Ehrenamtspreis 2014: Oberbürgermeisterin würdigt Engagement der Bürgerinnen und Bürger

Mit einer Festveranstaltung im neuen Nachbarschaftszentrum würdigte Oberbürgermeisterin Katja Wolf im Namen der Stadt Eisenach heute (22. November) das Engagement und die Einsatzbereitschaft ihrer Bürgerinnen und Bürger. Die Geehrten setzen sich in ihrer Freizeit unentgeltlich für die Gemeinschaft ein. "Ich bin sehr froh über die Solidarität und die Mitmenschlichkeit, die in unserer Heimatstadt anzutreffen sind. Jede Stadt lebt davon, dass sie von ihren Bürgerinnen und Bürgern gestaltet wird. Freiwilligenarbeit, wie wir sie bei uns kennen und erleben, bedeutet Lebensqualität für alle. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich", sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Sie überreichte an elf Eisenacherinnen und Eisenacher die "Urkunde der Stadt zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements" und eine Erinnerungsmedaille. Ausgezeichnet wurden zudem sechs Projekte. Sie beschäftigen sich in besonderem Maße mit gemeinschaftlichen, uneigennützigen Aktivitäten, gewinnen und motivieren Menschen für das Ehrenamt oder entwickeln neue Formen des Ehrenamtes.Erneut verleiht die Stadt Eisenach in diesem Jahr auch einen Unternehmerpreis für bürgerschaftliches Engagement. Gewürdigt wird der Einsatz von Unternehmern, die zum einen neben ihrer beruflichen Arbeit selbst ehrenamtlich tätig sind oder ihre Mitarbeiter bei ehrenamtlichen Einsätzen unterstützen. Ausgewählt wurden die geehrten Personen, Projekte und Unternehmen aus einer Vielzahl von Vorschlägen, die nach öffentlichen Aufrufen eingegangen waren. Der Ehrenamtsbeirat sichtete diese Vorschläge und gab der Stadtverwaltung eine entsprechende Empfehlung.Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Salonquartett "Reblaus".

 




Die Urkunde der Stadt Eisenach und die Medaille zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements erhalten:


Martin Kostelnik und Pascal Apel
Martin und Pascal verbrachten seit der Eröffnung des Kindertreffs in Eisenach Nord im Jahr 1999 den größten Anteil ihrer Freizeit in dieser öffentlichen Kinder- und Jugendeinrichtung. Es entstand eine sehr enge Verbindung, die Martin und Pascal bis heute nicht abbrechen ließen. Mittlerweile arbeitet im Martin im St. Georg Klinikum als Rettungssanitäter. Pascal absolviert gerade seine Berufsausbildung im Autohaus Schorr. Immer, wenn es ihre Zeit erlaubt, schauen sie nach wie vor im Kindertreff vorbei.
Sehr verlässlich und unglaublich engagiert stehen sie nun seit mehreren Jahren der Betreuerin zur Seite, wenn im Kindertreff Hilfe benötigt wird. Sie unterstützen beispielsweise bei der Feriengestaltung oder bei im Wohngebiet stattfindenden Aktionen wie dem Zirkusprojekt in Eisenach Nord.
Aber nicht nur bei diesen Aktionen bieten Martin und Pascal ihre Hilfe an, auch bei großen Veranstaltungen wie beispielsweise der jährlichen KinderKulturNacht sind sie zur Stelle und setzen dafür ihre Urlaubstage ein. Es ist jederzeit Verlass auf sie. Mit ihrer umsichtigen und freundlichen Art sind sie für die jüngeren Besucher im Kindertreff zum Vorbild geworden.

Für ihr Engagement erhalten Martin und Pascal die Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach.

Cornelia Kamradt

Vor etwa sechs Jahren erfuhr Cornelia Kamradt durch die Zeitung von der Arbeit im Kindertreff in Eisenach Nord. Ganz spontan stattete sie den kleinen und großen Nutzern dieser Einrichtung einen Besuch ab. Seit diesem Zeitpunkt hält Frau Kamradt fast wöchentlich Kontakt zum Kindertreff. Dabei macht sie sich nicht nur vor Ort ein Bild von dem, was ganz dringend benötigt wird, sondern ist auch Ansprechpartnerin für die Kinder. Bei ihren Besuchen versorgt sie die Kinder mit viel Milch, Joghurt und anderen Dingen. Sie ist im Laufe der Zeit eine wichtige Bezugsperson im Kindertreff geworden.
Darüber hinaus akquirierte Cornelia Kamradt in diesem Jahr einen Zuschuss von der Robert Bosch GmbH (ihrem Arbeitgeber) für die Gestaltung der Sommerferien im Kindertreff.
Weiterhin hilft sie seit langer Zeit ganz unermüdlich bei der jährlichen Wunschzettelaktion für sozial schwache Kinder mit. Sie motiviert ihre Arbeitskollegen, die Wünsche der Kinder zu erfüllen und wenn es sein muss, besorgt sie die Geschenke selber und packt sie ein. Um dies alles zu bewerkstelligen, nimmt sie extra Urlaub.

