August Nikolaus Müller

geboren am 12.02.1856 in Dortmund / gestorben am 10.04.1926 in Kassel

 

Oberbürgermeister von Eisenach von 1893 bis 1900

 

Der gebürtige Dortmunder besuchte ebenda das Gymnasium von 1865 bis 1870 und von 1870 bis 1874 ein Lyceum in Hannover, ehe er bis 1877 Jura an den Universitäten Heidelberg, Göttingen und Berlin studierte.

 

Er war verheiratet mit Elisabeth Sperber und hatte zwei Kinder.

 

Von 1878 bis 1880 wirkte er als Referendar in Marburg und Uelzen. 1880 erfolgte sein Eintritt in den Weimarischen Justizdienst. Er arbeitete zeitweise als Rechtsanwalt in Weimar und seit 1884 im Thüringischen Verwaltungsdienst. Hier wurde er 1887 Bezirkskommissar, später Bezirksrat, in Eisenach.

 

Seine Wahl zum Oberbürgermeister der Wartburgstadt erfolgte 1893.

 

1900 bis 1912 erfüllte er die gleiche Funktion in Kassel.

 

In seine Eisenacher Amtszeit fällt ein nachhaltiger wirtschaftliche, sozialer und kultureller Aufschwung, gekennzeichnet von forcierter Industrialisierung und rasanter Entwicklung des Kurbades Eisenach, dazu die Gründung der Fahrzeugfabrik Eisenach, Bau von Hotels und Kureinrichtungen, Eröffnung des Straßenbahnverkehrs, Wiederbelebung des Sommergewinns-Umzuges 1897 und anderes mehr.

 

Ihm zu Ehren benannte man 1908 die Müllerstraße.