Modellregion schneller Mobilfunk: Eisenach erfolgreich in erster Förderrunde

Verkehrsminister Andreas Scheuer mit Jens Hartlep

‎"Ich bin stolz über den Wettbewerbserfolg und die bundesweite und landesweite Anerkennung, denn es war immer mein Ziel, möglichst parallel zur laufenden Glasfasererschließung auch ein flächendeckendes 5G-Netz in der Wartburgstadt zu errichten" sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Sie kommentierte den Erfolg der Wartburgstadt, neben Ilmenau jetzt 5G-Modellregion ‎zu sein. Die Übergabe des Förderbescheides erfolgte am 19. Dezember im Bundesverkehrsministerium in Berlin durch den zuständigen Bundesminister Andreas Scheuer. Für die Stadt Eisenach nahm Wirtschaftsförderer Jens Hartlep stellvertretend die Bewilligungsurkunde entgegen.

 

Neue technische Anwendungen ermöglichen

Der Bund wird das Erstellen eines Konzepts für die Stadt Eisenach mit dem Ziel einer anschließenden Projektförderung finanzieren.  Katja Wolf formulierte das Ziel: "Wir wollen uns möglichst bis 2024  zu einer der schnellsten Mittelzentren in der Bundesrepublik entwickeln. Nur so kann es uns gelingen,  ganz neue technische Anwendungen wie die vernetzte Produktion mit sehr vielen Maschinen, autonomes Fahren oder bildgebende Verfahren in Medizin und Industrie auch in Eisenach zu ermöglichen." Die Stadt Eisenach hat bereits beim Glasfaserausbau in einem Betreibermodell über die städtische Sportbadgesellschaft eine Leitfunktion in Thüringen übernommen und bekommt nun mit der Projektförderentscheidung die Chance, in die "Beletage"der 5G-Modellregionen aufzusteigen. Die Förderzusage für das Erstellen des Konzeptes in Eisenach beläuft sich auf zirka 70.000 Euro. Die Zeit drängt, da die qualifizierten Projekte bis zum 30.04.2020 im Bundesministerium vorliegen müssen. 5G-Modellregionen sollen ab dem kommenden Jahr zeigen, wie sich kommunale Herausforderungen etwa in den Bereichen Verkehrssteuerung, Mobilität, Energie- und Abfallentsorgung oder Gesundheitsversorgung mit Hilfe des schnellen Mobilfunks lösen lassen. Die Konzepte sind die Grundlage für die eigentliche Projektförderung, über die der Bund im kommenden Jahr entscheiden wird.

 

Insgesamt hatten sich deutschlandweit 138 Standorte um die Förderung beworben, rund 50 sind nun für die erste Phase (Konzepterstellung) ausgewählt worden. Die Stadt Eisenach wird gemeinsam mit der regional ansässigen Automobil- und Automobilzulieferindustrie und dem städtischen Energieversorger (evb – Eisenacher Versorgungsbetriebe GmbH) ein Zukunftskonzept mit dem Fokus auf Energieeffizienz erarbeiten. Leitidee ist es, die Effizienzpotenziale durch 5G in den Bereichen Energieerzeugung und Energieverbrauch zu erreichen und zukunftsfähige Anwendungsmodelle für Energieversorger und Industrie zu entwickeln.