GEMEINSAMES RECHENZENTRUM FÜR SCHULEN

Schmalkalden-Meiningens Landrätin Peggy Greiser, Vize-Landrat des Wartburgkreises Udo Schilling, Werkleiter des Kommunalen IT-Services (KITS) Bastian Holland-Moritz und Eisenachs Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister © Landkreis Schmalkalden-Meiningen/Jennifer Schellenberg

Schmalkalden-Meiningens Landrätin Peggy Greiser, Vize-Landrat des Wartburgkreises Udo Schilling, Werkleiter des Kommunalen IT-Services (KITS) Bastian Holland-Moritz und Eisenachs Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister © Landkreis Schmalkalden-Meiningen/Jennifer Schellenberg

iPad-Koffer für Schulen © Landkreis Schmalkalden-Meiningen/Jennifer Schellenberg

iPad-Koffer für Schulen © Landkreis Schmalkalden-Meiningen/Jennifer Schellenberg

Am gestrigen Mittwoch, 24. November 2021, haben die Stadt Eisenach, der Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowie der Wartburgkreis ihre Zusammenarbeit zur Schaffung eines gemeinsamen Rechenzentrums für die Schulen besiegelt. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Digitalpakts III. Insgesamt besuchen in Eisenach 4960 Schüler*innen die Schulen, inklusive des Staatlichen Berufsschulzentrums, das im Zuge der Fusion auf den Wartburgkreis übergeht.

 

Insgesamt werden rund 4,5 Millionen Euro investiert. Der Fördersatz auf die förderfähigen Ausgaben beträgt 99 Prozent der Kosten. Folglich müssen die Verwaltungen lediglich ein Prozent der Kosten allein stemmen. Etwaige Wartungskosten sind über andere Teile des Digitalpaktes förderfähig. Die gesamte Schulverwaltung wird ebenfalls zentralisiert. So ist beispielsweise in Zukunft problemlos ein Arbeiten von zuhause aus möglich – genauso wie Distanzunterricht und ein vereinfachter Daten- und Jugendschutz für alle Schulen aus einer Hand.

 

Nach der Unterzeichnung gestern kann nun die Ausschreibung zur Vergabe der Aufträge angegangen werden. Die Technik wird voraussichtlich in drei Monaten geliefert werden. Ans neue Netz gehen sollen die ersten Schulen bereits im März und April 2022. Federführend bei der Umsetzung ist der Kommunale IT-Service des Landkreises Schmalkalden Meiningen (KitS). Durch die Zusammenarbeit werden nach und nach 123 Schulstandorte in das Rechenzentrum integriert und durch KitS betrieben. Dabei wird das Rechenzentrum in Ilmenau stehen, in Meiningen ist der Back-up-Standort.

 

 

Statement Ingo Wachtmeister, Bildungsdezernent Große Kreisstadt Eisenach

„Das gemeinsame Rechenzentrum ist ein wesentlicher Schritt für die Digitalisierung der Bildung in der gesamten Region Westthüringens. Ich danke dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen für diese Initiative. Schülerinnen und Schüler werden in Zukunft maßgeblich davon profitieren“, würdigt der Eisenacher Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister. Damit der Schulbetrieb vom neuen Rechenzentrum profitieren kann, investiert die Große Kreisstadt Eisenach seit Beginn dieses Jahres umfassend in die digitale Infrastruktur der Schulgebäude. In acht  Eisenacher Schulen sind bereits neue Leitungen verlegt worden oder diese gerade in Arbeit. Das hat bisher 536.000 Euro gekostet, die vollständig aus dem Bundesförderprogramm „Digitalpakt Schule“ finanziert werden. Die letzten beiden Schulen folgen nächstes Jahr. Insgesamt stehen für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur der Schulgebäude für die Stadt Eisenach 1,84 Millionen Euro bereit.  „Ohne Investitionen in jede einzelne Schule, ja in jeden einzelnen Klassenraum kann die Digitalisierung der Bildung nicht gelingen“, macht Wachtmeister klar. Wie bitter nötig diese sei, habe zuletzt die Pandemie eindrücklich vor Augen geführt.

 

Statement Peggy Greiser, Landrätin Landkreis Schmalkalden-Meiningen:

„Der DigitalPakt Teil III ermöglicht einen zentralen Aufbau von Strukturen für die professionelle Administration und Wartung der digitalen Infrastrukturen an Schulen. Das versetzt uns in die Lage, landkreisübergreifend zu agieren. So können wir in einer überschaubaren Zeit allen Schulen im Landkreis eine einheitliche digitale Infrastruktur zur Verfügung stellen. Ich bin stolz und dankbar, dass wir mit dem Wartburgkreis und der Großen Kreisstadt Eisenach bei der Schaffung dieser wichtigen zentralen Serverstruktur an einem Strang ziehen und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Denn dieses gemeinsame Vorgehen ist wichtig und richtig, denn hier können unsere Nachbarn von den wertvollen Erfahrungen, dem Know-How und der wichtigen Vorarbeit profitieren, dass sich das KitS über all die Jahre erarbeitet hat. Letztlich macht das Zusammenarbeiten auf allen Ebenen auch die Digitalisierung im Großen und Ganzen aus. Es hat beispielsweise unzählige Elternabende und Gespräche in den Schulen mit gründlichen Erklärungen und Argumenten gebraucht, um eine Akzeptanz für die Auswahl der mobilen Endgeräte und unsere Vorhaben herzustellen. Schließlich befinden wir uns in den Anfangsjahren des Digitalpaktes, Unsicherheiten und Zweifel sind verständlich und menschlich. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass sich das in den nächsten Jahren verwachsen wird.“

 

Statement Udo Schilling, Vize-Landrat Wartburgkreis:

„Die heutige Vereinbarung ist für alle Beteiligten ein riesiger Schritt. Ich bin beeindruckt, wie zielstrebig hier alle Verantwortlich zusammenarbeiten, anstatt sich in Bedenken zu verlieren. Wir könnten uns sicherlich auch eine Zusammenarbeit in dieser Konstellation in weiteren Bereichen vorstellen. Im Wartburgkreis sind in etwa 60 Prozent der Schulen für die Digitalisierung gerüstet, die restlichen sollen schnellstmöglich folgen auch im Zuge des Breitbandausbaus. Das Gelingen hängt letztlich auch stark von der Motivation und der Einstellung der Schulleitung und Lehrkräfte vor Ort ab.“