Die Baustelle für die Wartburgarena in der Industrieruine O1 ist vollständig eingerichtet. In den vergangenen Wochen sind unter anderem zwei Kräne aufgebaut worden. Außerdem wurde die großflächige Werbeplane an der Westfassade entfernt, die lange Zeit auf das Großprojekt der Multifunktionshalle aufmerksam gemacht hatte.
Die neue Wartburgarena wird unter ihrem Dach verschiedene Nutzungen vereinen: Sie soll Schul- und Vereinssport beherbergen, Heimspielstätte des Handball-Erstligisten ThSV Eisenach werden und als Veranstaltungsort für unterschiedliche Events dienen. Die Halle wird Platz für bis zu 4000 Besucherinnen und Besucher bieten.
Stahlskelett wird freigelegt und konserviert
Das O1 wurde in den Jahren 1933/1934 als dreigeschossiger Stahlskelettbau für die BMW Automobilproduktion errichtet. In die tragende Stahlkonstruktion sind Decken, Wände und Fenster eingesetzt worden. Erhalten und rekonstruiert wird künftig die Westfassade in Richtung Heinrich-Ehrhardt-Platz; dahinter entsteht der Neubau.
Mit der Denkmalbehörde und dem Bauordnungsamt wurde abgestimmt, dass die bisherigen Arbeiten am historischen Bestand fortgesetzt werden können. Ein Großteil der alten Fensterverglasungen ist bereits entfernt. Klinkersteine werden stockwerksweise von oben nach unten demontiert; noch intakte Steine werden gesichert, um später wiederverwendet zu werden. Die verbleibenden Stahlkonstruktionen werden zum Schutz vor Korrosion konserviert.
In den kommenden Wochen soll das O1 soweit entkernt werden, dass im Sommer planmäßig der Abbruch beginnen kann. Die Westfassade bleibt dabei ausgenommen: Um ihre Standfestigkeit zu sichern, werden bereits die beiden neuen Treppenhäuser in den Bestand eingebaut. Geplant ist, den Rohbau für die Wartburgarena im Jahr 2027 zu errichten.
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