BACH-KOMPOSITIONSPREIS: URAUFFÜHRUNG IM LANDESHTEATER EISENACH

Porträtfoto von Martin Sadowski

Martin Sadowski ist der Preisträger des 5. Internationalen Bach-Kompositionswettbewerbs 2025. Sein Werk wird am 6. November in Eisenach uraufgeführt. © Stadt Eisenach/Benjamin Schenk

Die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach präsentiert in ihrem nächsten Sinfoniekonzert ein besonderes Highlight: Das Orchesterwerk „arche/íon" des deutsch-polnischen Komponisten Martin Sadowski kommt zur Uraufführung. Mit diesem Stück gewann Sadowski den von der Stadt Eisenach ausgelobten 5. Internationalen Bach-Kompositionspreis 2025.

 

Das Konzert findet am Freitag, 6. November, um 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach statt. Unter dem Motto „Mit Herz und Seele" stehen neben der Uraufführung zwei weitere Meisterwerke auf dem Programm: Johannes Brahms' Violinkonzert D-Dur und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 2. An dem Abend wird die Thüringen Philharmonie von Alexej Kornienko dirigiert.

 

Einstimmiges Votum der Juroren

Martin Sadowski, Jahrgang 1981, konnte sich mit „arche/íon“ gegen eine starke internationale Konkurrenz behaupten. Insgesamt gingen 38 Einsendungen aus 16 Ländern ein. Die unabhängige Jury entschied sich einstimmig für Sadowskis Komposition und lobte besonders „die eindringliche klangliche Sprache, die sich mit präziser formaler Gestaltung verbindet". Das Werk überzeugte durch innovative Orchestrierung, expressive Dramaturgie und den gezielten Einsatz moderner Spieltechniken sowie Mikrotonalität – stets dem klanglichen Ergebnis untergeordnet.

 

Die Jury bestand aus drei renommierten Fachleuten: der Dresdner Komponistin Annette Schlünz (Vorsitz), der Berliner Musikwissenschaftlerin Eva-Maria Tiago de Oliveira Pinto und dem estnischen Komponisten Juri Reinvere, der 2025 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet wurde.

 

Bachs Erbe zeitgenössisch denken

Mit dem Internationalen Bach-Kompositionswettbewerb möchte die Stadt Eisenach das Werk ihres berühmtesten Sohnes, Johann Sebastian Bach, durch neue Kompositionen aktualisieren. Zeitgenössische Musikerinnen und Musiker sind dazu eingeladen, sich in ihren Werken mit Bach auseinanderzusetzen.

 

Der Wettbewerb wird seit 2021 alle zwei Jahre auf einschlägigen Portalen für zeitgenössische Musik ausgeschrieben und ist mit 4000 Euro dotiert. Zuvor fand er jährlich statt. Wichtiger Partner sind die Goethe-Institute, die die Ausschreibung weltweit verbreiten. Die Stadtverwaltung dankt für diese wertvolle Kooperation. Ein weiterer Dank gilt Michaela Barchevich, Intendantin der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach, für die Aufnahme der Preisträgerwerke in den Spielplan.

 

Besonders hervorzuheben: Eisenach ist die einzige Stadt in Deutschland, die einen städtisch finanzierten Preis für die zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Musik ihrer großen Söhne vergibt.

 

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