Fritz Sigfried Möckel

geboren am 16.02.1923 in Jauer (heute Polen) / gestorben am 07.10.1987 in Eisenach

 

Bürgermeister von Eisenach von 1961 bis 1974

 

Der als Sohn des kaufmännischen Angestellten Fritz Möckel und dessen Frau Margarete (geb. Ludwig) geborene Sigfried Möckel besuchte zunächst die Grundschule, ab 1933 die Oberschule Löbau, wo er 1940 das Abitur ablegte.

 

Während des Krieges wurde er schwer verwundet.

 

Die Prüfung als Industriekaufmann legte er 1946 ab, ehe er 1957 Staatsrecht und 1959 Ökonomie im Fernstudium studierte.

 

Nach dem Krieg arbeitete Möckel zunächst im Bergbau Espenhain, wo er wegen Krankheit in die Verwaltung wechselte. 1949 war er Betriebsprüfer in Borna und 1952/53 Angestellter beim Rat des Kreises Geithein.

Seit 1953 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender des Rates des Kreises Borna, 1954 in der gleichen Funktion beim Rat der Stadt Leipzig.

1958 war er hauptamtlich im Sekretariat der LDPD beschäftigt, ehe man ihn 1961 zum Bürgermeister in Eisenach berief.

 

1974 musste er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Während seiner Amtszeit verlor Eisenach mit der Aufgabe der Politik der Deutschen Einheit politisch an Bedeutung. Gleichzeitig wuchs die Stadt in wirtschaftlicher Hinsicht als wichtiger Pkw-Bau-Standort in der DDR (Automobilwerk Eisenach, Produktionsstätte des "Wartburg").

 

Möckel war seit 1947 Mitglied der LDPD, u.a. im Zentralvorstand. Er war außerdem von 1962 bis 1979 Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindetages.

 

Möckel war seit 1945 verheiratet und hatte fünf Kinder.