Auf der Baustelle der Wartburgarena im Industriedenkmal O1 ist damit begonnen worden, die beiden neuen Treppenhäuser zu errichten. Die Fundamente sind bereits betoniert und vom Statiker abgenommen. Zuvor waren an der Süd-West-Ecke in Richtung Landratsamt und an der Nord-West-Ecke in Richtung Museum „automobile welt eisenach“ das Dach und die Zwischendecken der aus den 1930er Jahren stammenden Produktionshalle abgebrochen worden.
Westfassade bleibt erhalten und wird stabilisiert
Über die beiden neuen Treppenhäuser – im Südwesten ist ein Fahrstuhlschacht integriert – wird die Wartburgarena erschlossen. Besucherinnen und Besucher gehen künftig über die Treppenhäuser in die einzelnen Etagen der Sport- und Veranstaltungshalle oder nutzen den Fahrstuhl. Gleichzeitig dienen die Treppenhäuser der Stabilisierung der Westfassade, die in Richtung Heinrich-Ehrhardt-Platz zeigt. Diese Fassade des O1 bleibt erhalten und wird restauriert. Zur weiteren Stabilisierung dienen Stahlstreben, die über die gesamte Länge der Westfassade eingebaut werden. Später, wenn der Hallenneubau errichtet und mit der Westfassade verbunden ist, werden diese Stahlstreben wieder entfernt.
Der große Abbruch beginnt im Spätsommer
Vorgesehen ist, die Westfassade einschließlich eines dahinter folgenden Stahlträger-Segments vom übrigen Altbestand des O1 abzutrennen. Dieser überwiegende Teil der historischen Halle wird komplett abgebrochen, um Platz für den Neubau der 4000 Zuschauer fassenden Wartburgarena zu schaffen. Die Abbrucharbeiten sind aktuell ausgeschrieben und sollen im Spätsommer beginnen.
Zu den aktuell noch laufenden Vorbereitungen gehört, dass für die Gebäudeteile, die erhalten bleiben, eine Abdichtung des Mauerwerks vom Keller her erfolgt. Zu diesem Zweck hat ein Techniker das Mauerwerk mit einer Säge bearbeitet, Dichtmaterial eingeschoben und mit Quellmörtel verpresst. Das soll Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit verhindern.
VR-Brillen visualisieren die neue Arena
Wer die neue Sport- und Veranstaltungshalle schon einmal virtuell begehen will, ist beim Europafest am 9. Mai auf von 10 bis 14 Uhr auf dem Eisenacher Markt an der richtigen Adresse. Am Stand des Fachdienstes Stadtplanung ermöglichen drei VR-Brillen von verschiedenen Standorten außerhalb und innerhalb der neuen Arena einen 360-Grad-Blick: So kann man sich auf dem Vorplatz an der Westseite umschauen, das Halleninnere vom Tor der Heimmannschaft aus betrachten, in die Umkleidekabinen schauen oder sich von der guten Aussicht auf den Zuschauerplätzen überzeugen.
Weitere Informationen zum Großprojekt sind hier zu finden.




