Die Stadt Eisenach wird von Mai bis Oktober zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Stadtgebiet ergreifen. Zur Unterstützung des städtischen Außendienstes Ordnungsrecht wird ab der 20. Kalenderwoche ein externer Sicherheitsdienst eingesetzt, um das Sicherheitsgefühl für Bürger und Gewerbetreibende zu erhöhen.
Ein Schwerpunkt liegt im innerstädtischen Bereich. In die Kontrollgänge werden beispielsweise Ladenlokale einbezogen. Der Gewerbeverein hat aufmerksam gemacht, dass sich Verkäuferinnen vor allem in den Abendstunden unsicher fühlen. Außerdem werden illegale Müllablagerungen, die unbefriedigende Situation an den Altkleidercontainern oder bei der Lagerung von Sperrmüll kontrolliert.
„Die Unterstützung durch eine externe Sicherheitsfirma bei den Kontrollen des Ordnungsamtes stärkt unsere Präsenz vor Ort, sorgt für schnellere Reaktionszeiten und erhöht das Vertrauen in unsere öffentlichen Räume“, betont Oberbürgermeister Christoph Ihling. Er hat dafür eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 16.500 Euro genehmigt. Ausschlaggebend für seine Entscheidung war unter anderem ein Anstieg von Gewalt unter Jugendlichen.
Nach Angaben der Polizei sind vom 1. Januar bis 30. April in Eisenach rund 20 Straftaten registriert worden, bei denen 14- bis 18-Jährige beteiligt waren. Die meisten Fälle waren einfache Körperverletzungen. Etwa ein Drittel betraf gefährliche Körperverletzungen. In drei Fällen wurde eine Waffe oder ein gefährlicher Gegenstand eingesetzt. Bei drei Delikten handelte es sich um Raub. Die polizeilichen Ermittlungen laufen größtenteils noch.
Sichtbare Streifen im Eisenacher Stadtgebiet sollen potenzielle Täter abschrecken und Vandalismus und Ruhestörungen reduzieren.
Hinweise zu Verstößen gegen die öffentliche Ordnung nimmt der Fachdienst Ordnungsrecht der Stadtverwaltung unter Telefon oder per E-Mail entgegen.

