Neuer Busbahnhof - ZOB

Der neue ZOB soll auf zirka 6.000 m² Fläche unter weitgehender Nutzung des heutigen Regionalbusbahnhofs und erworbener privater Grundstücksteile errichtet werden. Um den ZOB möglichst nah an den Hauptbahnhof zu rücken ist die Verlegung der Ortsdurchfahrt der B 19 von der Gabelsbergerstraße auf die Müllerstraße erforderlich. Die Gabelsbergerstraße wird in den ZOB integriert. Die fußläufige Entfernung zwischen dem ZOB und dem Bahnhofseingang ermöglicht mit im Mittel zirka 150 m / 2 min. attraktive Umsteigebeziehungen.

 

Der ZOB ist als Kombination von 12 in 4 3-er Gruppen um eine zentrale Haltestelleninsel angeordneten und um 5 weitere, linear an der Ostseite der heutigen Gabelsbergerstraße angeordneten Haltestellen konzipiert. Alle Haltestellen ermöglichen durch das „Sägezahn“-Prinzip eine unabhängige An- und Abfahrt, zudem ist durch die Ein- und Ausfahrten an der Bahnhof-, Müller- und Schillerstraße eine flexible Betriebsführung als auch die künftige Anpassung an geänderte Fahrmöglichkeiten und Linienführungen gesichert. Die gesamte Anlage wird durch ein Bodenindikatoren-Leitsystem, 18 cm - Sonderborde an allen Bussteigen und Bordabsenkungen an den Querungen durchgehend barrierefrei ausgebildet. Die Ortsdurchfahrt der B 19, die bisher zwischen Eisenbahnüberführung und Bahnhofstraße über die Gabelsbergerstraße verläuft, erhält eine neue Trasse westlich um den neuen ZOB herum über die Schiller-/Müllerstraße. Dadurch kann eine weitgehend ungestörte Wegebeziehung zwischen ZOB und Hauptbahnhof geschaffen werden.

 

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 6,82 Millionen Euro. Rund 5,8 Millionen Euro stellt das Land Thüringen in Form von Fördermitteln bereit. 

 

Die feierliche Eröffnung und offizielle Freigabe des neuen Busbahnhofes wird Anfang Juni stattfinden.

So wird der neue ZOB aussehen

Auf einer Fläche von insgesamt 6000 Quadratmeter des heutigen Areals bis hin zur Gabelsberger Straße werden moderne und barrierefreie Anlagen als Regional- und Stadtbusbahnhof entstehen. Insgesamt werden den Fahrgästen dann 17 Bussteige zur Verfügung stehen. In vier Dreiergruppen sind die Bussteige um eine zentrale Haltestelleninsel angeordnet, fünf weitere Bussteige befinden sich längs an der Ostseite der heutigen Gabelsberger Straße. Sie werden alle überdacht sein. Das Motiv der vorspringenden Dächer – ähnlich einem Z – schafft unterschiedliche Dachhöhen, die einen effektiven Schutz für die wartenden Fahrgäste bieten. Die Wartezonen werden mit Bänken und Abfallbehältern ausgestattet. Alle Bussteige sind künftig barrierefrei.

 

An der Ecke Bahnhof-Gabelsberger Straße wird ein zweigeschossiges ÖPNV- Servicegebäude errichtet. Im Erdgeschoss entsteht neben einer öffentlichen WC-Anlage auch ein Wartebereich mit Info-Theke. Im Obergeschoss werden Betriebs- und Technikräume der Kommunalen Personennahverkehrsgesellschaft mbH (KVG) eingerichtet. Am Übergang zu den südlichen Bussteigen soll ein Abstellbereich für Fahrräder eingerichtet werden.

 

An allen Haltestellen werden Informationstafeln für die Fahrgäste installiert. Großanzeiger auf der Mittelinsel und am Servicegebäude zeigen die aktuellen Abfahrtszeiten der Busse an.