Die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Eisenach-Mitte wurden am Dienstag, 3. November, um 19.59 Uhr wegen eines Kellerbrands „An der Tongrube“ in Eisenach-Nord alarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr waren bereits zwei Treppenaufgänge komplett verraucht: Haus Nummer 12 und 14. Der Rauch hatte sich außerdem bis in Haus Nummer 16 ausgebreitet. Die meisten Bewohner hatten das Gebäude selbstständig verlassen. Einige wurden durch Polizei und Feuerwehr über die Treppenhäuser ins Freie gebracht, einzelne Bewohner auch mit Brandfluchthauben.
Eine Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden
Nachdem die Aufgänge geräumt waren, ging die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vor. Im Haus Nummer 12 brannten zwei Kellerabteile in voller Ausdehnung. Das Feuer war um 20.36 Uhr gelöscht. Auf Grund der baulichen Gegebenheiten war es für die Feuerwehr sehr schwierig, die Gebäude zu belüften und den Rauch aus dem Keller abzuleiten. Eine weitere Ausbreitung des Feuers und Rauchs konnte jedoch verhindert werden.
In den Aufgängen waren insgesamt 42 Wohnungen betroffen. Eine Frau und ein Mann mussten auf Grund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus. Drei weitere Personen wurden ambulant behandelt. 21 Bewohnerinnen und Bewohner wurden durch das Deutsche Rote Kreuz in der Turnhalle des Förderzentrums betreut. Das Verkehrsunternehmen Wartburgmobil unterstützte mit einem Bus, so dass die Evakuierten zur Turnhalle gefahren werden konnten. Da sich zahlreiche Personen bereits um eine andere Unterbringung bemüht hatten, ist eine genaue Zahl der evakuierten Mieterinnen und Mieter nicht genau festzustellen.
Großeinsatz mit vielen Kräften
Im Einsatz waren 44 Kräfte der Feuerwehr Eisenach – Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Eisenach-Mitte, Stedtfeld, Stockhausen, Neukirchen – sowie 30 Einsatzkräfte des DRK Eisenach mit dem Sanitäts- und Betreuungszugs, sechs Einsatzkräfte der Polizei und der Einsatzleitdienst Wartburgkreis. Die Freiwilligen Feuerwehren Neuenhof und Stregda sicherten während der Zeit des Großeinsatzes den Grundschutz für das Stadtgebiet ab.
Gegen 23 Uhr kehrten zuerst die Bewohnerinnen und Bewohner der Gebäude 14 und 16 in ihre Wohnungen zurück. Gegen 23.30 Uhr folgten die Mieterinnen und Mieter der Nummer 12 – in dem Aufgang musste erst noch für Strom gesorgt werden, der in Folge des Brandes ausgefallen war.
Nach Angaben der Polizei ist ein Sachschaden von rund 10.000 Euro entstanden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.


