Die Mobilität steht vor einem strukturellen Wendepunkt. Neben batterieelektrischen Lösungen etabliert sich Wasserstoff zunehmend als Technologie – insbesondere im Schwerlastverkehr und in logistikintensiven Anwendungen. Für den Wirtschaftsstandort Eisenach ist es laut Oberbürgermeister Christoph Ihling wichtig, sich im Bereich nachhaltiger Mobilität und Energie zu positionieren. Die Errichtung einer Wasserstofftankstelle, versorgt mit grünem Wasserstoff aus Bad Langensalza, ist aktuell in Planung. Geprüft werden drei Standorte nahe der Autobahn A4.
Förderantrag beim Bund wird vorbereitet
Auf der einen Seite braucht es eine ausreichende Nachfrage, während auf der anderen Seite Unternehmen Investitionssicherheit benötigen, bevor sie auf neue Technologien umstellen. An diesem Punkt setzt das Vorhaben in Eisenach an. Gemeinsam mit der Boreas Energie GmbH und weiteren Partnern sind ein Wasserstofflieferant, ein erster Abnehmer aus der Logistikbranche und ein Tankstellenbetreiber vorhanden. Auf dieser Basis wird aktuell ein Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr vorbereitet, mit dem Ziel, Fahrzeuge und Infrastruktur gemeinsam zu entwickeln und wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.
Das Projekt ist bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Wasserstoffmobilität am Mittwoch, 22. April, in der Eisenacher Stadtverwaltung vorgestellt worden. Ein besonderes Highlight war die praxisnahe Veranschaulichung. Auf dem Markt stellte die Fahrzeugentwicklung aus Sachsen einen wasserstoffbetriebenen Lkw vor. Auch eine mobile Wasserstofftankstelle war aufgebaut. Auf diese Weise haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, die Technologie im Einsatz zu erleben und sich direkt mit Experten auszutauschen.
Eisenachs Wirtschaftsförderer ist der Ansprechpartner
Wie Tobias Wätzel, Projektentwickler bei Boreas Energie, informierte, braucht es für die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens mindestens zehn Lkw, die täglich tanken. Das Unternehmen betreibt deutschlandweit Windkraft- und PV-Anlagen. Der überschüssige Strom, der nicht ins Netz eingespeist wird, wird in Batteriespeicher übertragen und zur Herstellung von Wasserstoff verwendet. Letzteres ist nach Ansicht zahlreicher Experten ein Zukunftsmarkt.
Unternehmen, die Interesse an weiteren Informationen haben, können sich an den Wirtschaftsförderer der Stadt Eisenach, Michael Frisch wenden: Telefon und E-Mail.


