BÜRGERTREFF „MITTENDRIN“: EINE WICHTIGE ANLAUFSTELLE IN EISENACH

Zwei Frauen sind zu sehen, sie beraten im Bürgertreff "Mittendrin".

Susanne Sterzing und Beate Polatschek beraten im Bürgertreff „Mittendrin“.

Außenansicht des Bürgertreffs "Mittendrin" am Eisenacher Markt.

Der Bürgertreff „Mittendrin“ ist in einem zuvor leerstehenden Laden am Markt 23 eingerichtet.

Mitglieder des Seniorenberiats sind zu sehen.

Mitglieder des Eisenacher Seniorenbeirat bieten regelmäßig Sprechstunden an.

Der Bürgertreff „Mittendrin“ am Markt 23 hat sich seit seiner Eröffnung letzten Sommer als wichtige Anlaufstelle in der Eisenacher Innenstadt etabliert. In dem sozialen Pop-up-Store treffen Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Beratungsangebote und Selbsthilfegruppen an einem zentralen Ort zusammen.

 

Vielfältige Beratung und Unterstützung vor Ort 

An sechs Tage in der Woche bieten Ehrenamtliche und städtische Beauftragte feste Sprechzeiten an. So berät Medienmentorin Beate Polatschek donnerstags von 12 bis 14 Uhr Hilfesuchende beim Umgang mit Handy, Tablet und Laptop. Susann Sterzing nimmt sich mit ihrem Angebot „Mensch sein – wir hören zu“ zwei Stunden pro Woche Zeit für Gespräche und vermittelt bei Bedarf Kontakte zu weiterführender Unterstützung, etwa bei Pflegefragen oder Antragsangelegenheiten.

 

Im „Mittendrin“ sind die Gleichstellungsbeauftragte, der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen oder der Wirtschaftsförderer zu bestimmten Zeiten anzutreffen. Der Seniorenbeirat und die Freiwilligenagentur bieten regelmäßig Sprechstunden an; ebenso die Familienberatung der Arbeiterwohlfahrt. Die Suchtberatung hat Interesse bekundet.

 

Stärkung von Selbsthilfegruppen

Von Beginn an sind Selbsthilfegruppen im Bürgertreff aktiv. Die zentrale Lage sorgt für mehr Sichtbarkeit und einen deutlichen Zulauf – etwa bei Gruppen zu Schlaganfallfolgen, Krebserkrankungen oder Hörschädigungen. Auch der Verein Pflegeform und der Mieterbund nutzen „Mittendrin“ für Beratungen; ein ehrenamtlicher Rentenberater sowie Sprechstunden für Menschen aus der Ukraine werden gut besucht. Neu im Angebot ist eine kostenlose Ernährungsberatung.

 

„Unser Netzwerk funktioniert gut“, sagt Heike Apel-Spengler von der Freiwilligenagentur der Diako Thüringen. Gemeinsam mit der Stiftung St. Annen und in Kooperation mit der Stadtverwaltung ist die Idee des Bürgertreffs umgesetzt worden. Ingo Wachtmeister, Hauptamtlicher Beigeordneter der Stadtverwaltung, hebt besonders hervor, dass sich die gegenseitige Unterstützung aus der Bürgerschaft heraus sehr gut entwickelt hat. Die Stadtverwaltung unterstütze gern ein niederschwelliges Angebot wie das „Mittendrin“. Der Bürgertreff bringt außerdem wieder Leben in die Innenstadt, weil er in einem zuvor seit längerer Zeit leerstehenden Laden eingerichtet wurde.

 

Kreative Angebote und Raum für Vereine

Unter den Ehrenamtlichen sind viele Kreative; daraus entstanden bereits kleine Ausstellungen und Aktionen wie die Präsentation der „Blütenfrauen“ vom Sommergewinn. Samstags berät eine Vertreterin des Runden Tisches für mehr Sauberkeit zu Müllvermeidung. Gesucht werden weitere Mitstreiter und Vereine, die das Angebot am Samstag beleben möchten – etwa um sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Auch die Eisenacher Ortsteile könnten sich hier präsentieren.

 

Das Wochenprogramm des Bürgertreffs ist auf einer digitalen Anzeigetafel im Schaufenster am Markt 23 zu sehen und online hier abrufbar.