Dr. Herbert Müller-Bowe

geboren am 09.07.1896 in Arolsen/Waldeck / gestorben am 23.09.1979 in Frankfurt/Main

 

Oberbürgermeister von Eisenach von 1937 bis 1945

 

Das Studium der Volkswirtschaft in Hannover, Göttingen und Frankfurt/Main beendete Herbert Müller als Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt. Nach der Promotion 1927 arbeitete er bis 1937 bei der Kommunalverwaltung Hanau als Magistratsrat und später als Bürgermeister und Kämmerer.

 

1937 erfolgte die Berufung zum Oberbürgermeister in Eisenach. Er war damit führender Repräsentant der Stadt während der Zeit des Nationalsozialismus, als das kommunale Selbstbestimmungsrecht der Städte und Gemeinden durch den umfassenden Einfluss der NSDAP eingeschränkt blieb. Gerade dies führte immer wieder zur Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem NSDAP-Kreisleiter Hermann Köhler.

 

Müller-Bowe verließ Eisenach bei Kriegsende noch vor Einmarsch der amerikanischen Truppen.

 

Er wurde später zeitweise interniert und lebte nach seiner Entlassung in Rinteln/Weser, Hanau und später in Frankfurt/Main.

 

Aus seiner Ehe mit Rosa Micko ging ein Kind hervor.