Geschichte

Die Eisenacher Volkshochschule wurde 1919 gegründet. Auf dieser Seite finden Sie einen kurzen Abriss zur Geschichte dieser bedeutenden Bildungsinstitution, den es hier in einer ausführlicheren Fassung auch zum Herunterladen gibt. 

 

2009 feierte man "90 Jahre VHS Eisenach"

Am 31. März 1919 fand im Hotel Zimmermann am Karlsplatz die Gründung des Vereins „Eisenacher Volkshochschule“ statt - der Grundstein der heutigen VHS. 18 namhafte Eisenacher Persönlichkeiten, die in den Kreisvorstand gewählt wurden, erklärten: „Man hofft durch die Hebung des Geistes des gesamten Volkes die tiefe Kluft, die zwischen der Bürger- und Arbeiterschaft besteht, zu überbrücken zum Heile des gesamten Volkswohls.“

 

Am 2. Mai 1919 wurde im Saal der „Erholung“ (bei der Wandelhalle) die Eröffnung der Volkshochschule gefeiert. Bereits für das Sommersemester 1919 meldeten sich 1400 Personen an. Der Unterricht fand statt im Gewerbehaus am Theaterplatz (heute Intendanz des Landestheaters), später in verschiedenen Schulgebäuden, besonders im Abbe-Gymnasium. Das erste Programm enthielt unter anderem einen heimatkundlichen Teil, Geschichte der Neuzeit, Unterricht über das menschliche Gemeinschaftsleben, in Sprache und Schrift, Familienrecht, Laienspiel sowie musikalische und literarische Veranstaltungen.

In der Alexanderstraße 85 konnte später ein Volkshochschulheim bezogen werden, in dem Unterricht, aber auch gesellige Veranstaltungen stattfanden.

Publikum bei der 90-Jahr-Feier der VHS

Als die Nazis 1933 die Macht in Deutschland ergriffen, begannen sie sofort mit der Gleichschaltung der Volkshochschulen. Der Name wurde in „Deutsche Heimatschule“ geändert. Die Schulen wurden der Abteilung Propaganda der NSDAP-Reichsleitung unterstellt. 1944 wurde unter Berufung auf den „totalen Krieg“ jede weitere Tätigkeit untersagt.

 

Nach dem Ende des Krieges schuf die sowjetische Militäradministration per Befehl Nr. 22 vom 23. Januar 1946 die gesetzliche Grundlage für das neue Volkshochschulwesen. Im April 1946 begann die Volkshochschule Eisenach eine „Vorbereitungszeit“, am 20. November 1946 wurde mit dem Befehl Nr. 502 die Eisenacher Volkshochschule mit einem Direktor und 29 Dozenten von der Militäradministration bestätigt. Mit ca. 800 Hörern, die sich für 80 Lehrgänge entschieden hatten, begann die Arbeit.

 

Mit der Gründung der DDR im Jahre 1949 erfolgte eine immer engere Einbindung der Volkshochschule in das staatliche System, das zunehmend von der SED bestimmt und geleitet wurde.
Nachdem 1954 die Volkshochschule dem Kulturministerium unterstellt wurde, begann die Ausrichtung als Institution für die „kulturelle Massenarbeit. Am 27. März 1956 wurde die Volkshochschule wieder dem Ministerium für Volksbildung unterstellt und erfüllte nun die Funktion einer allgemeinbildenden Schule für Erwachsene.
Die ursprünglichen Aufgaben, Funktionen und Inhalte der Volkshochschulbewegung gingen verloren und wichen einer immer stärkeren Einflußnahme von Partei und Staat. Ansätze von Veränderungen wurden erst Ende der achtziger Jahre spürbar.

Verleihung des Gütesiegels „Lernerorientierte Qualität in der Weiterbildung" 2007

Die Zeit der Wende 1989/90 brachte auch für die Kreisvolkshochschule Eisenach einen Neubeginn. So wurden zum Beispiel die Angebote der Kreisvolkshochschule Ludwigsburg genutzt, Erfahrungen und praktische Hilfe anzunehmen. Besonders fruchtbar sind auch die Verbindungen zum Kreis Hersfeld-Rotenburg und die Partnerschaft mit Marburg.
Seit September 1991 verfügte die Kreisvolkshochschule erstmals wieder über ein eigenes Gebäude - sie zog in das der Katholischen Kirche gehörende Haus in der Sophienstraße 8 ein.

 

Am 1. Januar 1998 wurde aus der Kreisvolkshochschule bedingt durch die Kreisfreiheit der Stadt Eisenach die Volkshochschule der Stadt Eisenach.
2000 übernahm Eva Hedwig die Leitung der Schule.
2006 wurde nach Auflösung des Vereins Eisenacher Zeichenschule 1784 e.V. und der Übergabe des Vereinsvermögens an die Stadt Eisenach die VHS-Kunstwerkstatt Eisenacher Zeichenschule etabliert.

Im Februar 2007 bezog die Volkshochschule Eisenach das Gebäude Schmelzerstraße 19.
2007 wurde die VHS zertifiziert - mit dem Gütesiegel für „LQW - Lernerorientierte Qualität in der Weiterbildung".

 

Heute bietet die VHS pro Semester rund 250 Kurse an. Fast 5.000 Menschen nutzen die Angebote pro Halbjahr im Durchschnitt. Erwachsenenbildung und Gesundheitsförderung haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.
Aber auch die Computer, Sprach-, und Kunstkurse erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit - wie auch die Vorträge der VHS-Akademie und die Angebote für Senioren.

 

 

Hier gibt es die ausführliche Fassung der Chronik 

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