KRIEG IN DER UKRAINE: ANLAUFSTELLEN FÜR BETROFFENE UND HILFSAKTIONEN IN UNGARISCHER PARTNERSTADT

Vereinfachte Aufnahme geflüchteter Ukrainer*innen

Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Länder über Folgendes informiert:

Aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine ist davon auszugehen, dass es für ukrainische Staatsangehörige, die sich derzeit zu Kurzaufenthalten in Deutschland befinden, nicht zumutbar ist, für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis das Visumverfahren nachzuholen, sofern sie nicht mit dem hierfür erforderlichen Visum eingereist sind. Ukrainische Staatsangehörige, die visumfrei für einen Kurzaufenthalt nach Deutschland eingereist sind, können nach Ablauf der 90 Tage eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von 90 Tagen einholen. Es gibt noch keine verbindliche Regelung zum Aufenthaltsstatus, das heißt, wie der Zugang zu Sozialleistungen,  Krankenkasse usw. gewährleistet ist. Das entscheidet sich erst in den nächsten Tagen.

Fragen dazu beantwortet das Amt für Versorgung und Migration des Wartburgkreises. Die Stadt Eisenach hat zusätzlich ein Ukraine-Kontaktbüro eingerichtet. Ansprechpartnerin ist die kommunale Beauftragte für Menschen mit Migrationshintergrund, Joanna Santibanez Villegas: Tel. 03691 670 405 oder E-Mail.

 

Miteinander reden statt übereinander

Der Interkulturelle Verein Eisenach e. V. (IKV) bietet auf seiner Website Unterstützung für die Menschen an, die vom Krieg in der Ukraine besonders betroffen sind.

 

Wöchentlich trifft sich der IKV an jedem Donnerstag von 16 bis 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum in der Goethestraße 10A. In der aktuellen Situation soll der Treffpunkt insbesondere Menschen aus der Ukraine und Russland Raum geben, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Unterstützung zu finden und Hilfe zu organisieren. Das Angebot darf gerne weiterempfohlen oder selbst genutzt werden.

 

Friedensgebete

Die evangelische Kirchengemeinde Eisenach lädt aus Anlass des Krieges in der Ukraine weiterhin zu Friedensgebeten ein. Dafür ist die Georgenkirche am heutigen Montag um 18 Uhr geöffnet. Die Glocken werden läuten. Auch am Freitag (4. März) wird es um 18 Uhr wieder ein Friedensgebet geben.

 

Hilfsaktionen in der ungarischen Partnerstadt

Die Eisenacher Partnerstadt Sárospatak in Ungarn, der Geburtsort der Elisabeth von Thüringen, liegt nur etwa 60 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Oberbürgermeisterin Katja Wolf nahm am Wochenende bereits Kontakt zum dortigen Bürgermeister Jànos Aros auf. Er berichtete davon, dass man in Sárospatak Hilfsaktionen plane, um die geflüchteten Menschen zu versorgen. Die Stadt Eisenach wird ihre Partnerstadt dabei tatkräftig unterstützen. „Die Menschen, die so nahe am Geschehen dran sind, wissen am besten, welche Hilfe jetzt nötig ist“, sagt Katja Wolf. Nun wird es via Videokonferenz ein Treffen geben, um den konkreten Bedarf zu ermitteln. Anschließend wird die Stadt Eisenach die Hilfe organisieren und gegebenenfalls zu Spenden aufrufen.