Radverkehr

Der Radverkehr spielt in Städten und Gemeinden weltweit eine immer größere Rolle und hat einen hohen gesellschaftlichen Nutzen. Das Fahrrad ist als Fortbewegungsmittel nicht nur in der Freizeit immer beliebter, sondern gerade im Alltag hat das Fahrrad, auch im Hinblick auf die Elektrifizierung, noch viele Nutzerpotenziale.


Aktuelles

Beitritt der Stadt Eisenach zum Verein AGFK-Thüringen e. V.

Der Stadtrat der Stadt Eisenach hat in seiner Sitzung am 11. Dezember 2018 beschlossen dem Verein „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK)-Thüringen e. V.“ beizutreten.


Die Stadt Eisenach ist bereits seit dem 22. Juni 2016 aktives Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen“ und profitiert von der Arbeit in der AGFK-TH. Diese dient der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedskommunen. Ziel der Mitglieder ist es gemeinsame Projekte zum Thema Radverkehr und Nahmobilität zu entwickeln.


In einer Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen wurde beschlossen, dass die AGFK-TH in einen eingetragenen Verein überführt wird. Die Vereinbarung endet am 31.12.2019. Um die finanzielle Unterstützung des Freistaates über 2019 hinaus weiter in Anspruch nehmen zu können, sei nun die Gründung eines eingetragenen Vereins im ersten Halbjahr 2019 notwendig.

Schutzstreifen im Ortsteil Stockhausen

Im Ortsteil Stockhausen verläuft der touristische, aber auch im Alltag gern genutzte Nessetalradweg. Er führt von Gotha über den Kindel, Stockhausen bis hin zum Markt nach Eisenach. Im Ortsteil Stockhausen endete der Radweg bislang ohne erkennbare Weiterführung ins Eisenacher Stadtzentrum an der Nessetalstraße. Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Stockhausen konnte diese Lücke nun mithilfe eines sogenannten Schutzstreifens geschlossen werden. Radfahrer und Autofahrer teilen sich die Fahrbahn. Zur Orientierung und Verdeutlichung wie die Fahrbahn neu aufgeteilt ist, wurde ein beidseitiger Schutzstreifen markiert. Radfahrer werden nun sicher bis zum Radwegabzweig nach Eisenach zur Straße „Am Schinderasen“, geleitet.


Der Schutzstreifen sorgt dafür, dass Radfahrer dort künftig mehr Aufmerksamkeit bekommen und sichtbar auf der Fahrbahn fahren. Das erhöht die Verkehrssicherheit der Radfahrer. „Während Radler bislang dort meist verbotenerweise und zum Ärger der Fußgänger auf dem Gehweg gefahren sind, werden Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern nun reduziert, die Verkehrssicherheit und der Fahrkomfort auf der Fahrbahn für Radfahrende erhöht“, sagt Baubürgermeister Dr. Uwe Möller. “Dank des Schutzstreifens konnten wir gemeinsam mit dem Straßenbauamt Südwestthüringen, das die Sanierung übernommen hatte, eine wichtige Lücke für Touristen aber auch Alltagsradfahrende schließen, die Sicherheit und Akzeptanz des Radverkehrs - gleich von der Autobahn kommend - auf den Straßen Eisenachs erhöhen“, so Möller weiter. Die Straße wurde am 10.12.2018 für den Verkehr frei gegeben. Im Frühjahr folgen dann noch die Rad-Piktogramme auf dem Schutzstreifen. Zur nächsten Radsaison 2019 soll alles fertig sein.


Mit dieser und weiteren Maßnahmen möchte die Stadt Eisenach, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen (AGFK) ist, den Radverkehr sicherer machen und Anreize schaffen, öfter mal das Auto stehen zu lassen.

