Projektinformationen 2018

29. Juni: Beeindruckendes Projekt mit klarer Struktur: Berliner Architektenteam gewinnt Planungswettbewerb um neue Sportarena/Schule

Der Sieger steht seit heute (29. Juni) fest: dichter Architekturgesellschaft mbH, Berlin – Raoul Kunz, FABRIK°B Architekten, Berlin – Christian Wolff und bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh, Berlin – Timo Herrmann haben den Planungswettbewerb für die Sportarena inklusive Schulstandort auf dem Heinrich-Ehrhardt-Platz gewonnen. Sie belegten mit deutlichem Abstand den ersten Platz. Anstatt das Industriedenkmal O1 grundsätzlich zu konservieren oder zum Original zurückzuführen, wollen sie je nach Erfordernissen Teile erhalten, restaurieren oder durch neue Baustoffe ersetzen. Durch das Miteinander von Schule und Sporthalle füllen sie das Industriedenkmal wieder mit Leben.


„Mit der konsequenten Arbeit gelingt es den Verfassern Geschichte, Bestand und die neuen Anforderungen zu einem beeindruckenden Projekt von großer poetischer Dichte zu entwickeln. Das Projekt kann zudem kraftvoller wie stimulierender Anker für die weitere Entwicklung des Areals werden“, zitierte Oberbürgermeisterin Katja Wolf aus der Jurybegründung. Weiter heißt es: „In einer beeindruckenden Klarheit extrahieren die Verfasser den besonderen Geist dieses industriell historisch geprägten Ortes und entwickeln daraus ein stringentes Konzept von hoher atmosphärischer Dichte.“


Katja Wolf gratulierte dem Siegerteam aus Berlin – dichter Architekturgesellschaft mbH, Berlin – Raoul Kunz; FABRIK°B Architekten, Berlin – Christian Wolff und bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh, Berlin – Timo Herrmann, das den Planungswettbewerb für die Sportarena inklusive Schulstandort auf dem Heinrich-Ehrhardt-Platz gewonnen hat. „Der Entwurf passt städtebaulich hervorragend in das Areal und verbindet Schule und Sporthalle sehr gut miteinander. Schon anhand der Zeichnungen kann ich mir vorstellen, dort über die offenen und mit Bäumen bepflanzten Plätze zu spazieren und das Gebäude auf mich wirken zu lassen. Der Entwurf wirkt einladend, verbindet alte und neue Elemtente des O1 und überzeugt mit seiner klaren Struktur“, betonte die Oberbürgermeisterin bei der Preisverleihung im Ratssaal des Eisenacher Rathauses. Dabei verriet sie, dass die siebenköpfige Fachjury einstimmig für den Berliner Entwurf votiert hatte. Er landete mit großem Abstand auf dem ersten Platz.

 

Verfahrensbetreuer Thomas Wittenberg (Büro Wittenberg Architektur, Weimar) stellte den Ablauf des Planungswettbewerbs und des Preisgerichtes vor und erläuterte die Entscheidung für die Preisträger. „Es waren zwölf Wettbewerbsarbeiten eingegangen, die eine große Bandbreite zeigten“, betonte Wittenberg. Die Jury bewertete vor allem die Zuordnung der Funktionen im Gebäude, die Gestaltung des Umfeldes und die Wirtschaftlichkeit des Projektes. „Nach zwei Wertungsrundgängen war die Jury ziemlich schnell vom jetzigen Sieger-Entwurf überzeugt“, fasst der Verfahrensbetreuer zusammen. 


Nach der offiziellen Preisverleihung erläuterten Christian Wolff, Raoul Kunz und Johannes Schulze (bbz landschaftsarchitekten berlin) ihre Arbeit im Foyer der Stadtverwaltung. „Es war sehr interessant zu überlegen, wie ein ganzer Stadtteil damit wieder aktiviert werden kann. Wir wollten einen Ort planen, wo sich Menschen treffen und kommunizieren können“, erläuterte Raoul Kunz.  


