EINLADUNG ZUM POGROMGEDENKEN AM 9. NOVEMBER

Die Gedenkstätte der früheren Synagoge.

An der Gedenkstätte der früheren Synagoge wird der Opfer der Novemberpogrome von 1938 gedacht.

Die Stadt Eisenach lädt gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen, der katholischen Kirchgemeinde St. Elisabeth, dem Eisenacher Bündnis gegen Rechtsextremismus und dem Deutschen Gewerkschaftsbund zum Pogromgedenken am 9. November ein.

 

Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Gedenkstätte der früheren Synagoge. Dort sprechen Ingo Wachtmeister, Hauptamtlicher Beigeordneter der Stadtverwaltung, ein Vertreter des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Pfarrer Armin Pöhlmann. Lehrerinnen der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ begleiten die Veranstaltung musikalisch. 

 

Des Weiteren wird ein Gedicht von Avital Bon-Chorin (1923-2027) vorgetragen. Die Eisenacherin konnte im Alter von 13 Jahren aus Deutschland flüchten und fand in Israel eine neue Heimat. Zeitlebens ist sie ihrer Geburtsstadt verbunden geblieben und hat sich für die Versöhnung eingesetzt. Es war ihre feste Überzeugung, dass man die Enkel nicht für die Taten der Großeltern verantwortlich machen kann. 2012 ist Avital Ben-Chorin die Ehrenbürgerwürde der Stadt Eisenach verliehen worden.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung an der Synagogen-Gedenkstätte gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam zum Bahnhof – auf dem Weg, den auch die Eisenacher Jüdinnen und Juden nehmen mussten, als sie aus der Stadt vertrieben und in die Vernichtungslager deportiert worden sind. Die Ankunft in der Bahnhofshalle wird gegen 18.15 Uhr sein. An der dortigen Gedenktafel wird Pfarrer Dr. Christian Bock sprechen und zum Gebet einladen.

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