ELISABETH-SAMMLUNG VON GEORG HILLENKAMP BEREICHERT DEN BESTAND DER PREDIGERKIRCHE

Die Eisenacher Predigerkirche gehört zu den weltweit ersten Kirchen, die der heiligen Elisabeth geweiht wurden. Sie beherbergt heute eine der bedeutendsten Sammlungen sakraler Skulptur in Mitteldeutschland. Dazu wird in zeitgenössischer Form an das Wirken der heiligen Elisabeth erinnert.

 

Bereits im Jahr 2020 wurde der Wunsch manifestiert, auch in Eisenachs Innenstadt an die bedeutende Heilige zu erinnern, die die längste Zeit ihres kurzen Lebens in Eisenach und auf der Wartburg verbracht hat. Die Predigerkirche wurde als zentraler Erinnerungsort in Eisenachs Innenstadt ausgewählt. 

 

Kulturhistorisch bedeutsame Sammlung als Dauerleihgabe übergeben

Im Jahr 2025 übergab Georg Hillenkamp aus Norddeutschland seine umfangreiche Elisabeth-Sammlung als Dauerleihgabe, vorerst für 20 Jahre, an die Stadt Eisenach. Neben einer Bibliothek gehören Gemälde, Münzen, Gebrauchsgegenstände, kommerzielle Souvenirs und Andenken verschiedenster Wertigkeit dem Bestand an.  Zu den Highlights zählen zwei Elisabeth-Reliquien, Pilgerabzeichen und ein Nagel aus dem 13. Jahrhundert, der aus dem Dachstuhl der Elisabeth-Kirche in Marburg stammen soll.

 

Jahrzehntelange Sammelleidenschaft

Georg Hillenkamp hat über Jahrzehnte mehr als 3000 Exponate mit Bezug zur Heiligen Elisabeth zusammengetragen. Seine Sammelleidenschaft begann während seiner Tätigkeit als katholischer Seelsorger an der St. Elisabeth-Kirche im Ostseebad Damp. Dort wurden die Exponate von 1999 bis 2021 ausgestellt. Mittlerweile pensioniert, hat Georg Hillenkamp durch Vermittlung von Monsignore Heinz Gunkel, ehemals Pfarrer der Katholischen Kirchgemeinde St. Elisabeth in Eisenach, die Sammlung nach Eisenach gegeben.

 

Kabinettausstellung in der Predigerkirche eröffnet am 15. November

Am 15. November 2026 eröffnet in der Predigerkirche eine Kabinettausstellung, die einen ersten Einblick in die Vielfalt der Hillenkamp-Sammlung gibt. Die Sonderausstellung wird vom 16. November 2026 bis zum 21. März 2027 gezeigt. Neben wenigen mittelalterlichen Exponaten beleuchtet die Ausstellung insbesondere die Verehrung der Heiligen Elisabeth, die sich in romantisierender Form verstärkt im 18. bis 20. Jahrhundert manifestierte. Ergänzt wird die Exposition durch Kunst, Gebrauchsgegenstände, kommerzielle Souvenirs und Jubiläumsartikel aus dem 21. Jahrhundert.

 

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