Mitglieder von Vereinen, die sich der Geschichte des Adelshauses der Wettiner widmen, haben sich am 28. März in Eisenach getroffen. Zum Programm gehörte ein Empfang im Rokokosaal des Stadtschlosses. Oberbürgermeister Christoph Ihling und Prinz Michael von Sachsen-Weimar Eisenach begrüßten dazu rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Gäste waren zum großen Teil in historischen Uniformen gekommen. Ein kleines Lutherschauspiel wurde aufgeführt.
In seiner Rede verwies Oberbürgermeister Christoph Ihling darauf, dass die Geschichte der Wettiner tief mit der Entwicklung Mitteldeutschlands verbunden ist. Er freute sich, dass Eisenach für das Treffen der Traditionsvereine ausgewählt wurde. Die Stadt blicke nicht nur auf eine reiche Geschichte zurück, sondern verbinde Tradition mit lebendiger Gegenwart.
Eisenach ist ein würdiger Gastgeber
Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach hob die demokratischen Traditionen der Stadt Eisenach hervor. Dass die deutsche Sozialdemokratie in Eisenach begründet worden ist, habe mit der liberalen Staatsordnung zu tun, für die der Großherzog gesorgt habe.
Im Anschluss an den Empfang führte Museumsleiter Dr. Reinhold Brunner durch die Sammlungsdepots des Thüringer Museums. Die Gäste äußerten sich begeistert über die umfangreichen Zeugnisse der thüringischen Geschichte im Museum. Eisenach hat sich als würdiger Gastgeber gezeigt, weshalb der Oberbürgermeister spontan in einen Traditionsverband aufgenommen worden ist.
Das Haus Wettin ist mit über 1000 Jahre Familiengeschichte eines der ältesten urkundlichen nachgewiesenen Geschlechter des Deutschen Hochadels und eng mit der Landesgeschichte der Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern verbunden. Zu den Traditionsvereinen und Organisationen, die sich der Pflege des Erbes widmen, gehören insbesondere die Fürstenstraße der Wettiner, die Wettiner Löwen und der Verein „Haus Wettin“.