 

 

„Rad frei“ heißt es jetzt auf der Mühlgrabenbrücke in der Stolzestraße

Eine kleine Maßnahme, jedoch mit großer Wirkung erzielte die Freigabe für den Radverkehr auf der Mühlgrabenbrücke in der Stolzestraße. Dadurch, dass die Brücke mit 2,50 Metern breit genug ist, können Radfahrer direkt und ohne Umweg zum Beispiel vom ZOB über die Stolzestraße zur Fischweide fahren. „Das funktioniert mit dem Auto so nicht“, sagt Möller „Während das Auto für dieselbe Strecke etwa auf 750 Metern Länge durch den Stadtverkehr fahren muss, können Radfahrer mit nur einer Ampel und nach 400 Metern am Ziel noch lange auf den Autofahrer warten“, scherzt Möller. „Im Ernst, anhand dieses Beispiels wird deutlich, wo die klaren Stärken beim Radverkehr liegen. Im Stadtverkehr, innerhalb eines Radius von ein bis fünf Kilometern, stellt das Rad oft die schnellste Alternative zum Auto dar.“


An der Mühlgrabenbrücke steht jetzt (wie auf dem Foto zu sehen) das Schild, Gehweg „Rad frei“, wobei das „Rad frei“ nicht als „Freifahrtschein“ gilt, sondern Radfahrer dürfen hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen sich besonders rücksichtsvoll gegenüber Fußgängern fortbewegen.

 

 

 

Mehr Sicherheit für Alle - der neue Schutzstreifen in der Altstadtstraße

In der Altstadtstraße hat sich der kurze Schutzstreifen mit vorgezogener Haltlinie bewährt. Er bietet allen Verkehrsteilnehmern deutlich mehr Sicherheit. Radfahrer können dort am Stau vorbeifahren und frei von Abgasen an der Ampel warten, bevor sie für Autofahrer gut sichtbar weiterfahren.


Diese Maßnahme führt zu mehr Sicherheit nicht nur für die Radler, sondern auch Fußgänger profitieren. Durch den Platz auf der Fahrbahn, benutzen weniger Radfahrer den Gehweg und auch der Autofahrer sieht den Radfahrer besser wenn dieser gemeinsam auf der Fahrbahn fährt.

 

 

 

Gehweg in der Nicolaistraße in Richtung Karlsplatz wieder frei gegeben

Im September wurde der Gehweg in der Nikolaistraße wieder für den Radverkehr freigegeben und Radler können jetzt wieder auf dem Gehweg in Richtung Karlsplatz fahren.

Das Verkehrszeichen „Rad frei“ macht es möglich, aber auch hier gilt: Radfahrer dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen den Fußgängern Vortritt gewähren.

 

 

 

 

Radeln auf Radweg und Straße - jetzt in der Katharinenstraße möglich

In der Katharinenstraße in Eisenach können Radfahrer ab sofort sowohl auf dem Radweg wie auch auf der Straße fahren. Bisher mussten sie den Geh- und Radweg entlang der nördlichen Häuserzeile in bei-den Richtungen zu nutzen. Die Verkehrsschilder wurden jetzt entsprechend geändert.

„Den Radlern ist es damit nun frei gestellt, in der Katharinenstraße den Radweg oder die Fahrbahn zu benutzen“, erklärt Bürgermeister Dr. Uwe Möller. Das heißt: Radfahrer, die zügig unterwegs sein wollen und kein Problem haben, parallel zu Autos auf der Straße mitzufahren, können dies nun uneingeschränkt tun. Radler, die lieber den etwas gemütlicheren Radweg nutzen wollen, können dies auch weiterhin wie gewohnt.

Die neue Regelung geht zurück auf einen Blick in den Alltag von Radfahrern, für den die Stadtverwaltung im September vergangenen Jahres die „Meldeplattform: RADar“ im Rahmen der Aktion Stadtra-deln 2017 freigeschaltet hatte. Radler konnte so konkrete Probleme und Hinweise der Stadtverwaltung mitteilen. Die Reaktion auf das Angebot war mit über 50 Anregungen sehr gut. Allein für die Kathari-nenstraße gab es acht Hinweise. Hier hat jetzt die Stadtverwaltung reagiert und gemeinsam mit dem ADFC die Bedingungen für Fahrradfahrer verbessert. Während sich bislang Radfahrer über die fehlenden Anschlüsse an der Ampel Kasseler Straße, zum Ehrensteig und an der St. Annen Kirche ärgerten sowie schlechte Sichtbeziehungen und Fahrbahnoberflächen hinnehmen mussten, ist es ihnen jetzt erlaubt auch die Fahrbahn - die bislang Autofahrern vorbehalten war - zu benutzen.

