Die insgesamt 200 Teilnehmenden kommen aus kleinen, mittleren und großen Kommunen, decken alle Altersklassen ab, Männer und Frauen sind gleich vertreten. Bildungsabschlüsse und Migrationshintergrund wurden ebenfalls abgefragt und dann ein Bürgerrat zusammengesetzt, der möglichst der statistischen Verteilung in Thüringen entspricht. Aus insgesamt 10.000 zufällig ausgewählten und angeschriebenen Thüringerinnen und Thüringern wurden in einem mehrstufigen Verfahren 200 Teilnehmende ausgelost.
„Frieden und Diplomatie“
Kaum ein Thema was die Menschen im Land auf so vielfältige Weise bewegt. Das zeigt auch die Themenlandkarte, die in den letzten Wochen zur Vorbereitung der Bürgerräte in einem breit angelegten, mehrstufigen Verfahren entstanden ist.
Bereits im Februar hatten rund 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrätinnen und Landräte die Möglichkeit, Themenvorschläge einzubringen. Anschließend wurden im März 40 Fachpersonen aus den Bereichen Friedens- und Konfliktforschung, Kirchen, Stiftungen, dem Auswärtigen Amt, der Bundeswehr, Polizei und Rettungsdiensten sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft in einem gemeinsamen Workshop befragt, welche Themen aus ihrer Sicht wichtig sind. Im nächsten Schritt entscheiden die Teilnehmenden der Bürgerräte zur Auftaktsitzung selbst, welche Themen für sie wichtig sind. Wie wird sich die Themenlandkarte verändern? Die Bürgerinnen und Bürger werden zur Auftaktsitzung ebenfalls festlegen, mit welchen Fachpersonen sie zu den ausgewählten Themenschwerpunkten bei landesweiten oder regionalen Anhörungen sprechen wollen.
Zuhören
Zum „weichenstellenden Auftakt“ wird Eisenachs Oberbürgermeister Ihling die Teilnehmenden begrüßen: „Der Bürgerrat Frieden und Diplomatie bietet eine neue Möglichkeit, sich diesen Themen zu nähern. Politik und Verwaltung werden zuhören, wenn es darum geht, was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist und was vor Ort getan werden kann. Ich freue mich, dass wir die gastgebende Stadt für Südwestthüringen sind.“
Miteinander reden
Der Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“ ist ein Format der dialogischen Bürgerbeteiligung. Er stärkt den direkten Austausch zwischen Bevölkerung, Politik und Fachwelt und schafft Raum für unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Erwartungen. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Impulse und Empfehlungen zu erarbeiten.
Online beteiligen
Alle, die nicht als Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürger ausgewählt wurden, können sich noch bis zum 8. Juni 2026 am Bürgerrat online beteiligen. Sie sind eingeladen ihre Themen, Fragen und Perspektiven einzubringen und so die Arbeit des Bürgerrates aktiv mitzugestalten. Die Rückmeldungen aus der Online-Beteiligung fließen in den weiteren Prozess, werden für die Anhörungen der Fachpersonen zusammengefasst und ergänzen die Diskussionen der Teilnehmenden vor Ort.
Zur Online-Beteiligung geht es hier. Weitere Informationen zum Bürgerrat können hier nachgelesen werden.

