Karl Robert Hermann

geboren am 28.11.1885 in Unkeroda / gestorben am 01.10.1973 in Eisenach

 

Oberbürgermeister von 1945 bis 1946

 

Als Sohn des Gärtners Lorenz Hermann und dessen Frau Katharine Herbst geboren, besuchte Karl Hermann die Volksschule in Unkeroda und seit 1900 die Gewerbeschule in Eisenach. Er erlernte das Maurerhandwerk und ging 1903 auf Wanderschaft. Nach seiner Rückkehr arbeitet er bis 1910 in seinem Beruf und wurde dann Expedient der "Thüringer Tribüne", 1911 Gewerkschaftssekretär, 1912 Geschäftsführer des Bauarbeiterverbandes.

 

Am Ende des Ersten Weltkriegs, an dem er seit 1915 teilgenommen hatte, wurde er 1918 Vorsitzenden des Arbeiter- und Soldatenrates in Eisenach.

 

Seit 1919 Redakteur "Eisenacher Volkszeitung", wurde er im Oktober 1920 Thüringer Minister des Inneren bis Februar 1924, anschließend 1925 Leiter des kommunalpolitischen Sekretariats der SPD Groß-Thüringen, danach arbeitete er in gewerkschaftlichen Wirtschaftsunternehmen für das Baugewerbe und 1926 wurde er schließlich Bezirksleiter des Verbandes sozialer Baubetriebe Mitteldeutschland in Eisenach.

Von 1933 bis 1939 war er Maurerpolier, von 1939 bis 1944 Angestellter der Maschinenfabrik Gebr. Röber Wutha.

 

Schon 1933, 1937 und 1941 wurde er kurzzeitig inhaftiert.

1944/45 brachten man ihn in die KZ Ravensbrück, Berlin-Moabit und Sachsenhausen.

 

1945 wurde er Oberbürgermeister von Eisenach.

 

Nach seiner Amtszeit wurde Karl Hermann Ministerialrat im Landesamt für Kommunalwesen bzw. im Thüringer Innenministerium und 1948 Oberbürgermeister in Mühlhausen.

 

1951 ging er in den Ruhestand.

 

Karl Hermann war 1912 bis 1914 und 1919 bis 1921 Mitglied der Eisenacher Stadtverordnetenversammlung, 1928 bis 1930 Mitglied des Deutschen Reichstages, 1919 bis 1928 und 1930 bis 1933 Landtagsabgeordneter in Thüringen sowie 1946 bis 1950 Mitglied des Thüringer Landtages.

 

Karl Hermann war zunächst mit Anna Pabst, später mit Elise Schmidt verheiratet.