Für ihr langjähriges Engagement im Kindertreff wird Frau Cornelia Kamradt mit der Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach ausgezeichnet.

Mario Reinhardt
Mario Reinhardt ist ein Urgestein der Eisenacher Skaterszene. Er ist seit mehr als zehn Jahren in der Eisenacher Rollgemeinde engagiert. Das sind Skater und BMXer, die vorrangig im Skatepark mit ihren fahrbaren Untersätzen trainieren und Spaß haben. Die Rollgemeinde verwaltet den Park in Eigenregie und baute ihn in diesem Jahr aus eigener Kraft wieder neu auf. Denn Witterung und tägliches Befahren haben ihn marode werden lassen.
Durchschnittlich besuchen 20 bis 25 Kids und Jugendliche täglich den Park. Vieles, was er in seiner Ausbildung zum Erzieher lernt, wendet er auch schon bei den Jugendlichen an.
Seit dem vergangenen Jahr ist Mario Reinhardt Vorsitzender der Rollgemeinde. Er bringt immer wieder neue Ideen und Verbesserungsvorschläge in die Vereinsarbeit ein. Und er ist sich für keine Arbeit zu schade. Am Wochenende steht er freiwillig morgens um 7 Uhr auf dem Skatepark und räumt Müll vom Vortag weg, damit er für den neuen Tag wieder ordentlich und sauber ist. Wenn der Rasen gemäht werden muss, ist Mario zur Stelle und packt an. Er muss nicht lang überlegen, weil der Skatepark für ihn eine Herzensangelegenheit ist.
Für die Mitglieder der Rollgemeinde ist er etwas ganz Besonderes. Mario gibt nie auf. Er ist ein großer Optimist und hat immer gute Laune. Er ist zum Vorbild für die vielen Kinder und Jugendlichen geworden.

Als Dank und Anerkennung für seine Aktivitäten um den Skatepark erhält Mario Reinhardt die Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach.

Uta Lapp
Uta Lapp ist seit 2005 Mitglied im Schwerhörigenverein Eisenach e.V. Im Jahr 2007 übernahm sie den Vorsitz des Vereins. Mit viel Engagement, guten Ideen und Einfühlungsvermögen leitet Frau Lapp seither erfolgreich die Geschicke des Vereins. Sie nimmt sich der vielfältigen Probleme der Hörgeschädigten an und hat sich so das Ansehen der Vereinsmitglieder erworben.
Aber auch über die Vereinsarbeit hinaus wird Uta Lapp nicht müde, auf die Sorgen und Nöte von Menschen mit Behinderung hinzuweisen. Sie setzt sich erfolgreich für barrierefreies Hören in der Öffentlichkeit ein. So gibt es seit kurzem in der Trauerhalle des Friedhofes eine Induktionsschleife, damit Hörgeräteträger ohne störende Nebengeräusche den Reden besser folgen können. Dies ist auch dem Engagement von Uta Lapp zu verdanken.
Uta Lapp liegt viel an der guten Zusammenarbeit mit anderen Selbsthilfegruppen, sie fördert den Austausch untereinander und gibt ihre Erfahrungen gerne weiter.
Sie selbst geht als aktive Lehrerin mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass trotz Behinderung eine Erwerbstätigkeit möglich ist. Ihre Schüler führt Uta Lapp frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heran. So koordiniert sie beispielsweise an der Wartburgschule den jährlich stattfindenden Schülerfreiwilligentag.
Uta Lapp ist ein gutes Beispiel dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigungen aktiv am Leben teilhaben und dabei Spaß haben können.

Für ihren beharrlichen Einsatz für die Belange der Hörgeschädigten erhält Uta Lapp die Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach.

