Wartburg-Stadion

Das Eisenacher Wartburg-Stadion gehört zum Sportkomplex an der Katzenaue - wie auch das Sport- und Freizeitbad "Aquaplex", die Werner-Aßmann-Halle, eine Skater-Anlage, eine Kegelhalle und weitere Sportstätten.

Das Stadion ist eine traditionsreiche, aber auch moderne Wettkampfstätte. Es wurde 2010 umfangreich saniert. Seitdem ist das Stadion eine Wettkampfanlage Typ B, das heißt, sie verfügt über sechs Laufbahnen (400-Meter-Rundumlauf-Bahnen) sowie Kurzstreckenbahnen (100 Meter Sprint und 110 Meter Hürden), zwei Hochsprunganlagen, eine Kugelstoßanlage sowie weitere Anlagen für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport. Zudem ist eine automatische Beregnungsanlage für die Sportrasenflächen installiert. Eine Speer- und Hammerwurfanlage wurde bereits baulich vorbereitet. Der Rasen ist ebenfalls neu.

Unter anderem bestreitet hier der Oberligist FC Eisenach seine Heimspiele. 

Geschichte des Wartburg-Stadions

Nach sechsjähriger Bauzeit wurde das Eisenacher Wartburg-Stadion am 19. Juni 1955 eingeweiht. Die Eisenacher Bevölkerung hatte im "Nationalen Aufbauwerk" tausende von Stunden freiwillig beim Bau mitgearbeitet, der Staat investierte 550.000 Mark.

Der Meister des Sports, Handballer Werner Aßmann (sein Name ist verewigt in der Werner-Aßmann-Halle, in der heute der ThSV sein Spiele absolviert) nahm vor 15.000 jubelnden Menschen die Weihe der Sportstätte zum "Wartburg-Stadion" vor. Bürgermeister Harden übernahm das Stadion in die Obhut des Rates der Stadt. Als lustige beifallsumrauschte Einlage bestritten zur Einweihung die Sommergewinns-Originale "Henner und Frieder" einen 400-Meter-Lauf. Nach dem Turn- und Sportfest spielte auf der Rasenfläche Motor Eisenach gegen den westdeutschen TuS Lintfort Handball und unterlag mit 13:17 (8:9). Den Abschluss des großen Tages bildete ein Fußballvergleich zwischen dem nun im Wartburgstadion beheimateten DDR-Ligisten Motor Eisenach und dem Oberligavertreter Motor Zwickau, den Zwickau mit 6:2 gewann.

 

Über die Jahrzehnte erlebte das Wartburg-Stadion viele sportliche Höhepunkte.

Die Leichtathletik-Junioren der DDR und der CSSR waren im Juli 1963 zu Gast.

Im September 1967 trafen in einem Fußball-Ländervergleich die Olympiamannschaften der DDR und Ungarn aufeinander. 14.000 Zuschauer bejubelten den Siegestreffer durch Klaus Sammer zum 2:1 in der 90. Spielminute.
Im August 1971 traf die Fußball-Nationalmannschaft der DDR im Wartburg-Stadion in einem Freundschaftsspiel auf den Irak.
Die Leichtathletik-Ländermannschaften der CSSR und der DDR standen sich im Juli 1983 zu einem sportlichen Kräftemessen hier gegenüber.
Im Mai 1988 wurden die DDR-Meisterschaften im Bogenschießen hier ausgetragen, wobei die Eisenacher Lok-Sportler mit Frank Görwitz und Dr. Günther Stoll achtbar abgeschnitten haben und immerhin die Runde der letzten 16 erreichten.

Nach der Wende sorgten trotz nicht immer optimaler Bedingungen vor allem bei Leichtathleten für positive Schlagzeilen weit über die Stadtgrenzen hinaus.