"Von der Wartburg in die Welt"


Festwoche 500 Jahre Reformation: 4. bis 7. Mai 2017

Die Reformation ist ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung. Die epochalen Veränderungen, die sie hervorbrachte, hatten Wirkungen quer durch alle Kontinente. Was von ihr ausging, ist darum ein Ereignis nicht nur von nationaler, sondern von europäischer, ja, weltweiter Relevanz. Der Freistaat Thüringen mit seinen zahlreichen Erinnerungsorten an die Reformation betrachtet sich in diesem Kontext als Kernland der Reformation. An dessen einzigartige historische Zeugnisse und kulturelle Schätze wie an auch deren vielfältige Ressourcen und Potenziale ist in der Reformationsdekade „Luther 2017“ anzuknüpfen.

 

 

Der Stadt Eisenach und dem Wartburgkreis als zentralen Bestandteilen der Welterberegion zwischen Wartburg, Thüringer Wald und Hainich wachsen im Jubiläumsjahr 2017 aus Anlass des 500. Jahrestages des Beginns der Reformation eine besondere nationale und internationale Bedeutung zu.

 

In diesem geschichtlichen Kontext kommen der Stadt Eisenach, der Wartburg und dem Wartburgkreis eine besondere Bedeutung zu. Hier befindet sich das Stammhaus Martin Luthers. Luther, dessen Ideen den Prozess der Reformation initiierten, hat in Eisenach einen Teil seiner schulischen Sozialisation erlebt und auf der Wartburg das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzt. Sein Text fand eine weite Verbreitung und wurde zu einem Motor der Reformation. Gleiches gilt auch für das kirchenmusikalische Werk Johann Sebastian Bachs, dessen Wurzeln in Eisenach liegen.

 

Mit dieser Tatsache identifizieren sich Eisenach, die Wartburg und der Wartburgkreis. Sie nehmen die daraus erwachsende Verantwortung an. Die Exposition „Luther und die Deutschen“ 2017 auf der Wartburg und die 2015 zu eröffnende, neue Dauerausstellung des Lutherhauses „Luther und die Bibel“ eröffnen dabei die breit gefächerte Dimension der reformatorischen Erinnerung. In diesem Rahmen entwickeln die Stadt Eisenach, die Wartburg und der Wartburgkreis jenes Selbstbild, mit dem sie sich in diesem Jubiläumsjahr der Öffentlichkeit zu präsentieren beabsichtigen.

 

Zum Erfahrungsort Reformation gehört auch der 117. Deutsche Wandertag, der 2017 in Eisenach und im Wartburgkreis stattgefunden hat. Wandern und Pilgern sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Insofern ist auch der Wandertag untrennbarer Bestandteil des Reformationsjubiläums.

Unser Programm

Reformationsfestwoche "Von der Wartburg in die Welt - Festwoche - 500 Jahre Reformation
4. bis 7. Mai 2017 - Unser Programm für Sie

Die Eisenacher Partnerstädte von Marburg (Deutschland), Sárospatak (Ungarn) und Mogilev (Weißrussland), über Sedan (Frankreich) und Skanderborg (Dänemark), bis Waverly/Iowa (USA) stellten jeweils ihre ganz eigenen Reformationsgeschichten vor und zeigten, wie die Ideen des Bibelprofessors und sein Nachwirken in der Gegenwart in ihrer Heimat empfunden werden. Gemeinsam wurde musiziert und am 5. Mai der kunterbunte Kinder- und Jugendtag begangen. Am folgenden Tag fand unter dem Motto „Gemeinden zeigen ihr Gesicht“ unter anderem eine Präsentation der internationalen Partnerstädte auf dem Marktplatz statt. Zum Abschluss der Festwoche wurde am 7. Mai ein Ökumenischer Gottesdienst gefeiert.