„Ein Gebäudekörper - zwei Nutzungen: 


Von der Friedrich-Naumann-Straße aus lädt direkt hinter dem AWE-Torhaus ein großer Vorplatz ein, das Gebäude und die es umgebenden Plätze zu erkunden. Sowohl die Sportarena als auch die Schule sind von dieser Seite aus erreichbar. Beide befinden sich in einem Gebäudekörper, sind aber räumlich und durch eine vertikale Brandwand voneinander getrennt. Im Kellergeschoss sind die Tiefgarage und die Technik untergebracht. Im Erdgeschoss werden Besucher und Zuschauer zunächst durch Eingangsportale mit Kassen geführt, bevor sie in das Gebäudeinnere gelangen. Dort befindet sich die Arena (Abmessungen zirka 70 Meter lang und 55 Meter breit) mit Spielfeld, Lager, Umkleide sowie Fachkabinetten der Schule. Die Halle wird von vier Eckpfeilern gerahmt, in denen sich Sanitärräume, Aufzüge sowie Treppenhäuser befinden. Zwei große Treppen führen ins erste Obergeschoss, wo sich die Tribünenzugänge befinden. Für die Schule sind im ersten Obergeschoss Klassenräume sowie Verwaltungsräume vorgesehen. Das zweite Obergeschoss ist für den zweiten Rang der Sportarena inklusive VIP- und Konferenzräumen vorgesehen. Die Schule wird dort ihre Kabinette und weitere Klassenräume haben. Das dritte Obergeschoss beherbergt die Dachkonstruktion der Sportarena sowie Kabinette und Klassenräume der Schule.


„Markant ist der innere Lichthof im Gebäudeteil der Schule mit nach innen verlagerten Klassenzimmern. Die Räume sind ringförmig um den Lichthof angeordnet. Das sorgt für eine größtmögliche Belichtung“, erläuterte Thomas Wittenberg. Der Architekt aus Weimar betonte, dass mit dem Denkmal sensibel umgegangen wird. In den historischen Rahmen werden zeitgemäße Anlagen eingebaut. So bleibt das Gebäuderaster/Fassadenraster erhalten. Das Denkmal wird aber teilweise entkernt werden müssen, um alle Funktionalitäten ermöglichen und unterbringen zu können. Rund um die Sportarena und Schule laden mehrere mit Bäumen bepflanzte Plätze zum Verweilen ein. Im Osten beispielsweise mit Sonnenbänken ausgestattet. Der Hochwasserschutz wurde ebenfalls berücksichtigt. Eine Sitzkante bildet den Abschluss, bevor ein Hang in Richtung Hörsel abfällt. Eine Tiefgarage und Parkflächen im Außenbereich sind auch geplant.“

 

Die Preisträger:

 

Erster Preis, dotiert mit 66.000 Euro netto:

dichter Architekturgesellschaft mbH, Berlin – Raoul Kunz, FABRIK°B Architekten, Berlin – Christian Wolff, bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh, Berlin – Timo Herrmann

Dritter Preis, dotiert mit 40.000 Euro netto:

Schuster Architekten, Düsseldorf, nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover

Ein vierter Preis, dotiert mit 13.500 Euro netto:

Schettler Architekten, Weimar – Dr.-Ing. Anke Schettler

Ein vierter Preis, dotiert mit 13.500 Euro netto:

Hartmann+Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar – Eckhardt Hartmann, Planungsbüro Rau Landschaftsarchitektur, Weimar – Karl Georg Rau.

 

Hinweis zur Ausstellung:

 

Die Entwürfe der Preisträger werden in der Stadtverwaltung Eisenach im Zeitraum vom 29. Juni bis einschließlich 13. Juli öffentlich ausgestellt. Ausstellungsort ist das Verwaltungsgebäude Markt 2, öffentliche Flure im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss. Die Entwürfe sind jeweils von montags bis mittwochs – 8 bis 18 Uhr, donnerstags – 8 bis 18.30 Uhr und freitags – 8 bis 16 Uhr zu sehen. Geöffnet sein wird das Gebäude auch am Samstag, 7. Juli, von 10 bis 16 Uhr.

Für interessierte Bürger erläutert am Donnerstag, 5. Juli, und am Samstag, 7. Juli, jeweils 11 Uhr, im Markt 2 der Hochbauingenieur Christian Bätzel die ausgestellten Wettbewerbspläne.

