August Julius Roese

geboren am 16.04.1807 in Eisenach / gestorben am 07.10.1891 in Eisenach

 

Bürgermeister von Eisenach von 1846 bis 1884

 

August Julius Roese kam als Sohn des Kammerrates Johann Christian Roese und dessen Frau Ernestine Friedericke Perthes, Tochter des Gothaer Verlegers Justus Perthes in Eisenach zur Welt. Sein Großvater war der Kaufmann und Hofagent Christian Friedrich Roese. Dieser erwarb und kultivierte seit 1787 das nach ihm benannte Roese'sche Hölzchen.

 

Der junge August besuchte zunächst eine Privatschule und später das Gymnasium in Gotha, ab 1824 in Eisenach. Anschließend studierte er Jura in Jena.

 

1839 heiratete er Ernestine Ferdinande Stollberg aus Stollberg; sieben Kinder gingen aus dieser Ehe hervor.

 

Seit 1829 bei der großherzoglichen Verwaltungsbehörde in Eisenach beschäftigt, wurde er 1830 Stadtschreiber in Eisenach, 1838 Sekretär bei der Großherzoglichen Landesdirektion in Weimar und 1847 schließlich Oberbürgermeister in der Wartburgstadt.

 

Dem Landtag von Sachsen-Weimar-Eisenach gehörte er 1860 bis 1862 an. 1880 ernannte man ihn zum Geheimen Regierungsrat.

 

Während seiner langen Amtszeit entstanden unter anderem die Gasbeleuchtung und das neuzeitliche Wasser- und Abwassersystem in Eisenach. Es erfolgten der Anschluss Eisenachs an das Eisenbahnnetz und der Bau des Stadttheaters.

 

Roese erhielt für seine Verdienste um Eisenach das Ehrenbürgerrecht.