„Wir sehen die Änderung als eine gute und richtige Entscheidung der Stadt an. Radfahrende fahren nicht alle die gleichen Geschwindigkeiten und haben einen unterschiedlichen Bedarf an die Infrastruktur. Jetzt kann – zum Beispiel der schnellfahrende Alltagsradler – offiziell die Fahrbahn benutzen und die langsame, vielleicht ältere Dame oder das etwas schutzbedürftigere Kind den Radweg benutzen.“ sagt Christoph Meiners, Vorsitzender vom ADFC – Kreisverband Eisenach und Wartburgkreis.

Übrigens wird es auch 2018 im Zusammenhang mit dem Stadtradeln 2018 wieder die Möglichkeit geben, Mängel und Hinweise während des Aktionszeitraumes vom 3. Bis 23. September der Stadtverwal-tung zu melden - über die Onlineplattform: www.radar-online.net/eisenach.

Was sich für alle Verkehrsteilnehmer in der Katharinenstraße geändert hat in Kürze:

 

     Radfahrende dürfen zusammen mit Autos und Bussen auf der Katharinenstraße fahren

     Radfahrende auf dem Gehweg, müssen Fußgängern den Vorrang geben und dürfen diesen nur   mit Schrittgeschwindigkeit (7-15 km/h) befahren.


Radverkehrskonzept

Die Stadt Eisenach fördert das Fahrrad als Fortbewegungsmittel seit Jahren. Ein Radverkehrskonzept der Stadt Eisenach wurde im Jahr 2003 beschlossen.

 

 Folgende Downloads zum Thema sind verfügbar:


Radnetz - aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Eisenach

Radverkehrskonzept 2003 der Stadt Eisenach

AG Radverkehr & ADFC-Wartburgkreis und Stadt Eisenach

Neben der Mitarbeit bei verschiedenen Arbeitsgruppen der AGFK-TH, hat die Stadt Eisenach selbst eine Arbeitsgemeinschaft Radverkehr (AG RAD). Die AG RAD trifft sich unregelmäßig, in der Regel 2mal im Jahr, um über Veranstaltungen, Infrastruktur und sonstige Radverkehrsthemen in Eisenach zu sprechen. Die AG besteht zum einen Teil aus Mitgliedern des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) der Regionalgruppe Wartburgkreis und zum anderen aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung. Mehr Informationen und Veranstaltungen vom ADFC-Wartburgkreis erhalten Sie hier.

Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen

Die Stadt Eisenach ist seit 2016, 13. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen (AGFK-TH). Die AGFK-TH hat das Ziel die Mitgliedskommunen besser zu vernetzen und sich beim Thema Radverkehrsförderung für die Rad Fahrenden im Alltag und Freizeit zu engagieren.

Die AGFK-TH hat bereits verschiedene Aktionen und Angebote für mehr Rücksicht im Straßenverkehr durchgeführt und entwickelt. Die aktuellsten Projekte und Neuigkeiten erhalten Sie hier.


Radroutenplaner Thüringen

Mit Hilfe des Radroutenplaners Thüringens können Sie Ihre Touren in und um Eisenach aber auch innerhalb des gesamten Freistaates planen. Neben der Routenplanung können Sie Streckenprofile, Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten bis hin zu den Angeboten des ÖPNV und dem Wetterbericht alles abrufen, was das Radlerherz begehrt. Strecken können individuell geplant oder als fertige Themenroute abgerufen werden. Die gewählte Strecke lässt sich natürlich auch ausdrucken oder als GPS-Track herunterladen.


Radwege in Thüringen

Auf zwei Rädern durch Thüringen - Radwege in Thüringen

 

Entdecken Sie einen der 13 Radfernwege und eine Vielzahl anderer thematischer oder regionaler Radwege in Thüringen.

 

Informationen zu interessanten Radwegen in und um Eisenach sowie zum Fahrradverleih finden Sie hier.


Nationaler Radverkehrsplan

Die Bundesregierung will den Anteil des Fahrradverkehrs am Modal Split weiter steigern. Daher fördert  das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Radverkehr mit dem Nationalen Radverkehrsplan 2020 (NRVP). Mit dem NRVP wird ein breiter gesellschaftlicher Dialog über neue Wege und Umsetzungsstrategien zur Radverkehrsförderung angestoßen, um so zu einem noch radfahrfreundlicheren Klima in Deutschland beizutragen. Das Ziel des NRVP ist es, den Radverkehr attraktiver und sicherer zu machen sowie den sog. Umweltverbund aus ÖPNV, Fuß- und Radverkehr insgesamt zu stärken.