Der Eisenacher Stadtrat hat am 20. Mai 2026 im Stadtratssaal im Verwaltungsgebäude am Markt 22 (ehemaliger „Rautenkranz“) getagt. Die Beschlüsse des Gremiums im Überblick:
Jahresabschluss 2025
Oberbürgermeister Christoph Ihling teilte mit, dass der Jahresabschluss für das vergangene Jahr nun vorliegt. Die Jahresrechnung 2025 ist hier zu finden.
Neues Wasserspiel am Marktplatz
Der Marktplatz in Eisenach wird künftig ein Wasserspiel erhalten. Dank einer privaten Spende von insgesamt 14.000 Euro – eingebracht von zwei Familien – kann die Stadt die Investition von 25.000 Euro realisieren. Im Pflaster nahe dem Brunnen werden drei Düsen eingebaut, die über sogenannte „Fontänenhüpfer“ aktiviert werden können. Das Wasserspiel wird den Platz für Kinder und Familien attraktiver machen und an warmen Tagen das Mikroklima spürbar verbessern. Der Einbau ist noch in diesem Jahr geplant.
Jahresrechnung 2023
Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2023 der Stadt Eisenach festgestellt und die damalige Stadtspitze entlastet.
Jahresabschluss 2023 des optimierten Regiebetriebs
Der Stadtrat hat den Jahresabschluss 2023 für den optimierten Regiebetrieb „Amt für Infrastruktur“ festgestellt und die damalige Oberbürgermeisterin Katja Wolf entlastet.
Zurückführung von Gewinnen
Zudem hat der Stadtrat beschlossen, zukünftige Gewinne des optimierten Regiebetriebes für das laufende Wirtschaftsjahr in die Rücklagen fließen zu lassen. Auch künftige Gewinne sollen als finanzielle Reserven für Investitionen verwendet werden. Diese stammen unter anderem aus der Parkraumbewirtschaftung oder der Vermietung städtischer Gebäude.
Investitionen in Kindergärten und -krippen
Einstimmig beschlossen die Räte die Weitergabe von 278.000 Euro an Eisenacher Kindergärten und -krippen. Das Geld stellt der Freistaat Thüringen für Investitionen bereit. So erhält beispielsweise der Kindergarten „Dreiklang“ Am Schleierborn knapp 32.000 Euro für die Beschattung der Fenster an der Südseite und die „Kinder-Arche-Barfuß“ etwa 35.000 Euro für die Wärmedämmung. Über den größten Betrag freut sich das „Regenbogenhaus“. Hier fließen rund 205.000 Euro in die Dachsanierung.
Standortstudie Fusion städtischer Gymnasien
Die beiden städtischen Gymnasien – das Elisabeth-Gymnasium in der Nebestraße und das Gymnasium „Ernst-Abbe“ an den Standorten Wartburgallee und Theaterplatz – sollen aufgelöst werden. Aus beiden Schulen soll ein neues städtisches Gymnasium entstehen. Im Vorfeld zur Sitzung des Stadtrates hatte es einen Einwohnerantrag gegeben, der erreichen wollte, dass über die Zusammenführung nicht einfach entschieden wird. Ziel des Antrags war, dass zuvor eine Standortstudie für einen gymnasialen Campus erarbeitet wird. Die Stadträte stellten fest, dass der Einwohnerantrag zulässig ist. Beim Anliegen selbst ging eine Mehrheit allerdings nicht mit. Die Beauftragung einer Studie wurde bei 18 Gegenstimmen, zwölf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen verworfen.
Schulnetzplanung
Die Schulnetzplanung für den Zeitraum der Schuljahre 2027/28 bis 2031/32 wurde beschlossen – und damit auch die Schaffung eines neuen städtischen Gymnasiums ab dem Schuljahr 2027/28. Das Ergebnis der Abstimmung im Detail: 23 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Zuvor war der Beschlusstext um die Auflage ergänzt worden, dass die Stadt Eisenach diesen Prozess von einem externen Büro professionell begleiten lässt. Nun muss das Thüringer Bildungsministerium der Schulnetzplanung noch zustimmen. Die Schulnetzplanung sowie umfangreiche Stellungnahmen können hier nachgelesen werden.
Museumskonzept
Das Thüringer Museums Eisenach soll weiterentwickelt werden. Vor allem das Stadtschloss soll einen offeneren Charakter erhalten. Museum Tourist-Information und kulturelle Veranstaltungen sollen Hand in Hand gehen und das Thüringer Museum als zentralen Kulturort in der Innenstadt sichtbar verankern. Der Stadtrat befürwortete die konzeptionelle Neuausrichtung in ihren Grundzügen einstimmig. In der kommenden Sitzung im Juli wird die konkrete Planung vorgestellt.
Neues Mitglied im Kulturbeirat
Toni Schulz, Geschäftsführer der Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH, wurde für die Sparte Tourismus in den Kulturbeirat berufen. Als Nachrückerinnen wurden Josephine Walther und Melanie Tänzer bestimmt.
Zudem beschloss der Stadtrat die Einstellung verschiedener Bebauungspläne (B-Pläne). Im Einzelnen sind das der B-Plan Nr. 37 „Bleiweißmühle“, der B-Plan Nr. 7 „Erbstal“, der B-Plan 52 „Neue Mühle – Trenkelhofer Straße“ sowie der B-Plan „Hofferbertaue“. Außerdem wurde ein Grundstück aus dem Sanierungsgebiet „Katharinenstraße“ entlassen sowie die Neufassung der Betriebssatzung für den optimierten Regiebetrieb beschlossen. Abschließend erteilte der Rat grünes Licht für mehrere Mehrausgaben, die bei Bauprojekten entstanden sind.

