Das Gebäude - der historische Hellgrevenhof

Der Hellgrevenhof - rechts die Kemenate, das älteste Profangebäude in Eisenach

Die Stadtbibliothek Eisenach hat seit Januar 2002 im Hellgrevenhof ihr Domizil.

Der Hellgrevenhof ist ein historisch gewachsenes Bauensemble direkt an der alten Stadtmauer, dessen Ursprünge bis ins 12./13. Jahrhundert zurück reichen. Er steht an der Georgenstraße 43-47 und wird den westlichen und südlichen Stadtmauerresten des Georgentores umschlossen.

Im Laufe der Jahrhunderte diente der Hof unter anderem Wohn- und Kaufmannszwecken, als Amtsstube, Kornmagazin, Gasthof, Leihhaus und Tischlerei

 

Die Kemenate, ein bedeutender profaner Steinbau aus dem 15. oder frühen 16. Jahrhundert gehört zu diesem ehemaligen Lehnhof. Sie ist jetzt in den Komplex der Stadtbibliothek integriert. Die Kemenate ist das älteste erhaltene profane Bauwerk der Stadt Eisenach..

 

Auch in zahlreichen Sagen rund um die Wartburg und die Heilige Elisabeth spielt der Hellgrevenhof eine bedeutende Rolle: hier kehrten Heinrich von Ofterdingen und der ungarische Magier Klingsor während des Sängerwettstreits ein, hier soll Klingsor die Geburt der Heiligen Elisabeth voraus gesagt haben und hier fand die erst vierjährige ungarische Prinzessin zunächst Unterkunft, bevor sie 1221 mit dem Sohn des Thüringischen Landgrafen vermählt wurde.

 

Neben der Stadtbibliothek befinden sich im Ensemble des Hellgrevenhofs auch der Offene Hörfunkkanal "Wartburg-Radio 96,5" sowie die Gaststätte und Wanderherberge "Storchenturm"

 

Anfahrtsskizze/Lageplan

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