EISENACH IST ERNEUT FAIRTRADE-STADT

Zwei Frauen und zwei Männer reuen sich über die erneute Auszeichnung von Eisenach als Fairtrade-Stadt und halten urkudne und Flyer in den Händen.

Sie freuen sich über die erneute Auszeichnung von Eisenach als Fairtrade-Stadt (von links nach rechts): Christine Morsch, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Eine-Welt-Laden, Diana Artschwager, Ingo Wachtmeister und Clemens Roschka, alle Mitglieder der Steuerungsgruppe.

So sieht das Eisenacher Fairtrade-Stadt-Logo aus.

So sieht das Eisenacher Fairtrade-Stadt-Logo aus.

Die Stadt Eisenach erfüllt weiterhin alle Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und darf den Titel „Fairtrade-Stadt“ für weitere zwei Jahre tragen. Die Auszeichnung wurde der Wartburgstadt erstmals im Jahr 2012 durch Fairtrade Deutschland e.V. verliehen und wird regelmäßig nach erfolgreicher Prüfung der Kriterien erneuert.

 

Der Hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Eisenach, Ingo Wachtmeister, begrüßt die erneute Auszeichnung: „Die Verlängerung des Titels bestätigt, dass fairer Handel in Eisenach fest verankert ist. Sie zeigt, was möglich ist, wenn Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich freue mich sehr, dass unsere Stadt Teil des internationalen Netzwerks der Fairtrade-Towns ist. Auch künftig werden wir uns dafür einsetzen, den fairen Handel vor Ort weiter zu stärken und nachhaltig zu fördern.“ Wachtmeister ist Mitglied der Steuerungsgruppe, die alle Aktivitäten rund um den fairen Handel in Eisenach koordiniert. 

 

Fünf Kriterien für den Titel

Um als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet zu werden, müssen dauerhaft fünf Kriterien erfüllt werden. Dazu gehört unter anderem, dass bei Empfängen der Stadtverwaltung sowie bei städtischen Veranstaltungen fair gehandelter Kaffee, Tee oder Saft ausgeschenkt wird. Das war im vergangenen unter anderem beim Europatag, beim Tag der Städtebauförderung oder beim Fest in der Stadtbibliothek der Fall. Darüber hinaus haben Oberbürgermeister und Stadtrat die Unterstützung des fairen Handels durch einen Ratsbeschluss bekräftigt. 

 

Die Steuerungsgruppe organisiert und begleitet die Fairtrade-Aktivitäten. Ihr gehören neben Ingo Wachtmeister Diana Artschwager als Vertreterin für den Stadtrat, Clemens Roschka als Vorsitzender des Eine Welt Vereins, Christian Herbst, Präses der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Eisenach sowie ein Vertreter des Jugendbeirats und des Gewerbevereins an. Ansprechpartnerin in der Stadtverwaltung ist Heidrun Sachse, Leiterin der Stabsstelle Integrierte Entwicklung Eisenach – Klima, Nachhaltigkeit, Tourismus.

 

Zu den weiteren Kriterien zählen ein breites Angebot fair gehandelter Produkte im Einzelhandel und in der Gastronomie, Bildungs- und Informationsarbeit und eine regelmäßige Berichterstattung über die Aktivitäten in den lokalen Medien.

 

Fairer Handel sichtbar in der Stadt

Mit ihrem eigenen Fairtrade-Stadt-Logo macht Eisenach sein Engagement auch nach außen sichtbar. Gewerbetreibende, Gastronomiebetriebe und Veranstalter können das Logo nutzen, um auf ihre Unterstützung des fairen Handels aufmerksam zu machen.

 

Ein fester Bestandteil des Jahresprogramms ist die Faire Woche, die regelmäßig mit vielfältigen Mitmachangeboten in Eisenach stattfindet. Dazu gehörten in den vergangenen Jahren unter anderem Frühstücke mit fair gehandelten Produkten sowie Workshops zur Herstellung eigener Schokolade aus fair gehandeltem Kakao. Eine Ausstellung informierte über die Grundprinzipien des fairen Handels – darunter faire Löhne, das Verbot von Kinderarbeit und den Schutz der Umwelt. 

 

Die diesjährige Faire Woche findet bundesweit vom 11. bis 25. September statt. Geplant sind in Eisenach unter anderem ein Grillevent im Gasthaus „Storchenturm“ (6.9. nur mit Anmeldung), ein Infostand auf dem Eisenacher Wochenmarkt (18.9. ab 10 Uhr), eine Social-Media-Kampagne #wirsindallefairtrade sowie das Jubiläum „30 Jahre Eisenacher Markt der Völker“ (am 25.9. im Weltladen am Markt während der Öffnungszeiten und am 30.10. im Nachbarschaftszentrum). Zu den Veranstaltungen der Fairen Woche sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

Teil eines weltweiten Netzwerkes

Eisenach ist eine von über 820 Fairtrade-Städten in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit, nachhaltigen Konsum und faire Handelsbeziehungen.

 

Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns-Kampagne finden Sie hier.