Helga Schiefke
Helga Schiefke ist seit 1952 Mitglied der Volkssolidarität und seit 1993 aktiv im Vorstand der Ortsgruppe Stedtfeld tätig. Hier arbeitet sie ehrenamtlich als Hauptkassiererin und stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende.
Viel Zeit und Liebe investiert Frau Schiefke in die Organisation von Seniorennachmittagen zu verschiedenen Themen, Bildungsfahrten und in die Betreuung "ihrer" Senioren.
Sie half in den vielen Jahren oftmals beim Lösen von Einzel-Problemen, besuchte Mitglieder bei Krankheit oder Geburtstagen und hat für alle ein offenes Ohr.
Helga Schiefke trug in den Jahren ihrer aktiven Mitarbeit wesentlich dazu bei, dass ältere Menschen in Stedtfeld nicht vereinsamen und ihr Alltag aufgelockert wird. Sie sorgt dafür, dass Alleinstehende Kontakte zu anderen Menschen aufbauen und pflegen.
Trotz ihrer 86 Jahre ist Helga Schiefke immer für ihre Stedtfelder Senioren da. Mit Rat und Tat unterstützt sie, wo sie gebraucht wird. Ans Aufhören denkt sie noch nicht.

Für ihr langjähriges Wirken im Ortsteil Stedtfeld erhält Helga Schiefke die Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach.

Ute und Hartfried Räder
Das ehrenamtliche Engagement des Ehepaares Räder gilt vor allem der Reutervilla. Das Schmuckstück am Fuße der Wartburg ist für die beiden wie eine zweite Heimat geworden. Seit 2012 unterstützt Ute Räder ehrenamtlich die Mitarbeiter bei der Aufsicht und bei Führungen im Museum. Doch das war ihr auf Dauer zu wenig. Sie betreute Schülergruppen und Praktikanten und erzählte ihnen vom Wirken Fritz Reuters.
Als Deutschlehrerin fasziniert sie der niederdeutsche Dichter schon länger und sie wollte noch mehr erfahren. Im Archiv fanden sich unzählige Briefe, die aber alle in Sütterlin und handschriftlich verfasst wurden. Ute Räder konnte nicht alles entschlüsseln und bat ihren Mann Hartfried um Unterstützung. Er war sogleich fasziniert. Obwohl es schwierig war, die Handschriften zu entziffern, übertrug er die Briefe in unser heutiges Schriftbild. Bereits über 400 Briefe konnten Ute und Hartfried Räder bisher transkripieren. Etwa 200 Briefe warten noch darauf, gesichtet und abgeschrieben zu werden.
In diesem Jahr jährte sich der Todestag von Fritz Reuter zum 140.Mal. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung stellte Hartfried Räder erstmals die Inhalte der Briefe öffentlich vor. Sie geben Aufschluss über die familiären Verhältnisse der Reuters.

Dank des Einsatzes von Ute und Hartfried Räder konnten wichtige Zeitdokumente gesichert und für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Dafür werden sie mit der Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach ausgezeichnet.

Sven Wiesner
Sven Wiesner ist leidenschaftlicher Fußballer. Ob als Spieler oder Trainer - sein Lieblingsort ist der Fußballplatz. Seit fünf Jahren ist Sven Wiesner Nachwuchstrainer beim FSV Eintracht Eisenach. Was als Übergangslösung gedacht war, hat sich zur dauerhaften Einrichtung entwickelt. Mittlerweile trainiert er erfolgreich zwei Kindermannschaften, die einen großen Zulauf haben. 2013 erreichte er mit seinen Schützlingen die Kreismeisterschaft.
Seit Anfang dieses Jahres ist Sven Wiesner zusätzlich Trainer der Männermannschaft. Und er unterstützt die Mannschaft auch als Spieler. So kommen jede Woche acht bis zehn Stunden Training zusammen. Am Wochenende finden dann noch regelmäßig Spiele statt.
Ohne das Engagement von Sven Wiesner wäre ein regelmäßiger Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht möglich. Ohne das Verständnis seiner Familie könnte Sven Wiesner nicht so viel Zeit für den Sport aufbringen.
Sven Wiesner ist ein gutes Beispiel dafür, Beruf, Familie und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen.

Für seinen unermüdlichen Einsatz erhält die Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach.