 

Wie geht es weiter?

 

Die Stadt Eisenach beabsichtigt den Siegerentwurf umzusetzen und wird hierzu Vergabegespräche durchführen.

 

 


18. Juni: Preisverleihung am 29. Juni

Im Rahmen des Planungswettbewerbs für die neue „Sportarena und Schule im Industriedenkmals O1“ (Heinrich-Erhardt-Platz) sind jetzt die Preisrichter gefragt. Das Preisgericht, bestehend aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern und weiteren Sachverständigen, hat am 26. und 27. Juni über die eingereichten Entwürfe zu entscheiden. Die Siegerentwürfe werden in der feierlichen Preisverleihung am Freitag, 29. Juni, 13 Uhr, im Ratssaal des Eisenacher Rathauses öffentlich prämiert. Im Anschluss werden alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge in den öffentlichen Fluren (Erdgeschoss und 1. Obergeschoss) der Stadtverwaltung (Markt 2) ausgestellt. Die Eisenacher und Gäste können die Entwürfe bis zum 13. Juli während der Öffnungszeiten der Verwaltung besichtigen: montags bis mittwochs – 8 bis 18 Uhr, donnerstags – 8 bis 18.30 Uhr und freitags – 8 bis 16 Uhr.

 

Hintergrundinformationen:

Der Eisenacher Stadtrat hatte im März 2018 die Auslobung des Planungswettbewerbes „Sportarena und Schule im Industriedenkmals O1“ (Heinrich-Erhardt-Platz) beschlossen. Die Drei-Felder-Halle soll in erster Linie dem Schul- und Vereinssport dienen. Schwerpunktsportarten im Vereinssport sind neben Handball auch Volleyball und Basketball. Auf Tribünen rund um das Spielfeld sollen zirka 4000 Zuschauer Platz finden. In Ausschreibung ist auch der Raumbedarf für die am selben Standort geplante Berufsschule konkret benannt – vom Sekretariat über Unterrichts- und Vorbereitungsräume bis hin zu Fachkabinetten und einer Bibliothek.


11. April: Geplante Sporthalle mit Schulstandort in Eisenach: Planungswettbewerb ist ausgelobt – Abgabefrist bis 23. Mai

Der Planungswettbewerb für die neue Eisenacher Sporthalle inklusive Schulstandort auf dem Gelände des Industriedenkmals O1 (Heinrich-Erhardt-Platz) ist europaweit ausgelobt. Die Details der Ausschreibung sind hier nachzulesen. Als Wettbewerbssumme stehen insgesamt 133.000 Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer zur Verfügung.


Hintergrundinformationen:
 Der Eisenacher Stadtrat hatte am 13. März den vorgelegten Kriterien für den offenen Planungswettbewerb zugestimmt. Bis zum 23. Mai müssen nun die Wettbewerbsunterlagen beim Verfahrensbetreuer, dem Büro Wittenberg Architektur in Weimar, abgegeben sein. Ein Preisgericht wird Ende Juni eine Entscheidung treffen. Das Projektziel ist klar benannt. „Die Entwürfe sollen eine angemessene Bebauung und Nutzung des Industriedenkmals im Kontext des Standortes aufzeigen. Die baulich-gestalterische Qualität des Vorhabens muss dabei Initial für den Aufbruch der lange brachliegenden Liegenschaft sein. Der Auslober erwartet technisch und gestalterisch anspruchsvolle Entwurfslösungen, die im wirtschaftlich angemessenen Rahmen umgesetzt, weiter entwickelt und betrieben werden können“, heißt es im Beschluss.

