstieg im Geschäft mit dem Inland rangierte Thüringen auf dem 6. Platz.
Der Auslandsumsatz Thüringens erhöhte sich im März 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,1 Prozent auf 719 Millionen Euro. In den Industriebetrieben der neuen Bundesländer fiel der Zuwachs mit 17,5 Prozent etwas geringer aus als in Thüringen und in Deutschland mit 20,0 Prozent etwas höher. Im Auslandsgeschäft rangierte Thüringen auf dem 9. Platz der Bundesländer.
Die Exportquote, d.h. der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, betrug in Thüringen 31,9 Prozent. Damit war sie um 2,4 Prozentpunkte niedriger als die der neuen Bundesländer und lag um 13,8 Prozentpunkte unter dem deutschlandweiten Wert.
Bei der Entwicklung der Beschäftigten wurde für Thüringen im März 2010 zum Vorjahresmonat ein Minus von 3,5 Prozent ermittelt. In den neuen Bundesländern fiel der Rückgang mit 3,0 Prozent etwas geringer aus. In Deutschland sank die Beschäftigtenzahl etwas stärker um 4,3 Prozent. Thüringen lag an 6. Stelle aller Bundesländer.
Der Beschäftigtenrückgang bei gleichzeitigem Umsatzanstieg blieb nicht ohne Einfluss auf die Umsatzproduktivität: Der Umsatz je Beschäftigten stieg in Thüringen schneller als im Durchschnitt der neuen Bundesländer, jedoch langsamer als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer rangierte Thüringen auf Platz 10.
Quelle: pm/tls 26.05.2010 Nr. 140
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Trotz zunehmender Skepsis über die künftige Wirtschaftsentwicklung ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt überzeugt, dass auch in diesem Jahr zahlreiche neue Arbeitsplätze in Thüringen entstehen: „Bis zu 11.000 neue...
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