UMGESTALTUNG AM BACHDENKMAL WIRD FORTGESETZT

Rund um das Eisenacher Bachdenkmal wird gepflastert und werden Bänke aufgestellt.

Rund um das Eisenacher Bachdenkmal wird gepflastert und werden Bänke aufgestellt.

Das Umfeld des Bachdenkmals am Eisenacher Frauenplan wird weiter umgestaltet. Rund um die überlebensgroße Bronze‑Statue entsteht eine neue, denkmalschutzgerechte Pflasterfläche, an der künftig Sitzbänke aufgestellt werden. 

 

Für die Bänke muss eine ebene Fläche mit sanftem Gefälle geschaffen werden. Notwendig sind drei zusätzliche Stufen zwischen dem Bachdenkmal und der Treppenanlage in Richtung Frauenplan. Auf der Seite des Bachhauses führen die Stufen niveaugleich zum Eingang des Museums und ermöglichen so den Zutritt für Menschen, die auf Gehhilfen oder Rollstühle angewiesen sind oder für Gäste mit Kinderwagen. Ein komplett barrierefreier Ausbau ist aufgrund der vorhandenen Topographie leider nicht realisierbar. 

 

Einheimische und Touristen sollen Bach hautnah erleben können

Die Neugestaltung basiert auf einem Entwurf des Eisenacher Architekten Max von Trott zu Solz. In einem ersten Umbauschritt wurden die frühere Natursteinmauer, der schmiedeeiserne Zaun und die Rasenfläche, die das Bachdenkmal umgeben haben, entfernt. Der Rückbau der Grünfläche schützt die Bronze-Skulptur nun besser vor Feuchtigkeit. Schädliche Flechten, Krusten und übermäßige Patina werden wirksam verhindert.

 

Der schmiedeeiserne Zaun samt Bach-Monogramm stammt aus der Werkstatt des bekannten Eisenacher Kunstschmieds Günther Laufer. Dank des Förderkreises zur Erhaltung Eisenachs ist er restauriert worden. Sein neuer Standort befindet sich jetzt hinter dem Bachdenkmal. Der restaurierte Zaun begrenzt das Beet entlang der Stützmauer, die Teil der Treppenanlage ist.

 

Historisches Steinmaterial wird wiederverwendet

Für die Sanierung der Stützmauer ist außerdem ein Teil des ausgebauten Steinmaterials der alten Denkmal-Umfriedung eingesetzt worden. Die übrigen Steine werden künftig für die Instandsetzung von Stützmauermauern am Kartausgarten verwendet. Das Material ist wertvoll und wird wiederverwendet. Die von der Stadt beauftragte Baufirma wird das Pflaster verlegen, wie es bereits auf dem kleinen Platz vorhanden ist.

 

Die Idee, Einheimische und Touristen auf einer gepflasterten Fläche direkt rund um das Denkmal laufen zu lassen, entspricht der ursprünglichen Intension der Denkmalerbauer. Der Stuttgarter Bildhauer Adolf von Donndorf schuf die Bronze-Skulptur, die als erstes figurales Johann-Sebastian-Bach-Denkmal überhaupt gilt. Die Einweihung fand am 27. September 1884 statt. Zuvor hatte ein privates Denkmal-Komitee Spenden gesammelt. Zu den Unterstützern gehörten Johannes Brahms, Hans von Bülow, Franz Liszt und sogar Königin Victoria von England.

 

Spenderplaketten an den neuen Sitzbänken

In der Gegenwart hatte das Bachhaus um Spenden für die neuen Sitzbänke am Bachdenkmal gebeten. Auf jeder Bank wird eine Plakette mit den Namen der Geldgeber angebracht. Zusätzlich wird das Denkmal künftig besser sichtbar: Eine Beleuchtung lässt die Bach-Statue und das in die Stützmauer eingelassene Relief der heiligen Cäcilie – Schutzpatronin der Kirchenmusik – in der Dunkelheit erstrahlen.

 

Die Arbeiten erfolgen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Sie sollen bis Mitte September 2026 abgeschlossen sein. Damit ist das Umfeld des Bachdenkmals rechtzeitig zu den beiden bedeutenden Ereignissen fertiggestellt: zum Bach‑Geburtstag am 21. März 2027 sowie zum 101. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft, das vom 22. bis 31. Oktober 2027 in Eisenach ausgerichtet wird.

 

„Uns war es wichtig, dass die Arbeiten bis zu diesen beiden Höhepunkten abgeschlossen sind. Durch die Neugestaltung wird das Umfeld des Bachdenkmals und die Aufenthaltsqualität unmittelbar am Bachhaus verbessert. Bachfreunde aus aller Welt können ihrem Idol jetzt ganz nah sein“, betont Eisenachs Oberbürgermeister Christoph Ihling.