Die Drei-Felder-Halle soll in erster Linie dem Schul- und Vereinssport dienen. Schwerpunktsportarten im Vereinssport sind neben Handball auch Volleyball und Basketball. Auf Tribünen rund um das Spielfeld sollen zirka 4000 Zuschauer Platz finden. In der Ausschreibung ist auch der Raumbedarf für die am selben Standort geplante Berufsschule konkret benannt – vom Sekretariat über Unterrichts- und Vorbereitungsräume bis hin zu Fachkabinetten und einer Bibliothek. Nicht nur beim VIP- und Konferenzraum ist beispielweise darauf zu achten, dass diese sowohl für die Sporthalle als auch die Berufsschule zur Verfügung stehen sollen. Für darüber hinaus noch zur Verfügung stehende Flächen sind Nutzungen wie Gastronomie/Catering oder eine Verkaufsfläche für zum Beispiel einen Sportausrüster planerisch zu ermöglichen.
 


15. März: Planungswettbewerb für neue Drei-Felder-Halle und Schulstandort wird ausgelobt – Entscheidung Ende Juni möglich

Mit den Planungen zur Drei-Felder-Halle inklusive Berufsschulstandort auf dem Areal des ehemaligen Industriebaus O1 / Heinrich-Ehrhardt-Platz geht es mit großen Schritten weiter. Mit großer Mehrheit hat der Eisenacher Stadtrat am 13. März den von der Stadtverwaltung vorgelegten Kriterien für den offenen Planungswettbewerb zugestimmt. Bis zum 23. Mai müssen die Wettbewerbsunterlagen beim Verfahrensbetreuer, dem Büro Wittenberg Architektur in Weimar, abgegeben sein. Ein Preisgericht wird Ende Juni eine Entscheidung treffen. Das Projektziel ist klar benannt. „Die Entwürfe sollen eine angemessene Bebauung und Nutzung des Industriedenkmals im Kontext des Standortes aufzeigen. Die baulich-gestalterische Qualität des Vorhabens muss dabei Initial für den Aufbruch der lange brachliegenden Liegenschaft sein. Der Auslober erwartet technisch und gestalterisch anspruchsvolle Entwurfslösungen, die im wirtschaftlich angemessenen Rahmen umgesetzt, weiter entwickelt und betrieben werden können“, heißt es im Beschluss. Die Drei-Felder-Halle soll in erster Linie dem Schul- und Vereinssport dienen. Schwerpunktsportarten im Vereinssport sind neben Handball auch Volleyball und Basketball. Auf Tribünen rund um das Spielfeld sollen bis zu 4000 Zuschauer Platz finden. In der Ausschreibung ist auch der Raumbedarf für die Berufsschule konkret benannt – vom Sekretariat über Unterrichts- und Vorbereitungsräume bis hin zu Fachkabinetten und einer Bibliothek. Nicht nur beim VIP- und Konferenzraum ist beispielweise darauf zu achten, dass diese sowohl für die Sporthalle als auch die Berufsschule zur Verfügung stehen sollen. Für darüber hinaus noch zur Verfügung stehende Flächen sind Nutzungen wie Gastronomie/Catering oder eine Verkaufsfläche für zum Beispiel einen Sportausrüster planerisch zu ermöglichen.

Festgelegt worden ist auch die Zusammensetzung des Preisgerichtes, der Sachverständigen und der Vorprüfern. Als Fachpreisrichter sind Architekten aus Berlin, Dresden und Weimar sowie ein Landschaftsarchitekt/Stadtplaner aus München benannt worden. Sachpreisrichter sind neben Oberbürgermeisterin Katja Wolf der Leiter des städtischen Amtes für Tiefbau und Grünflächen sowie Mario Lerch vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Hinzu kommen mehrere Sachverständige /Vertreter Auslober – darunter vier Vertreter der im Stadtrat vertretenen Fraktionen, ein Vertreter des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Vertreter der Stadtverwaltung und andere mehr.

Nachzulesen sind diese und viele weitere detaillierte Informationen zum Planungswettbewerb im Ratsinfosystem der Stadt Eisenach: eisenach.de – Rathaus – Stadtrat&Gremien – Ratsinfosystem. Dort ist die Stadtratssitzung vom 13. März auszuwählen. Unter Tagesordnungspunkt 12 sind alle Dokumente zum Herunterladen bereit gestellt. In Kürze informiert auch eine neue Internetseite auf eisenach.de – Rubrik „Service“ – „Bauprojekte“ über das Großprojekt.