Dr. Bernd Müller-Stückrad
Seit einigen Wochen erstrahlt die Georgenkirche wieder im neuen Glanz. Nach aufwändiger Sanierung ist sie nun für das Lutherjubiläum 2017 gerüstet. Insbesondere der Fußboden musste dringend saniert werden. Gemeindekirchenrat und Bauforscher Dr. Bernd Müller-Stückrad übernahm Aufgaben in der Bauleitung.
Für die notwendigen archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen vor der Erneuerung des Fussbodens standen keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Da entschied sich Dr. Bernd Müller-Stückrad, ehrenamtlich diese fachlichen Untersuchungen vorzunehmen.
Er fand mehrere Gräber und Grundmauern der Vorgängerbauten, die bisher noch nicht nachgewiesen werden konnten. So konnten die Grundmauern des ersten Kirchenbaues freigelegt werden, in dem beispielsweise die heilige Elisabeth geheiratet hat.
Die Ergebnisse seiner Untersuchungen wurden von ihm dokumentiert und der Öffentlichkeit vorgestellt - unter andrem bei einer Sonderführung in der "Baustelle" Georgenkirche im April 2014. Rund 70 Interessierte erfuhren viel Interessantes über Bestattungen im Mittelalter und konnten einige der Grabstellen, die nun wieder verschlossen sind, sehen. Zur Wiedereinweihung der Georgenkirche im Oktober berichtete Dr. Bernd Müller-Stückrad über die Ergebnisse seiner monatelangen, freiwilligen Arbeit.

Dr. Bernd Müller-Stückrad hat mit seinem Engagement einen wesentlichen Beitrag zur Stadtgeschichte Eisenachs geleistet.
Dafür wird er mit der Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach ausgezeichnet.

Sabine Weber
Aktuell sind die Probleme von Flüchtlingen täglich in den Nachrichten zu hören. Für Sabine Weber sind das alles keine Neuigkeiten, denn sie kümmert sich seit einigen Jahren um Familien mit Migrationshintergrund. Sie hilft ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache, bereitet sie intensiv auf die Deutschkurse vor. Durch ihr Engagement wächst auch bei den Neuankommenden Verständnis für die jeweils andere Kultur.
Sabine Weber arbeitet aktiv in den Bunten Gärten in Eisenach Nord mit. Dort können Menschen aus den unterschiedlichen Herkunftsländern nach Herzenslust einen Garten nach ihren Vorstellungen gestalten, spezielle Kräuter und Gemüse anbauen. So ist seit dem Start des Projektes ein tatsächlich bunter Garten entstanden. Durch die gemeinsame Gartenarbeit entstanden Verständnis, Respekt und Wertschätzung. Sabine Weber ist immer da, wenn sie gebraucht wird. Berührungsängste sind ihr fremd.

Für ihren persönlichen Beitrag zur Integration erhält Sabine Weber die Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach.

 



Mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Eisenach werden folgende Projekte ausgezeichnet:

Chronikgruppe Stockhausen
Seit mehr als 20 Jahren erforscht die Chronikgruppe Stockhausen die Geschichte des Ortsteiles und trägt Materialien zusammen. Zur Chronikgruppe gehören Bernd Stichling, Rainer Suck, Heinz Felsberg und Gudrun Kurzke. Sie begannen 1979 die geschichtlichen und neuzeitlichen Ereignissen ihres Ortes aufzuarbeiten und haben inzwischen in der Nessetalstraße eine Chronik- und Heimatstube eingerichtet. Hier präsentieren sie die Ergebnisse ihrer Arbeit. Zu sehen sind unter anderem Familienfotos, Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände um 1900. Zudem gibt es Informationen zur Ahnenforschung in Stockhausen.
Die Bewohner Stockhausens nehmen dieses Angebot sehr gerne an und sind sehr an den Aktivitäten der Ortschronisten interessiert. In diesem Jahr wurde die Chronik- und Heimatstube renoviert und neu eingerichtet, so dass sich Besucher wohlfühlen und der Heimatgeschichte widmen können.

Für ihren Beitrag zur Ortsgeschichte Stockhausens erhält die Chronikgruppe den Ehrenamtspreis 2014.

Eisenacher Notfallseelsorger

Notfallseelsorger leisten Erste Hilfe für die Seele. Sie halten die Hände von Verletzten, geben den Helfern Zuspruch oder trösten die Angehörigen. Außerdem begleiten die Notfallseelsorger die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten. Sie bleiben bei den Hinterbliebenen ohne Zeitdruck. In Momenten, wo die Worte fehlen, sind die Notfallseelsorger da. Sie spenden Trost und Zuversicht.

