„SCHLAUE FERIEN“-BILANZ: HANDWERKS-ANGEBOTE BEGEISTERTEN UND WAREN STARK NACHGEFRAGT

Junge und Mann arbeiten an Holzstiel
Mann spricht mit Kindern bei Holzarbeiten
Mann an Mobile

„Die ,Schlauen Ferien‘ waren drei sehr abwechslungsreiche, spannende und lehrreiche Wochen für die Kinder und auch für die Erwachsenen. Das Interesse war wirklich groß“, so das Resümee von Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister und Kinderbeauftragter Annette Backhaus. Sie schauten heute (28. August) zum Abschluss der erstmals veranstalteten Bildungsferien noch einmal auf dem Gärtnereihof des denkmalgeschützten Kartausgartens bei den kreativen kleinen Holzhandwerkern vorbei. Insgesamt waren 39 Kinder zu den drei Wochen-Angeboten gekommen, um kunst-handwerklich und kreativ tätig zu sein und sich auszuprobieren. 

 

Unter dem Titel „Schlaue Ferien – Kinder erleben (Kunst)Handwerk hautnah“ konnten die Schüler in der Zeit vom 10. bis 28. August unter drei unterschiedlichen Themenbereichen wählen: „Metallwerkstatt auf dem Wagen“, „Sommerworkshop Papier“ und „Holzwerkstatt“. Dafür hatte Annette Backhaus drei Partner gewinnen können: den Stahlbildhauer und Kulturpädagogen Johannes L. M. Koch aus Hamburg mit seiner Metallwerkstatt auf dem Wagen, das mobile Atelier von Beate und Max Wagner in der Marienstraße für den Sommerworkshop Papier sowie die Holzwerkstatt Späne von Zimmermannsmeister und Holztechniker Klaus Berthold und Roswitha Weißschnur, bekannt durch ihre zehnjährige Teilnahme an der KinderKulturNacht.

 

Erlebnisse und Ergebnisse der Werkstattwochen

 

Für die Metallwerkstatt hatten sich zwölf Kinder angemeldet, mehr passten auch gar nicht an die Werkbank. Sie bauten unter fachkundiger Anleitung von Johannes Koch unter anderem kleine Flöten, Wind- und Klangspiele, Sonnenuhren, Wippvögel, und Blumen aus Blech und Stahl, die sie natürlich alle mit nach Hause nehmen konnten. Zudem arbeiteten die 7- bis 12-Jährigen gemeinsam an zwei großen Wind- und Klangspielen, die sie auch farbig bemalten. „Sie sollen nun einen zentralen und gut sichtbaren Platz in Eisenach finden“, berichtete Annette Backhaus vom Wunsch der Kinder. Gemeinsam hatten sie nach der ersten Woche auch ihren Eltern ihre Werke präsentiert.

 

Papier mit unterschiedlichen Techniken selbst bunt färben und damit Neues gestalten – daran versuchten sich acht Kinder beim Sommerworkshop Papier mit dem Atelier Wagner GbR. Die Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren nutzten ihr hergestelltes Spachtel-, Walz-, Kleister- oder Knitterpapier, um kreative Leporellos zu falten oder Klappkarten für besondere Anlässe anzufertigen. Auch Lesezeichen, Pop-Up-Karten, Umschläge oder Geschenkschachteln entstanden in dieser Woche. Ein Höhepunkt war für die Papier-Workshopper eine Exkursion nach Weimar in das Druckgrafische Museum und das Neue Museum mit seiner neuen Buchbinderei-Werkstatt. Am Ende der Woche öffneten die Kinder spontan das Atelier und zeigten und erklärten den Besuchern ihre Arbeiten.
„Sehr schön fanden wir die gute Teamarbeit der Kinder, trotz unterschiedlichen Alters. Auch wir haben von den Kindern gelernt. Diese Woche war eine große Bereicherung für uns und unsere Arbeit. Die ganze Woche hat uns große Freude bereitet“, so das Fazit von Beate und Max Wagner.

 

Großes Interesse gab es auch in der dritten Woche für die „Kinderwerkstatt Späne“. Insgesamt 19 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren nahmen hier teil. Zum Sägen, Hämmern, Bohren, Schnitzen und Drechseln gab es für sie eine vielfältige Auswahl von Gerätschaften, um Holz in nützliche Dinge zu verwandeln – beispielweise in geschnitzte oder gedrechselte Kerzenständer, Mobiles, Schalen und Holzfiguren. „Und ganz sicher bleibt am Ende etwas Brauchbares übrig“ waren sich die Werkstattleute Klaus Berthold und Roswitha Weißschnur von Beginn an sicher. 

 

Sponsoren-Hilfe und Erweiterungsgedanken

 

Damit nicht nur Kinder aus einkommensstarken Familien teilnehmen konnten, sondern alle Kinder, die tatsächlich Interesse haben, wurde ein Teil der Kosten von Sponsoren, unter anderem der Firma Tesona GmbH & Co. KG, finanziert, denen die Kinder auch ein Geschenk als Dankeschön gebastelt haben.

 

Das Interesse und auch die Nachfragen nach den Teilnahmebedingungen für die „Schlauen Ferien“ waren groß, so dass die Kinderbürgermeisterin Annette Backhaus bereits überlegt, dieses Bildungs-Ferien-Angebot für die nächsten Sommerferien noch auf andere Handwerkszweige auszudehnen.