Hugo Brehme

Hugo Brehme wurde am 3. Dezember 1882 in Eisenach geboren.

Er studierte das fotografische Handwerk in Erfurt und begann seine berufliche Tätigkeit in den deutschen Kolonien Afrikas.

1905 brach Brehme erstmals nach Mexiko auf. 1908 ließ er sich dort endgültig nieder. Er errichtete sein eigenes Atelier und Geschäft. Hugo Brehme war fotografischer Zeuge der Mexikanischen Revolution. Er hat die Ereignisse, aber auch die Personen wie den Bauernführer Emiliano Zapata im Bild festgehalten.

Vor allem aber hat Brehme die weiten Landschaften und die Metropole Mexikos zum Hauptthema seiner Arbeit erkoren.

 

Bis zu seinem Tod am 13. Juni 1954 arbeitete Brehme, der mehrere Preise gewann, als Fotograf in Mexiko-Stadt. Er hat ein umfangreiches, historisch wie künstlerisch bedeutsames Werk geschaffen. Die Foto-Sammlung von Hugo Brehme im Nationa-len Fotoarchiv in Pachuca/Hidalgo wurde im Jahr 2002 in das Programm "Gedächtnis der Welt" der UNESCO aufgenommen.


Hugo Brehme zählt zu den bedeutendsten Fotografen Lateinamerikas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er gehört zu denen, die in Mexiko die Fotografie auf die Höhe der Kunst gehoben haben.

Hugo Brehme wurde in Mexiko in den vergangenen zwanzig Jahren mehrfach mit Ausstellungen und Publikationen geehrt. Obwohl er viele Jahrzehnte das Mexiko-Bild in Deutschland prägte, wurde sein Leben und Werk erst vor kurzem in einer Ausstel-lung gezeigt - im Juni 2004 im Berliner Martin-Gropius-Bau.

Die Ausstellung, die vom 10. Juli bis 28. August 2005 auch im Marstall des Ei-senacher Stadtschlosses zu sehen ist, umfasst über 200 Aufnahmen sowie Neuab-züge, außerdem handkolorierte Fotos und Postkarten.
Ergänzend zu den Fotografien beinhaltet die Ausstellung eine Auswahl von Publika-tionen, für die Fotos von Hugo Brehme verwendet wurden, darunter Reiseführer und Sachbücher sowie Zeitschriften.