Am „Rad-Rondell“ an der Gabelsberger Straße haben vorbereitende Bauarbeiten begonnen. Das ehemalige Fahrgastcenter des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB), das lange Zeit leer gestanden hat, wird zu einem modernen Fahrradparkhaus umgebaut. Damit reagiert die Stadt auf den hohen Bedarf an sicheren und wettergeschützten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Umfeld von Busbahnhof und Hauptbahnhof.
Nach den kürzlich abgeschlossenen Dacharbeiten geht es nun weiter mit dem Rückbau und Abbruch am ehemaligen Fahrgastcenter. Ziel ist es, die ursprüngliche Gebäudeform des in den 1950er Jahren errichteten Rundbaus wieder stärker herauszuarbeiten. Dafür werden die in den 1990er Jahren errichteten Anbauten entfernt und die ehemalige Wartehalle teilweise wieder geöffnet. Der bisherige Seiteneingang wird geschlossen. Stattdessen entsteht ein neuer Haupteingang mit Zugangskontrolle. Zusätzlich wird der Fußboden umfassend saniert.
Rund 100 Fahrradstellplätze entstehen
Im zugangsbeschränkten Bereich des neuen „Rad-Rondells“ entstehen sieben sichere Fahrradstellplätze. Im frei zugänglichen, überdachten Eingangsbereich werden weitere 18 Fahrradstellplätze eingerichtet. Ergänzt wird das Angebot durch eine neue, überdachte Fahrradabstellanlage auf der angrenzenden Grünfläche. Sie bietet zukünftig 72 Stellplätze in Form von Doppelstock-Parkern sowie zusätzliche Abstellmöglichkeiten für bis zu vier Lasten- und Sonderfahrräder.
Insgesamt entstehen etwa 100 Fahrradstellplätze. Das neue Angebot soll den Umstieg zwischen Fahrrad, Bus und Bahn erleichtern und den Radverkehr als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität stärken. Das Angebot richtet sich an Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Touristinnen und Touristen sowie Freizeitradelnde. Ob für eine Stunde, einen Tag oder mehrere Tage – künftig stehen geeignete Abstellmöglichkeiten für unterschiedliche Fahrradtypen wie E-Bikes, Rennräder oder Lastenräder zur Verfügung.
Förderung durch den Bund und Eigenmittel der Stadt
Das Bike&Ride-Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Aus dem Programm „Investive Modellvorhaben – Radverkehrsförderung des Bundes“ stehen rund 303.000 Euro zur Verfügung. Weitere rund 340.000 Euro stellt die Stadt aus dem eigenen Haushalt bereit.
Die Fertigstellung des „Rad-Rondells“ ist für März 2027 vorgesehen.
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