Am 24. Mai würde der Eisenacher Künstler Paul Berthold Max Hempe seinen 140. Geburtstag feiern. Bis heute prägen seine Werke und sein kulturelles Engagement die Stadt Eisenach.
Der 1886 geborene Künstler wurde vor allem durch seine Zeichnungen und Karikaturen bekannt.
Als Sohn eines Dekorationsmalers besuchte er die Zeichenschule in Eisenach und schloss 1901 seine Ausbildung zum Dekorationsmaler ab. Danach sammelte er in Städten wie Frankfurt, Leipzig und Bochum Erfahrungen, bevor er 1909 seine eigene Malerfirma gründete. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte Hempe zurück zur Kunst und entwickelte sich immer mehr zu einem bekannten Künstler in Eisenach.
Ab 1927 veröffentlichte er satirische Zeichnungen in der Eisenacher Tagespost und ab 1936 arbeitete er als freischaffender Künstler. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er außerdem als Illustrator und Karikaturist aktiv und engagierte sich im Kulturbund Eisenach. In seinen Werken hielt er das historische Eisenach, den Alltag der Menschen und gesellschaftliche Themen seiner Zeit fest. Mit viel Humor schuf er Arbeiten, die heute als wichtige Zeitdokumente gelten. Auch Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Wilhelm Liebknecht und August Bebel gehörten zu seinem Repertoire.
Besonders eng verbunden war Hempe mit dem Eisenacher Sommergewinn. Er gestaltete Figuren und Szenen des Traditionsfestes mit, war der Schöpfer von „Henner und Frieder“ und half dabei, den Sommergewinn nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufleben zu lassen.
Paul Hempe verstarb am 27. April 1973 in Eisenach. Sein künstlerisches Erbe und sein Einfluss auf den Eisenacher Sommergewinn bleiben uns jedoch bis heute erhalten.
Wer mehr über bedeutende Künstlerinnen und Künstler aus Eisenach erfahren möchte, kann sich gerne an das Stadtarchiv Eisenach wenden und dort selbst recherchieren, stöbern und nachlesen.
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