Die zehn Eisenacher Notfallseelsorger arbeiten überwiegend im Stillen und werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Sie werden zu 20 bis 30 Einsätzen pro Jahr gerufen. Dabei sichern sie das ganze Jahr einen Bereitschaftsdienst ab.
Die Teammitglieder arbeiten im sogenannten Alltag in ganz unterschiedlichen Berufen - im medizinischen, sozialen, geistlichen und auch technischen Bereich. Um Rettungskräfte nach Schadensereignissen zu betreuen, haben sich drei der Notfallseelsorger zusätzlich qualifiziert.
Gegenwärtig sucht das Team dringend Verstärkung, damit diese aufopferungsvolle Arbeit fortgeführt werden kann. Jeder von uns kann in eine Notsituation geraten und ist froh, wenn es engagierte Helfer gibt.

Für diese aufopferungsvolle Arbeit verdienen die Eisenacher Notfallseelsorger unseren Respekt und erhalten den Ehrenamtspreis 2014.

Tag des Tanzens
Bereits zum 11. Mal fand in diesem Jahr der Tag des Tanzens statt. Jedes Jahr im Mai zeigen in der Wandelhalle Tanzvereine und Tanzgruppen ihr vielseitiges Können und begeistern das Publikum. Mit ihren unterschiedlichen Tänzen auf der Bühne animieren sie nicht selten die Besucher zum Mittanzen.
Organisiert wird der Tag des Tanzens federführend vom Wartburg-Ensemble, dem Tanzverein Eisenach und dem Rock`n Roll Club Sylvester.
Dabei geht es nicht nur um die Programmauswahl, sondern auch um die gesamte Organisation einer professionellen Veranstaltung. Dies wird seit über zehn Jahren von den drei Vereinen ehrenamtlich geschultert.
Diese gute Zusammenarbeit der drei Vereine ist thüringenweit einmalig und spiegelt sich auch in den hohen Teilnehmerzahlen wieder. Insgesamt ist der Tag des Tanzens zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Wartburgstadt geworden.

Als Dank für diese Veranstaltung erhalten der Tanzverein Eisenach, das Wartburg-Ensemble und der Rock`n Roll Club Sylvester den Ehrenamtspreis der Stadt Eisenach 2014

Kostümfundus der Sommergewinnszunft
Jedes Jahr im Frühling bewegt sich der große Festumzug zum Sommergewinn durch die Straßen Eisenachs. Besucher aus Nah und Fern bestaunen die farbenprächtigen Wagen und freuen sich über die unzähligen Laufgruppen und bewundern die Kostüme.
Die Sommergewinnszunft hat in den 1990er Jahren Kostüme aus einem Fundus in Chemnitz übernommen. Seitdem ist Bestand an Kostümen samt Zubehör stetig gewachsen. Der Fundus umfasst mittlerweile weit mehr als 1.000 Kostüme. Um diese zu erhalten, sind bis zu fünf Damen der Sommergewinnszunft das ganze Jahr über wöchentlich fünf bis sechs Stunden damit beschäftigt, Kostüme zu reparieren und auszubessern.
Gerade nach dem jährlichen Festumzug sind hunderte von Kostümen zu waschen, auf Beschädigungen zu kontrollieren und bei Bedarf auszubessern. Bis alle Kostüme gereinigt und gebügelt sind und wieder an ihrem Platz hängen, vergehen mehrere Monate, in denen die Vereinsmitglieder ausschließlich ehrenamtlich arbeiten.
Doch nicht nur für den eigenen Festumzug werden die Kostüme aus dem Fundus der Sommergewinnszunft benötigt. Auch für Theateraufführungen in Kindergärten und Schulen sowie für verschiedene Festumzüge in der gesamten Wartburgregion stellt die Sommergewinnszunft ihre Kostüme zur Verfügung.

Als Dank für diese unermüdliche freiwillige Arbeit erhalten die Damen aus dem Kostümfundus der Sommergewinnszunft den Ehrenamtspreis der Stadt Eisenach 2014