So geht es weiter:
Zeitnah wird der Planungswettbewerb öffentlich ausgelobt. Bis zum 23. Mai müssen die Teilnehmer ihre Unterlagen eingereicht haben. Das Preisgericht wird voraussichtlich Ende Juni tagen und entscheiden. Die besten Entwürfe werden im Anschluss in einer öffentlich zugänglichen Ausstellung präsentiert.


31. Januar: Planungen für neue Drei-Felder-Halle inklusive Schulstandort werden vergeben: Stadtrat beschließt Wettbewerb

Der Stadtrat der Stadt Eisenach hat gestern (30. Januar) beschlossen, wie die Planungen für die neue Drei-Felder-Halle inklusive Schulstandort vergeben werden. Um zu bestmöglichen Ergebnissen zu kommen, wird die Stadt einen Planungswettbewerb ausloben. Mit den Planungen zur Drei-Felder-Halle inklusive Schulstandort auf dem Areal des ehemaligen Industriebaus O1 / Heinrich-Ehrhardt-Platz geht es mit großen Schritten weiter. Mit großer Mehrheit hat der Eisenacher Stadtrat zugestimmt, dass ein offener Planungswettbewerb ausgelobt wird. Ziel ist es, dass möglichst viele kreative Lösungsansätze eingereicht werden, aus denen ein Preisgericht später den Sieger ermitteln wird. Für die Stadt hat ein Wettbewerb den Vorteil, dass die Vergabe nach objektiven, prüfbaren Kriterien erfolgt. Zudem schafft ein solcher Wettbewerb mehr Transparenz und Öffentlichkeit für die Bürger der Stadt. Durch einen Vergleich der Lösungsansätze im Wettbewerb werden eine optimierte Lösung und höhere Kostensicherheit erwartet.
 
Neu ist die Verknüpfung von Sporthalle und Schulstandort. Angedacht ist, dass das berufliche Gymnasium und die Medizinische Fachschule (MEFA) auf dem O1-Gelände, ein neues Zuhause finden. "Damit haben wir die zur Verfügung stehende Fläche so gut entwickelt, dass wir damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen", sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Der Vorteil des neuen Schulstandortes ist die Nähe zum Berufsschulstandort im Palmental. Aus dem derzeitigen MEFA-Gebäude und der Mosewaldschule könnte eine Gemeinschaftsschule entstehen. Damit sind wichtige Aspekte im Hinblick auf steigende Schülerzahlen, begrenzte Raumkapazitäten an Eisenacher Schulen und dem Arbeitsauftrag an die Verwaltung, einen weiteren Standort für eine Gemeinschaftsschule zu finden, geklärt. ‎Mit den neuen Planungen investiert die Stadt nicht nur in den Bildungsstandort Eisenach, sondern auch in die Ausbildung von Fachkräften für die heimische Wirtschaft.
 
Falls der Stadtrat Mitte März die Bekanntmachung des Wettbewerbes beschließt, könnte der Planungswettbewerb starten. Die Teilnehmer des Wettbewerbes müssen dann sowohl Schulstandort als auch Drei-Felder Halle in das Industriedenkmal „O1“ integrieren. Weiter ginge es Ende Juni mit der Sitzung des Preisgerichtes und Ende September mit der Beauftragung. Anfang November würden die Förderanträge eingereicht werden, so dass bis Mitte/Ende Dezember die Bewilligungsbescheide vorliegen könnten.
 


26. Januar: Drei-Felder-Halle und Schulstandort in Einem: Planungen für Großprojekt auf dem O1-Gelände werden ergänzt

Die Planungen zur Drei-Felder-Halle am Standort O1-Heinrich-Ehrhardt-Platz werden ergänzt. Darüber informierte Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf heute (26. Januar) in einem Pressegespräch. Auf dem Areal soll nicht nur eine Halle für den Schul-, Vereins- und Profisport entstehen, sondern auch ein neuer Schulstandort. Damit die ergänzten Planungsleistungen vergeben werden können, muss der Stadtrat in seiner Sitzung am 30. Januar der Beschlussvorlage zustimmen.

