Im Ortsteil Neukirchen wurde am vergangenen Wochenende ein neuer Holzpavillon im Eingangsbereich des Friedhofs eingeweiht. Das Bauwerk steht symbolisch für das langjährige bürgerschaftliche Engagement und die gezielte Unterstützung der Stadt Eisenach: Insgesamt flossen 55.770 Euro aus dem städtischen Haushalt in den Pavillon, eine neue Schöpfstelle sowie die Begrünung des Daches und japanische Zierkirschen. Auch der Abriss der maroden Leichenhalle wurde finanziert. Die Arbeiten hierfür hatte bereits im Frühjahr 2024 der städtische Bauhof übernommen.
„Dieses Projekt zeichnet insbesondere aus, dass es eine Entwicklungsidee der Bürger vor Ort darstellt. Es zeigt, dass wir nicht jedes Problem allein mit Geld lösen können. Glaube, Zuversicht und das gemeinschaftliche Engagement bringen uns weiter. Neukirchen hat Zukunft, weil Menschen hier miteinander arbeiten“, sagte Oberbürgermeister Christoph Ihling in seiner Rede.
Hintergrund und Entstehung
Das Projekt „Gestaltung Friedhof & Stöckhof“ wurde im Rahmen der Dorferneuerung 2018‑2022 eingereicht. Der Antrag wurde jedoch aufgrund von Finanzknappheit des Freistaates Thüringen abgelehnt. Doch der Ortsteilrat und die Stadt Eisenach ließen nicht locker: Mit Hilfe von LEADER-Fördermitteln der EU konnte der Stöckhof verschönert werden. Für den Friedhof wurde eine pragmatische Lösung durch ehrenamtliche Helfer in enger Zusammenarbeit mit der Stadt gefunden.
Nach dem Abriss der Leichenhalle wurde im Frühjahr 2025 eine neue Schöpfstelle gebaut. Der Holzpavillon sowie die Baumpflanzungen folgten in diesem Jahr. Der neu entstandene Holzpavillon bietet Besucherinnen und Besuchern des Friedhofs nicht nur einen geschützten Ort zum Innehalten, sondern symbolisiert zugleich die Zukunft des Ortsteils: Menschen, die gemeinsam handeln, schaffen nachhaltige und lebenswerte Räume. Die Stadt Eisenach bleibt auch künftig ein verlässlicher Partner, der dort unterstützt, wo es nötig ist – stets im Sinne einer starken Gemeinschaft.