Freunde und Förderer der 6.Grundschule
Der Förderverein der 6.Grundschule "Hörselschule" ist ein guter und zuverlässiger Partner an der Seite der Schule. Seit 1995 unterstützt der Verein die Schule - sowohl in schulischen als auch außerschulischen Belangen. Insbesondere die Hilfe für lernschwache Kinder liegt dem Verein am Herzen.
Darüber hinaus kümmert sich der Verein um die Gestaltung der Schulfeste. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Schulhof mit Holzspielgeräten und Sitzmöglichkeiten zu einem einladenden Ort geworden ist.
In den vergangenen Jahren leistete der Förderverein einen wahren Kraftakt. Die Hörselschule wurde in mehreren Bauabschnitten energetisch saniert. Für den Speisesaal reichte das Geld nicht mehr aus. Die Akustik im Speisesaal für die Kinder und Pädagogen ließ sehr zu wünschen übrig, so dass Lärmschutz dringend notwendig war.
Die Freunde und Förderer der 6. Grundschule nutzten jede Gelegenheit, um Geld für die Sanierung des Speisesaals zu sammeln. So wurden unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt Waffeln und Glühwein verkauft, Eltern um Spenden gebeten und bei Firmen nachgefragt. Am Ende konnte dank des Einsatzes und des Engagements der Vereinsmitglieder der Speisesaal saniert werden.

Für die tatkräftige Unterstützung erhalten die Freunde und Förderer der 6. Grundschule den Ehrenamtspreis 2014.

Gemischter Chor der Wartburgstadt
1984 gründete Hans-Peter Burkhardt den Gemischten Chor Eisenach Nord, um das kulturelle Leben in dem sich damals ständig vergrößernden Neubaugebiet zu bereichern. Aus vier Gründungsmitgliedern entstand unter seiner sachkundigen Leitung im Laufe der Jahre ein vierstimmiges Ensemble aus heute über 50 Sängerinnen und Sängern. Sie gestalteten nicht nur das musikalische Leben in Eisenach mit, sondern trugen den Namen der Wartburgstadt auch über die Landesgrenzen Thüringens hinaus. Waren es zuerst nur kleine Auftritte in den Alten- und Pflegeheimen der Stadt, kamen bald Einladungen von Chören aus Eisenachs Partnerstädten zu gemeinsamen Konzerten oder offizielle Einladungen zu Sängerfesten und Wettstreiten.
Aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Eisenach ist der Gemischte Chor der Wartburgstadt nicht mehr wegzudenken. Vor allem in der Vorweihnachtszeit gestaltet der Chor zahlreiche Konzerte. Auch das Adventssingen im St. Georg Klinikum und in den Seniorenheimen ist fester Bestandteil seines Konzertjahres.
Im Juni 2014 feierte der Gemischte Chor der Wartburgstadt sein 30jähriges Bestehen mit einem Galakonzert in der Nikolaikirche.
Die Chormitglieder sind sich einig, dass der Erfolg im Wesentlichen ihrem Chorleiter Hans-Peter Burkhardt zu verdanken ist. Er erscheint stets gut gelaunt zu den Chorproben, hat viel Geduld mit seinen Sängerinnen und Sängern und ist mit vollem Eifer und Freude bei der Sache.

Für sein langjähriges Bestehen und für die Bereicherung des kulturellen Lebens in der Stadt Eisenach erhält der Gemischte Chor der Wartburgstadt den Ehrenamtspreis 2014.

 


 

Unternehmerpreis für bürgerschaftliches Engagement

 

Steuerberater Holger Sakuth

Seit mehreren Jahren unterstützt der Eisenacher Steuerberater Holger Sakuth das Projekt "Warme Schuhe für kleine Füße". Außerhalb seiner Arbeit als Steuerberater verbringt der langjährige und mehrfach ausgezeichnete Langstreckenläufer seine Freizeit nicht nur mit Sport, sondern auch mit diversen Reisen. In seinem großen Freundes- und Bekanntenkreis berichtet Hoger Sakuth dann in Vorträgen über seine Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen. Dafür nimmt er keinen Eintritt, sondern bittet um eine Spende. Auf diese Art und Weise fließt schon seit mehreren Jahren Spendengeld in das Projekt "Warme Schuhe für kleine Füße", für das in den letzten Jahren auch ein zunehmender Bedarf besteht.Holger Sakuth engagiert sich außerdem bei den Marktplätzen für Gemeinnützige und Unternehmen als Experte und berät beim Austausch von Hilfen und Angeboten. Dabei bleibt er im Hintergrund und agiert ohne großes Aufsehen. Für seinen besonderen und beständigen ehrenamtlichen Einsatz verleiht ihm die Stadt Eisenach den Unternehmerpreis für bürgerschaftliches Engagement 2014.

Für ihr langjähriges Engagement im Kindertreff wird Frau Cornelia Kamradt mit der Erinnerungsmedaille der Stadt Eisenach ausgezeichnet.