Stadtverwaltung ist weiterhin "Mittelstandsorientiere Kommunalverwaltung"

Übergabe des RAL-Zertifikates an OB Katja Wolf

Die Stadtverwaltung Eisenach darf weiterhin das RAL-Gütezeichen „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ führen. Oberbürgermeisterin Katja Wolf nahm heute (6. April) vom Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Prof. Gerald Grusser, und Geschäftsführer Herbert Wüster (Gütegemeinschaft „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen e.V.“) die Urkunde zur Rezertifizierung der Stadtverwaltung entgegen. „Die RAL-Zertifizierung aus dem Jahr 2015 haben wir jetzt nach zwei Jahren erfolgreich verteidigt. Das beweist: auf die Eisenacher Stadtverwaltung kann sich der Mittelstand verlassen“, sagte Katja Wolf und versicherte: „Wir werden auch weiterhin konsequent wirtschaftsfreundlich arbeiten, denn das Gütezeichen ist ein wichtiger Standort- und Imagefaktor für die Wartburgstadt.“

 

Das RAL-Gütezeichen (RAL ist das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.) bescheinigt der Kommune wirtschaftsfreundliches Verwaltungshandeln. Anhand von 14 deutschlandweit einheitlichen Kriterien werden Verwaltungsleistungen gemessen und kontinuierlich überprüft. Im Dezember 2013 hatte die Oberbürgermeisterin für die Eisenacher Stadtverwaltung das Projekt „Zertifizierung als wirtschaftsfreundliche Verwaltung“ gestartet und mit der IHK Erfurt eine Kooperationsvereinbarung dazu abgeschlossen. Das nach zwei Jahren verteidigte RAL-Gütezeichen belegt: Die Stadt Eisenach hat die Prüfkriterien erneut erfüllt und ist für Unternehmer ein verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner. „Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Existenzgründer bedeutet ein solches Engagement verlässliche Termine, transparente Abläufe, nachvollziehbare Entscheidungen und die zügige Bearbeitung ihrer Anträge“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Grusser. „Eisenach ist damit ein wichtiges Mitglied der Gütegemeinschaft, zu der inzwischen 35 Kommunen gehören“, ergänzt Geschäftsführer Herbert Wüster.

 

Stadtverwaltung erfüllt alle 14 Prüfkriterien
Die Stadtverwaltung hat in den zurückliegenden zwei Jahren kontinuierlich gearbeitet. Die 2014 eingesetzte Projektgruppe begleitete federführend die Dokumentation der RAL-Gütekriterien. Nach zwei Jahren Laufzeit galt es, Ende 2016 mit einem Eigenkontrollbericht nachzuweisen, dass alle Güte- und Prüfbestimmungen fortlaufend eingehalten und dokumentiert wurden. Dies gelang der Stadtverwaltung Eisenach in allen Dienststellen einschließlich des optimierten Regiebetriebes (Amt für Tiefbau und Grünflächen) sowie bei Flächenanfragen für die Gründer- und Innovationszentrum Stedtfeld GmbH.

 

Die Stadt verpflichtet sich in ihrem Wegweiser für Unternehmen und Existenzgründer, dass es zu Anfragen oder Anträgen innerhalb von drei Tagen eine Eingangsbestätigung gibt, aus der ein persönlicher Ansprechpartner samt Kontaktdaten hervorgeht. Auf Anrufe oder E-Mails wird spätestens am Folgetag geantwortet. Zudem wird den Unternehmern innerhalb von fünf Arbeitstagen ein Besprechungstermin zugesichert, wenn sie Fragen zu Verwaltungs- oder Genehmigungsverfahren haben. Darüber hinaus bietet sich die Stadtverwaltung als Ratgeber und Helfer an und vermittelt bei Bedarf Kontakte.

 

Zu den weiteren geprüften Kriterien für die Zertifizierung gehören beispielsweise auch, dass die Stadtverwaltung Auftrags-Rechnungen innerhalb von 15 Arbeitstagen bezahlt und Bauanträge für gewerbliche Bauvorhaben zügig bearbeitet. In den zurückliegenden zwei Jahren wurden keine Überschreitungen der vorgegebenen Zielwerte festgestellt. So wurden beispielsweise bei insgesamt rund 2.200 Anträgen (Erlaubnisse, Konzessionen, Bauanträge, Sondernutzungen u.ä.) innerhalb von sieben Arbeitstagen der Eingang bestätigt und weitere Ansprechpartner genannt. Die zügige Bezahlung von Rechnungen innerhalb von 15 Arbeitstagen konnte die Verwaltung für rund 44.640 Rechnungen überwiegend nachweisen. Nur in 2100 Fällen (entspricht 4,7 Prozent) konnte die Zahlungsfrist nicht eingehalten werden; dies liegt deutlich unter der zulässigen Abweichung von 15 Prozent für dieses Gütekriterium.