AUF EIN WORT VOR ORT: STADT EISENACH INFORMIERT ÜBER DEN WINTERDIENST

Fünf Männer stehen vor Winterdienstfahrzeugen.

Oberbürgermeister Christoph Ihling (Mitte) und die vier Winterdienstleiter (von links): Sebastian Ruppert, Holger Rudolph, Eric Werner und Markus Mayer.

Zwei städtische Räumfahrzeuge sind zu sehen.

Die städtischen Räumfahrzeuge sind an diesem Nachmittag vorgestellt worden.

Die Stadtverwaltung Eisenach hatte am Freitag, 30. Oktober, interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem besonderen Nachmittag auf den städtischen Bauhof in der Gaswerkstraße 28 eingeladen. Unter dem Motto „Auf ein Wort vor Ort“ haben Oberbürgermeister Christoph Ihling, der Leiter des Fachbereichs Infrastruktur, Bolko Schumann, und die vier Winterdienstleiter erläutert, was der städtische Winterdienst leisten kann und wo seine Grenzen liegen. Zudem wurden verschiedene Fahrzeuge vorgestellt und die Räum- und Streupflichten verständlich erklärt.

 

Streusalz für Fahrbahnen und Schiefer für Gehsteige

Die Winterdienstsaison beginnt wie gewohnt am 1. November und dauert bis zum 31. März kommenden Jahres. Im Vorfeld wurden die Lager gefüllt: 600 Tonnen Streusalz für die Fahrbahnen und 30 Kubikmeter Blähschiefer zum Abstumpfen der Gehwege stehen bereit. Des Weiteren werden 1000 Meter Schneefangzäune aufgestellt, die gefährdete Straßen vor Schneeverwehungen schützen sollen. Auch rund 140 Streugutbehälter werden noch befüllt.

 

„Die Temperaturen sind zwar aktuell noch mild, doch der erste Wintereinbruch kann schneller kommen, als man denkt. Wir sind auf Eis und Schnee vorbereitet", betonte der Oberbürgermeister. „Unser Team wird alles tun, um die Straßen und Wege schnee- und eisfrei zu halten. Trotzdem ist es nicht möglich, jede Strecke immer perfekt geräumt und gestreut zu haben. Dafür bitte ich um Verständnis."

 

Prioritäten beim Räumen und Streuen

Die Stadt konzentriert sich beim Winterdienst auf Straßen, die sowohl verkehrswichtig als auch gefährlich sind. Als verkehrswichtig gelten Hauptverkehrsstraßen – dazu zählen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen – sowie wichtige Verbindungsstraßen und Routen mit Buslinienverkehr. Als gefährlich eingestuft werden Straßen beispielsweise bei steilen Gefällen oder wenn Glätte trotz vorausschauender Fahrweise und Sorgfalt nicht rechtzeitig erkennbar ist. Nach diesen Maßstäben werden die Winterdiensteinsätze priorisiert. Berücksichtigt wird zusätzlich das zu erwartende Verkehrsaufkommen. Soweit es die Kapazitäten zulassen, werden auch Anlieger- bzw. Wohnstraßen und weitere Flächen geräumt und gestreut. Wichtig ist: Fahrzeuge müssen so geparkt werden, dass sie die Räumfahrzeuge bei ihrem Einsatz nicht behindern.

 

 Zwei neue Fahrzeuge ersetzen alte Modelle

Im Rahmen der Vorbereitungen wurden auch sämtliche Fahrzeuge und Gerätschaften überprüft und gewartet. Zwei neue Fahrzeuge ersetzen im Rahmen der Ersatzbeschaffung veraltete Modelle: Es sind ein Laster und ein Trägerfahrzeug, das verschiedene Anbaugeräte wie Schiebeschild aufnehmen kann. 

 

Der Winterdienst wird in zwei Schichten organisiert: wochentags von 4 Uhr bis 22 Uhr und an Wochenenden sowie Feiertagen von 6 Uhr bis 20 Uhr. In extremen Wetterlagen ist auch ein Dreischichtbetrieb möglich. Insgesamt betreut das Team etwa 275 Streckenkilometer. Bei einem Winterdiensteinsatz sind in jeder Schicht 51 Beschäftigte der Stadtverwaltung Eisenach und ihrer Vertragspartner mit 33 Fahrzeugen auf insgesamt 25 Touren im Einsatz.

 

Fokus liegt auf Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

Neben den Fahrbahnen stehen die Gehwege und zunehmend ebenso die Radwege im Fokus des Winterdienstes. Eine Übersicht der Straßen, die regelmäßig geräumt werden, sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Winterdienst finden Bürgerinnen und Bürger hier.