Dr. jur. Ernst Andreas Fresdorf

geboren am 04.09.1889 in Rothensee/Magdeburg / gestorben am 25.10.1967 in Köln

 

Oberbürgermeister von Eisenach von Mai bis Juli 1945

 

Als Sohn des Gerichtssekretärs Andreas August Fresdorf und dessen Frau Pauline Schmidt kam Ernst Fresdorf 1889 in Rothensee zur Welt. Dem Besuch des Reformrealgymnasiums folgte ein Jurastudium in Freiberg, Leipzig, Marburg, Berlin und Halle.

 

1919 heiratete er Charlotte Thiel, mit der er zwei Kinder hatte.

 

1918 wirkte er als Assessor in Posen, 1919 als Magistratsassessor und 1920 als Magistratsrat in Magdeburg. Seit 1926 war er Oberbürgermeister in Brandenburg/Havel, 1931 zweiter Bürgermeister in Köln.

 

Fresdorf war Mitglied der SPD.

 

1933 wurde er von den Nationalsozialisten seines Amtes enthoben, kurzzeitig zunächst im Kölner Gefängnis Klingelpütz und anschließend in der JVA Wittlich (heute Rheinland-Pfalz) inhaftiert.

 

Seit 1934 arbeitete Fresdorf als Wirtschaftstreuhänder in Köln. Ab 1942 war er Syndikus der Treuhandvereinigung AG Berlin AG.

 

Während einer Durchreise wurde Fresdorf am 07.05.1945 von den Amerikanern als Oberbürgermeister in Eisenach eingesetzt; im Juli 1945 schließlich von der Sowjetischen Besatzungsmacht unter Anschuldigung eines Devisenvergehens verhaftet und bis 1950 in Buchenwald interniert.

 

Nach seiner Entlassung wirkte er als Erster Beigeordneter, später Stadtdirektor in Köln.

 

Fresdorf ging 1954 in Ruhestand und wirkte bis 1957 Organisationsleiter der Bundesgartenschau Köln.