Mit den Planungen zur Dreifelder-Halle am Standort O1 / Heinrich-Ehrhardt-Platz geht es einen weiteren Schritt voran. Die für den Schul-, Vereins- und Profisport vorgesehene Halle soll mit einem Schulstandort gekoppelt werden. Diese Idee hatte Oberbürgermeisterin Katja Wolf am Dienstag den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. Sie votierten einstimmig dafür. Vorgesehen ist, dass rund zwei Drittel des Gebäudevolumens für die Halle zur Verfügung stehen sollen. Rund ein Drittel bleibt aber als Entwicklungsfläche übrig. „Genau da setzen wir mit unseren neuen Plänen an, auf dem O1-Gelände einen neuen Schulstandort zu errichten“ erläuterte Katja Wolf. Wenn der Eisenacher Stadtrat dies am 30. Januar ebenfalls mehrheitlich beschließt, könnten das berufliche Gymnasium und die Medizinische Fachschule (MEFA) auf dem O1-Gelände ein neues Zuhause finden.

Steigende Schülerzahlen, fast erreichte Kapazitätsgrenzen der Eisenacher Schulen und der bauliche Zustand des Berufschulteils am Siebenborn machen diese Entscheidung leicht. Laut Prognose gibt es ab dem Schuljahr 2022/2023 mehr Schüler als Platz an den Schulen. Alle Schularten sind fast ausgelastet: Grundschulen zu 95,8 Prozent im Schuljahr 2017/2018, die Regelschule zu 89,4 Prozent, die Gemeinschaftsschule zu 95 Prozent und die Gymnasien zu 95,9 Prozent. „Wir sind als Schulträger verpflichtet, neue Angebote vorzuhalten. Dazu gehört beispielsweise auch ein neuer Schulstandort“,  verdeutlicht Katja Wolf. Der MEFA-Standort sowie der Berufsschulstandort am Siebenborn sollen aufgegeben werden. Damit wären die verbliebenen Teile der Berufsschule (Palmental und künftig O1) nah beieinander und für Auszubildende besser erreichbar. Die marode Sporthalle am Siebenborn soll ebenfalls aufgegeben werden.

Die neuen Pläne haben einen weiteren Vorteil: Aus dem derzeitigen MEFA-Gebäude und der Mosewaldschule könnte eine Gemeinschaftsschule entstehen. „Damit hätten wir den Auftrag des Stadtrates umgesetzt, in Eisenach einen solchen geeigneten Standort zu suchen“, so die Oberbürgermeisterin. Sie betont, dass dies ausdrücklich kein Vorgriff auf die Schulnetzplanung ist. Eltern, Schüler und Lehrer werden in diesen Diskussionsprozess selbstverständlich mit eingebunden.

Für den anstehenden Planungswettbewerb zur Dreifelder-Halle sind die neuen städtischen Vorgaben wichtig. „Wir haben jetzt einen Stand, in dem wir den Wettbewerb auf den Weg bringen wollen. Dazu müssen wir gewisse Leitgedanken, innerhalb derer sich der Wettbewerb bewegen soll, vorgeben“, sagte Katja Wolf. Dabei ist es eben nicht egal, ob die Stadt „nur“ eine Dreifelder-Halle oder eine Dreifelder-Halle inklusive daran gekoppelten Schulstandort haben möchte.

Falls der Stadtrat die Ergänzung der bisherigen Pläne unterstützt und Mitte März den Weg für die Bekanntmachung des Wettbewerbes frei macht, könnte bereits Ende Mai der Planungswettbewerb stattfinden. Weiter ginge es Ende Juni mit der Sitzung des Preisgerichtes und Ende September mit der Beauftragung. Anfang November würden die Förderanträge eingereicht werden, so dass bis Mitte/Ende Dezember die Bewilligungsbescheide vorliegen könnten. „Das ist eine ambitionierte, sportliche Zeitschiene, die wir einhalten wollen“, so Katja Wolf. Unter anderem deshalb hat sie am Rande eines Termins in der Erfurter Staatskanzlei bereits das Bildungsministerium über die gewünschte Koppelung von Dreifelder-Halle und Schulstandort informiert. „Unser Vorhaben wird positiv begleitet“, fasste sie zusammen.