Besondere Veranstaltungen in Eisenach

„PEBE & Co. – Baukästen aus der DDR“

Weihnachtsausstellung des Thüringer Museums Eisenach im Stadtschloss

 

Baukästen waren – und sind – das Spielzeug der Kinder aller Generationen der vergangenen beiden Jahrhunderte. Am Sonntag, 27. November, eröffnet unter dem Titel „PEBE & Co. – Baukästen aus der DDR“ die Weihnachtsausstellung des Thüringer Museums Eisenach im Stadtschloss. Ein Besuch lohnt sich: Das Thüringer Museum präsentiert hier einen Querschnitt von Baukästen ab Gründung der DDR 1949 bis zu deren Ende 1989.

 

Dank vieler privater Leihgaben, unter anderem auch durch das PEBE Archiv Weimar, und einiger Schenkungen ist ein Blick in die unterschiedlichsten Baukästen möglich – von Holz- bis hin zu Elektrobaukästen ist alles dabei. Natürlich sind neben den beliebten (und Lego-kompatiblen) PEBE-Baukästen auch die in Eisenach gefertigten Staba-Metallbaukästen zu entdecken. Und: Wer nicht nur schauen möchte, kann in einer extra dafür vorgesehenen Bauecke zu den aus Rudolstadt stammenden Ankerbaustein greifen und selbst tätig werden.

 

Holz, Stein, Metall gehören bis heute zu den klassischen Materialien von Bausteinen. Dabei stammen die ersten Baukästen bereits aus dem 18. Jahrhundert. In einem Versandkatalog von 1798 etwa wurden die ersten ausführlich beschrieben. Friedrich Wilhelm August Fröbel nutzte Holzbausteine in seinen Kindergärten als pädagogisches Spielzeug. Otto Lilienthal wiederum war der Erfinder des Steinbaukastens, woraus sich später die Ankerbausteine entwickelten. Auf seiner Idee basieren auch die Vorläufer der Metallbaukästen: Sein Holz-Modell-Baukasten aus dem Jahr 1888 enthielt als Grundelemente Lochbänder in unterschiedlichen Längen. Mitte der 1950er Jahren kamen dann – einige Jahre nach Lego aus Dänemark – auch in der DDR mit PEBE die ersten Baukästen aus Kunststoff auf den Markt.

 

„Auch der kommissarische Leiter des Thüringer Museums und Fachdienstleiter Kultur, Dr. Achim Heidenreich, machte seine Erfahrungen mit den DDR-Baukästen: „Im Westen aufgewachsen hatte ich aber die Staba-Metallbaukästen auch. Meine Oma in Rostock schenkte sie mir zu Weihnachten per Ost-Paket. Da habe ich emsig Seilbahnen und Kräne zusammengeschraubt. Zum guten Schluss kam dabei dann auch eine Mundharmonikaklemme noch dabei heraus, als ich auf der Gitarre „Heart of Gold“ von Neil Young intonieren wollte. Man musste sich die Metallstäbe bloß entsprechend zurecht biegen und dann um den Hals hängen.“

 

Das Thüringer Museum zeigt bis Februar 2023 in seiner Ausstellung die große Vielfalt der verschiedenen DDR-Baukästen, die beliebt und dennoch nur selten in den Spielwarenläden erhältlich waren, da sie – für den Export freigegeben – hauptsächlich in den Versandhäusern der BRD vertrieben wurden.

 

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