Dr. jur. Friedrich (Fritz) Armin Janson

geboren am 29.03.1885 in Langula / gestorben am 26.05.1946 in Höngeda

 

Oberbürgermeister vonEisenach von 1919 bis 1937

 

Jansons Vater Arthur war Landwirt und entstammte einer eingewanderten schwedischen Gutsbesitzerfamilie; seine Mutter war Emma Carius. Fritz Janson besuchte Schule und Gymnasium in Mühlhausen, studierte 1904 bis 1908 Jura in München, Berlin und Göttingen und arbeitete nach dem Referendarexamen an verschiedenen Thüringer Gerichten. 1911 legte er sein Assessorexamen ab.

 

1913 heiratete er die Fabrikantentochter Ida Kästner, mit der er zwei Kinder hatte.

 

Nach einigen Monaten als Gerichtsassessor in Dingelstedt und Naumburg wechselte er 1913 in die Verwaltungslaufbahn und wurde Magistratsassessor in Zeitz.

 

Als Reserveoffizier nahm er am Ersten Weltkrieg teil.

 

Von 1919 bis 1937 war er Oberbürgermeister in der Wartburgstadt. Er gehörte zu den ganz wenigen deutschen Stadtoberhäuptern, die sich nach 1933 im Amt behaupten konnten, ohne Mitglied der NSDAP zu sein.

Als Anhänger der Deutschen Volkspartei und Vertrauter des Reichskanzlers Gustav Stresemanns engagierte sich Janson für die Aufrechterhaltung der bürgerlichen Ordnung in Eisenach während der turbulenten Nachkriegsjahre. Janson bemühte sich um Förderung der einheimischen Wirtschaft.

Während seiner Amtszeit kam BMW nach Eisenach, er wirkte im Verwaltungsrat der "Stiftung-Carl-Alexander-Bibliothek" und gehörte zu den Gründern und Förderern der Wartburgstiftung.

Seiner Initiative zu verdanken sind auch die Gründung der "Hainstein AG" (Bildungsstätte für evangelische Theologen), die Überführung des Elektrizitätswerkes in städtisches Eigentum, der Bau von Wohnsiedlungen und des neuen Gebäudes der Ernst-Abbe-Schule sowie eines neuen Flügels am städtischen Krankenhaus und vieles andere.

Bei seinem Ausscheiden erhielt Janson die Ehrenbürgerwürde.

 

Sein Grab wird noch heute als Ehrengrab auf dem Eisenacher Friedhof gepflegt.