Veranstaltungen 2021

Vortrag zur sozialen Ungleichheit im Automobilwerk Eisenach
Online-Angebot

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Der Verein für Thüringische Geschichte e.V. hat in seiner Vortragsreihe ein Angebot mit Bezug auf Eisenach. Jessica Lindner-Elsner (Potsdam) spricht über „Soziale Ungleichheit im Wandel – Das Automobilwerk Eisenach 1970-1993“. Der Vortrag wird am Donnerstag, 20. Mai, um 19 Uhr online gehalten. Zum Vortrag ist wie immer – neben den Vereinsmitgliedern – die interessierte Öffentlichkeit eingeladen.

Der Stream ist am Veranstaltungstag unter diesem Link zu erreichen.

 

Das Automobilwerk Eisenach war bis zum Ende des SED-Regimes das zweitgrößte Unternehmen in der DDR-Automobilindustrie und beschäftigte gut 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen. Seit 1970 befand sich die Arbeitswelt in Ost und West im Wandel. Damit einhergehend veränderten sich nicht nur Produktionsabläufe, sondern auch soziale Ungleichheitsverhältnisse – zum Beispiel durch den beginnenden Einsatz von sogenannten Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeitern in den DDR-Betrieben. Der Beitrag fragt nach den Entwicklungen von Ungleichheitsverhältnissen, der Akzeptanz und Wahrnehmung. Gleichwohl sollen auch die Entwicklungen seit dem Herbst und Winter 1989 erläutert werden. Es soll nachgezeichnet werden, welchen Einfluss die politische, wirtschaftliche und soziale Wende auf den Betriebsalltag, die Organisation der Produktion und Partizipationsmöglichkeiten von Unternehmern hatte. Auch transformationsbedingte Veränderungen der sozialen Lage sollen in den Blick genommen werden. Frühverrentungen, Kurzarbeit, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Umschulungen und Entlassungen waren den meisten ehemaligen DDR-Bürgerinnen und Bürgern bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt.

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