Werner Fischer

geboren am 07.03.1902 in Eisenach / gestorben am 22.11.1976 in Mannheim (in Eisenach beigesetzt

 

Oberbürgermeister von in Eisenach von 1946 bis 1953

 

Werner Fischer kam als Kind des Schmiedes und späteren Kaufmanns Heinrich August Fischer und dessen Frau Frieda Franziska Wilhelmine Reinicke zur Welt. Er besuchte die Volksschule und die Sekundarschule, ehe er eine Kaufmannslehre abschloss.

Von 1924 bis 1946 amtierte er in leitender Stellung bei der Zigarrenfabrik Bruns in Eisenach.

 

Im Ergebnis der Gemeinderatswahlen 1946 wurde Fischer Oberbürgermeister in Eisenach. Er amtierte in der für die Stadt schwierigen Nachkriegszeit, die von Mangel und Entbehrungen, aber auch von Aufbauwillen geprägt war. Die Einengung der demokratischen Rechte sowie des Handlungsspielraums im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung führten dazu, dass Fischer 1953 seinen Rücktritt erklärte.

 

Er übersiedelte 1954 nach Heidelberg, wo er in der Geschäftsführung Fa. Bruns tätig war.

 

Als ausgewiesener Gegner des NS-Regimes gehörte er 1945 zu den Mitbegründern der LDPD in Eisenach.

 

Fischer war auch Mitglied der Volkskammer.

 

Seine Ehefrau Maria Frieda, geb. Graties und drei seiner vier Kinder verlor er am 11.09.1944 bei Bombenangriff auf Eisenach.